Würzburg

Würzburg: So viel Geld bringen Blitzer der Stadt ein

Wird ein Fahrer beim Rasen erwischt, kann das teuer werden. Kommunen, die wie Würzburg selbst blitzen, können damit gut Geld verdienen – trotz hoher Verwaltungskosten.
Fotografiert werden bringt nicht immer Freude: Wer zu schnell von Radarkameras abgelichtet wird, wie hier im Symbolbild, muss tief in die Tasche greifen. Foto: Carsten Rehder, dpa

Sie sorgen für Zornesfalten auf der Stirn und weniger Geld im Sparschwein: Blitzer in Innenstädten. Für die Geschwindigkeitsüberwachung seien in Bayern grundsätzlich die Gemeinden, Märkte und Städte zuständig, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Allerdings können diese selbst entscheiden, ob sie die Verkehrsüberwachung durchführen, sich dafür in Zweckverbänden zusammenschließen oder diese der bayerischen Polizei überlassen. Von den 2056 Kommunen in Bayern blitzen 685 derzeit selbst - und können so die Bußgelder behalten, aber die Kosten für die Überwachung tragen. Darunter Personal-, Verwaltungs- und Sachkosten.

Minusgeschäft in Regensburg und München

In Regensburg beispielsweise waren die Radarkontrollen heuer bisher ein Minusgeschäft. 1,45 Millionen Einnahmen standen 1,6 Millionen Ausgaben entgegen. Auch in München blieb in diesem Jahr bisher unterm Strich bei der Geschwindigkeitsüberwachung nichts übrig.

Anders sieht es in Augsburg und Würzburg aus. Hier sorgten die Radarkontrollen für ein Plus. Während in der Fuggerstadt Einnahmen von 1,05 Millionen Euro Ausgaben von 400.000 Euro gegenüberstehen, fließen in Würzburg rund 650.000 Euro in die Stadtkasse. Die Kosten liegen dagegen bei etwa 360.000 Euro. Diese entstehen durch den Einsatz von zwei Dienstfahrzeugen, zwei Mitarbeitern und weiteren, geringeren Sachkosten, teilt Pressesprecher Christian Weiß auf Nachfrage dieser Redaktion mit. 

Unterschied zu Kontrollen im ruhenden Verkehr

Da Würzburg eine eigene Bußgeldstelle besitzt, die Verwaltung somit nicht über die Zentrale Bußgeldstelle (ZBS) im bayerischen Viechtach laufen muss, können laut Rathaussprecher Weiß Kosten eingespart werden. Dass in Würzburg Blitzer für Einnahmen sorgen, habe damit zu tun, dass Radarkontrollen an besonderen Gefahrenstellen oder an solchen Orten stattfinden, wo sich Bürger über zu schnell fahrende Autos beschweren.

Weiß betont jedoch, dass Blitzer-Kontrollen im Fließverkehr von der Überwachung des ruhenden Verkehrs (Parkraumüberwachung) zu trennen seien. Diese haben einen höheren Personal- und Verwaltungsaufwand und sorgten erfahrungsgemäß für mehr Ausgaben als Einnahmen.

Mit Material von dpa

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