Frauenland

"Würzburg hören" gewinnt P-Seminar-Preis

Audioguides und Denkmäler - Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums haben sich mit der Würzburger Vergangenheit beschäftigt. Nun wurde ihr Engagement belohnt.
Das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg stellten Audioguides zur Geschichte Würzburgs vor. Für das Projekt wurden die Schülerinnen und Schüler mit dem P-Seminar-Preis ausgezeichnet.
Das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg stellten Audioguides zur Geschichte Würzburgs vor. Für das Projekt wurden die Schülerinnen und Schüler mit dem P-Seminar-Preis ausgezeichnet. Foto: Patty Varasano

Für ihr Projekt "Würzburg hören” wurden die Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums mit dem P-Seminar-Preis ausgezeichnet. In sieben Audioguides zum Thema Erinnerungskultur Würzburg erweckten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte der Stadt und ihrer Bürger zu neuem Leben.

Die Idee für ihr Projekt sei ihnen schon relativ früh gekommen, erzählen die Preisträger. Im Unterricht hätten sie das Buch "Geliebte Feinde” von Ortrun Scheumann gelesen und anschließend mit ihr telefoniert. Da kam ihnen die Idee, die je etwa fünfminütigen Audioguides zu erstellen und weitere Geschichten zu erzählen. Unterstützung bekamen sie dabei vom Bayerischen Rundfunk, der Stadt Würzburg und der Stiftung Zuhören. Neben dem Telefonat mit Scheumann kommen in weiteren Produktionen auch Valentine Leopold mit ihrer Erzählung zum 16. März 1945 und Rita Prigmore stellvertretend für die Sinti und Roma zu Wort.

Nicht nur Audioguides, sondern auch Denkmäler

Neben den Zeitzeugen haben sich die Jugendlichen auch mit konkreten Orten in der Umgebung befasst. Die Aktion T4 etwa, die wesentliche Teile zu den Krankenmorden der NS-Zeit beigetragen hat, bekommt genauso ein eigenes Kapitel, wie der Bahnhof Aumühle, von dem aus Züge in die Vernichtungslager fuhren. Besonders entsetzt waren die Jugendlichen jedoch vom Notgefängnis in der Friesstraße, wo heute ihr Gymnasium steht. Die Schüler nahmen dies zum Anlass, nicht nur den Audioguide zu kreieren, sondern auch Denkmäler zu entwerfen. Der Gewinnerentwurf wird bereits umgesetzt und am 5. April der Öffentlichkeit präsentiert. 

Kreative und eigenständige Arbeit aus eigenem Engagement hätten die Schüler bewiesen, betont die Ministerialbeauftragte Monika Zeyer-Müller in ihrer Rede und auch P-Seminar-Leiter Johannes Wolf schließt sich dem Lob an seine Schüler an. Das Projekt ist noch nicht beendet: Während die Audioguides online bereits abrufbar sind, sollen sie künftig auch in der Stadtbibliothek präsentiert werden.

Zwei weitere Schulen ausgezeichnet

Neben dem Matthias-Grünewald-Gymnasium wurden an diesem Tag zwei weitere Schulen ausgezeichnet. Das P-Seminar des Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt die Rezepte ihrer Großmütter und veröffentlichte diese in dem Buch "So kocht die Karschter Oma”. Das Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach übte sich derweil in Digitalisierung und verwandelte ihre Schülerzeitung bapp in eine übersichtliche App mit Artikeln zu Schule, Umgebung sowie Mensa- und Vertretungsplan. 

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