WÜRZBURG

Würzburg ist gerüstet für die Silvesternacht

Farbenfrohes Schauspiel: In Würzburg hoffen Behörden, Rettungsdienste und Feiernde wieder auf eine unfallfreie Silvesternacht. Foto: ArchivPatty Varasano

Acht Zugänge mit Kontrollen, 40 Mülltonnen, 5.000 kostenlose Pappbecher: Auch in diesem Jahr werden in der Silvesternacht der untere Teil der Domstraße, der Platz rund um den Vierröhrenbrunnen und die Alte Mainbrücke wieder zur sicheren Feierzone ohne Glas und Böller. Das bewährte Konzept von Stadt und Polizei wird inzwischen schon zum 13. Mal umgesetzt.

„Wir alle hoffen auf eine friedliche Straßenfeier in der Silvesternacht. Zu viel Alkohol ist oft der Auslöser für unkontrollierte Aktionen. Die größte Gefahr geht von Feuerwerkskörpern und zerbrechlichen Gegenständen aus, die auf die Leute geworfen werden“, sagt Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

„Es gibt kein Alkoholverbot. Man darf auch in der Sicherheitszone feiern und sich darüber freuen, in unserer wunderbaren Stadt das neue Jahr begrüßen zu dürfen“, betont Uwe Zimmermann, der Leiter des städtischen Fachbereichs „Allgemeine Bürgerdienste“. Er ist zum ersten Mal für den Partybereich auf der Alten Mainbrücke verantwortlich.

So feierten die Leute in der Würzburger Innenstadt:
 

3,2,1 - Prosit Neujahr!Durch den Nebel ist das Feuerwerk in diesem Jahr nicht so gut zu sehen wie sonst - auch nicht von der voll besetzten Alten Mainbrücke aus, wo viele Würzburger vor wenigen Minuten pünktlich das Jahr 2016 begrüßt haben.Die Redaktion wünscht allen Lesern und Facebook-Fans ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

Posted by Main-Post Redaktion Würzburg on Donnerstag, 31. Dezember 2015

Die Sicherheitszone wird wie zuletzt durch aufgestellte Gitter komplett abgesperrt, an den acht Zugängen kontrollieren Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes mit der Polizei, dass keine Glasflaschen, Gläser und Feuerwerkskörper mitgenommen werden. Los geht es um etwa 22 Uhr, je nach Situation wird die Sicherheitszone zwischen 1 und 2 Uhr wieder aufgehoben. Ab 22 Uhr hält die Straßenbahn nicht mehr an der Haltestelle Rathaus, von 23.15 Uhr bis 1 Uhr fährt überhaupt keine Straßenbahn.

Rund um die Silvester-Zone stehen 40 Mülltonnen für Feuerwerkskörper und Glasflaschen bereit. An den Eingängen kann man alkoholische Getränke in kostenlose Pappbecher umzufüllen. Die Polizei kontrolliert auch in der Sicherheitszone: „Wir werden dabei ein besonderes Auge auf den Jugendschutz werfen und auch an der Löwenbrücke Präsenz zeigen“, so Pressesprecherin Katrin Reinhardt.

Von der Löwenbrücke aus lässt sich das Feuerwerk über dem Main mit der Festung als Hintergrund auch gut beobachten, deshalb ist die Menschenmenge dort in den letzten Jahren immer größer geworden. „Es gab dort keine Vorfälle oder gefährliche Situationen. Wir werden die Lage dort aber weiter im Blick haben“, sagt Wolfgang Kleiner.

Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und die anderen Rettungsdienste werden mit acht Rettungswagen in Stadt und Landkreis im Einsatz sein. „Wir haben weitere Fahrzeuge in Reserve“, so Matthias Neuhöfer vom BRK.

Die Feuerwehr hofft auf die Vernunft der Bevölkerung: „Es sollten nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper verwendet und verantwortungsbewusst damit umgegangen werden“, betont Hilmar Hofmann von der Berufsfeuerwehr. Auch die Freiwilligen Feuerwehren in den Stadtteilen sind in Bereitschaft.

Nichts zu suchen haben Feuerwerkskörper im Umkreis von Festung Marienberg und Residenz: Wegen der Brandgefahr durch Raketen und Funkenflug ist die Festung ab dem frühen Abend wieder komplett geschlossen. Der Residenzplatz ist ab 21 Uhr gesperrt, nur die Ausfahrt vom Parkplatz ist möglich. In diesem Jahr wird zum ersten Mal auch mit Sicherheitspersonal kontrolliert, erläutert Manuel Bechtold von der Schlösserverwaltung.

Ab 4 Uhr morgens rücken die Stadtreiniger an, um zunächst in der Innenstadt die Straßen zu kehren. Letztes Jahr kamen wegen der Nässe rund elf Tonnen zusammen. Wenn es trocken bleibt, rechnet Robert Hopfenmüller von den Stadtreinigern mit sieben bis acht Tonnen Silvester-Müll. Unterstützung kommt wie seit 2002 an jedem Neujahrsmorgen von 30 freiwilligen Helfern der muslimischen Glaubensgemeinschaft Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya.

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