WÜRZBURG

Würzburg mit Negativrekord

Rohrbruch in Geiselhöring       -  Zwei Männer arbeiten am Donnerstag (24.07.2003) im niederbayerischen Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen) an einem defekten Rohr. Bei einem Rohrbruch wurde eine Durchgangsstraße in der Ortsmitte auf einer Länge von 200 Metern unterspült. Durch einen weiteren Rohrbruch in einer Hauptleitung müssen seit Donnerstagmorgen rund 30 000 Menschen in Bayreuth ohne Wasser auskommen. Das nordöstliche Stadtgebiet sei komplett von der Versorgung abgeschnitten, teilte die Polizei mit. Foto: Armin Weigel dpa/lby |
Symbolbild Wasserrohrbrüche. Foto: Armin_Weigel (dpa)

Geplatzte Rohre, lecke Armaturen, auslaufende Heizboiler – nirgends in Bayern kommt das so häufig vor wie in Würzburg. Das geht aus Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Laut GDV liegt der Index für Leitungswasserschäden dort mit 178 deutlich höher als der Bundesdurchschnitt mit 100. Auch die Landkreise Miltenberg (143) und Aschaffenburg (142) zählen zu den fünf Gebieten Bayerns mit den meisten Rohrbrüchen.

Schäden sind vermeidbar

Für den Schadenindex hat der GDV die Leitungswasserschäden pro Gebiet ermittelt. Bundesweit seien das mittlerweile rund 1,1 Millionen Schäden jährlich. Die Kosten, die dadurch entstanden sind, summierten sich 2015 auf 2,3 Milliarden Euro. Laut Oliver Hauner, Leiter der Abteilung Sach- und Technische Versicherung beim GDV, seien viele der Schäden vermeidbar, wenn die Wasserleitungen regelmäßig gewartet würden. „Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen“, sagt er.

Schuld ist nicht nur die Wasserbeschaffenheit

Grund für häufige und teure Leitungsschäden kann unter anderem die Wasserbeschaffenheit sein, vor allem in Kombination mit dem Material der Leitung, wie Michael Maukner, Diplom-Ingenieur (FH) der Firma Max Meister & Sohn in Würzburg, erklärt. „Hier in Würzburg gibt es noch viele alte Häuser. An den Leitungen wurde nie was gemacht, die sind meist noch aus Kupfer“, so Maukner. Das vertrage sich insbesondere mit den Kohlensäuren im Wasser nicht gut, wodurch sogenannter Lochfraß entstehe. Außerdem sei das Wasser in der Stadt recht kalkhaltig, was zu Rohrverstopfungen führen könne.

„Von außen kann noch eine Rolle spielen, dass die Rohre nicht isoliert sind“, sagt Maukner weiter. Je nach verwendetem Putz werde das Material auch dadurch angegriffen.

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