WÜRZBURG

"Würzburg tanzt!": Kraftakt im Kraftwerk

Energiegeladene Show: Das Nana Tanzensemble des Matthias-Grünewald-Gymnasiums unter Leitung von Nana Wagner-Schneider. Foto: T. Obermeier

Der Ort, die Anlieferhalle des Müllheizkraftwerkes am Faulenberg, war für eine Tanzveranstaltung mehr als ungewöhnlich, aber doch irgendwie passend: In beiden Fällen geht es um Energie. So war Ferdinand Kleppmann, der Direktor des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Raum Würzburg, sofort Feuer und Flamme, als der Veranstalter, der Runde Tanz Tisch Würzburg/Mainfranken ihn um Unterstützung für die Abschlussveranstaltung eines spektakulären Projekts bat, das erste Würzburger Tanzfestival.

Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen an den unterschiedlichsten Orten, im Theater ebenso wie auf der Straße, hat der Runde Tisch deutlich gemacht, dass Tanzen alle Menschen bewegen kann und verbindet.

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Mit 200 Gästen hatten die Veranstalter beim Abschluss im Müllheizkraftwerk gerechnet, doch am Ende waren es doppelt so viel, die das Spektakel bis Mitternacht genossen. Auch Oberbürgermeister Georg Rosenthal war begeistert: „Tanzen ist etwas, das wir in Würzburg als Festival unbedingt noch gebraucht haben“, meinte er zum Auftakt und dankte den Organisatoren für Mut, Kreativität und das Wir-Gefühl, „allen voran Anna Vita, die als Balletdirektorin und Choreografin am Mainfranken Theater die treibende Kraft war. „Ich bin sehr froh über eine wunderbare Woche. Es waren spannende Veranstaltungen, und wir haben ein Publikum erreicht, das wir vorher nie gesehen haben“, freute sich Anna Vita.

Für den rhythmischen Einstieg in den Abend sorgte die siebenköpfige Todoroki-Gruppe Würzburg mit Taiko, dem traditionellen japanischen Trommeln. Unser widersprüchliches Verhältnis zum Müll verkörperte das Nana Tanzensemble des Matthias-Grünewald-Gymnasiums unter Leitung von Nana Wagner-Schneider. Das Ballett der elf Jungen Frauen mit fliegenden Bettdecken war eine energiegeladene Performance, ein ausdrucksstarkes Bild unserer Wegwerfgesellschaft, zu dem die Flamen des Müllheizkraftwerkes als Projektion an den Wänden zuckten.

Thomas Kopp und seine Tanzwerkstatt mit Modern Dance, Mercedes Sebald vom Salon 77 mit Flamenco und Ali Schwarz vom Tanzraum zeigten die Vielfältigkeit der Tanzszene in der Stadt. Richtig heiß wurde es zum Abschluss mit Carlinhos Bata aus Frankfurt, der mit Samba und HipHop das Kraftwerk zum Kochen brachte. Das ließen sich alle vom Tanz mitreißen, und auch der Oberbürgermeister feierte bis in die tiefe Nacht mit.

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