WÜRZBURG

Würzburger Firmenlauf: Über 4000 rennen und feiern zusammen

Würzburgs Alte Mainbrücke: Halbzeit und Stimmungshöhepunkt beim Firmenlauf.
Würzburgs Alte Mainbrücke: Halbzeit und Stimmungshöhepunkt beim Firmenlauf. Foto: Thomas Obermeier

Seit Ende März ist er ausverkauft, zum dritten Mal in Folge wurden 4700 Startnummern ausgegeben: Damit ist der Würzburger Firmenlauf „WÜ 2 RUN“ der größte Einzellauf für Erwachsene in Unterfranken. An diesem Mittwoch, 20. Juni, geht er in seine 13. Auflage.

Strecke an beiden Mainseiten ist 7,4 Kilometer lang

Start und Ziel sind wie gewohnt im Dallenbergbad. Die 7,4 Kilometer lange Strecke führt wieder zwischen Adenauer-Brücke und Alter Mainbrücke an beiden Mainufern entlang. Wegen diverser Engstellen muss das Teilnehmerfeld begrenzt werden.

Das deutsche WM-Spiel am 27. Juni zwang Veranstalter Alexander Fricke, den Lauf um eine Woche vorzuziehen. Nun kann sich der promovierte Physiker und Sportveranstalter mit familiären Wurzeln in Würzburg auf einen sommerlich-sonnigen Abend freuen: 27 Grad sind zur Startzeit um 19.30 Uhr vorhergesagt. Das ist für richtig schnelle Zeiten etwas zu warm – aber beim Firmenlauf stehen Spaß und Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt.

Warme Temperaturen: Viel trinken und nicht übertreiben

Dennoch appellieren Veranstalter und Rettungsdienste an die Vernunft aller Teilnehmer, zumal gerade beim Firmenlauf auch weniger Trainierte an den Start gehen. Fricke: „Wer Probleme hat, sollte rechtzeitig aussteigen. Falscher Ehrgeiz kann gefährlich werden.“

Bei Wärme gilt es vor und im Lauf viel zu trinken – zwei Wasserstellen sind an der Strecke eingerichtet. Thomas Witzel von den Johannitern rät: „Auch bei kleineren Beschwerden abbrechen, damit erst gar keine größeren Probleme entstehen.“ Falls doch, sind die Johanniter am Mittwoch wieder mit etwa 30 Leuten im Einsatz. Mit sechs Fahrzeugen, zwei Motorrädern und auch Fahrrädern erreichen sie jede Stelle des Rundkurse binnen weniger Minuten.

Massenfeld startet wie an einer Perlenschnur aus dem „Dalle“

Viele erinnern sich noch an den Schockmoment vor vier Jahren: Damals war ein 55 Jahre alter Läufer mitten im Feld mit einem Herzstillstand zusammengebrochen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Die schnellsten Teilnehmer bei den Männern werden bereits nach 23 Minuten im Ziel erwartet. Bis dahin muss der letzte Starter das Dallenbergbad verlassen haben. Alljährlich ist der kontrollierte und kanalisierte Start des Massenfeldes keine leichte Aufgabe. Ein Nadelöhr wartet mit dem Radweg über die Adenauer-Brücke gleich auf dem ersten Kilometer.

Zehn Prozent der Gemeldeten lassen ihren Startplatz verfallen

Bewährt hat es sich laut Fricke, noch vor den schnellsten Männern die „Top 300“ der Frauen mit eigenem Start loszuschicken. Durch diesen Kniff wird das Läuferfeld im vorderen Bereich verdichtet und es können in der Summe die 4700 Startplätze ausgereizt werden. Erfahrungsgemäß treten maximal 90 Prozent der Gemeldeten auch tatsächlich an, zehn Prozent der bezahlten Plätze werden „verschenkt“.

Nach den Top-300-Frauen folgen weitere drei Blockstarts für alle – die Schnelleren zuerst, die Langsameren am Ende. Die Läufer sortieren sich beim Start entsprechend ein – Veranstalter Fricke bittet um „Fairplay“. Jede einzelne Laufzeit wird durch die elektronische Messung exakt erfasst.

Einrichtungshaus XXXL Neubert stellt 250 Aktive

Rund 170 Firmen und Einrichtungen sind in diesem Jahr vertreten. Erneut schickt das Möbelhaus XXXL Neubert mit 250 Teilnehmern die größte Gruppe ins Rennen, gefolgt von Aldi Helmstadt (200), Edeka (163), Universitätsklinikum und Stadt Würzburg (je150), Flyeralarm (149), Arbeiterwohlfahrt (137), Wegmann Automotive (130) und Koenig & Bauer (115). Die Main-Post ist mit fast 80 Aktiven am Start.

Zu Verkehrsbehinderungen kommt es am Mittwochabend im Bereich des Oberen Mainkais, der für die Durchfahrt gesperrt wird. Die Ausfahrt aus der Wöhrl-Garage Richtung Wirsbergstraße bleibt frei. Alle Teilnehmer werden gebeten, den ÖPNV zu nutzen (Straßenbahn am Bad).

Alte Mainbrücke als Stimmungshöhepunkt auf der Strecke

Wer nicht aufs eigene Auto verzichten möchte: 400 Parkplätze stehen wieder bei XXXL Neubert zur Verfügung. Für Zuschauer ist die Alte Mainbrücke (Streckenhälfte) ein beliebter Platz, hier dürfte wieder beste Stimmung herrschen.

Der Würzburger Firmenlauf, einst gestartet im Jahr 2006 mit 330 Teilnehmern, hat durch den Start-/Zielbereich und die Läuferparty im „Dalle“ sein eigenes Flair: Hier können sich die Teilnehmer abkühlen. Hier wird gegrillt, gepicknickt, werden Teamfotos geschossen – ein Event, der Kollegen verschiedenster Bereiche zusammenbringt. Oder wie es Oberbürgermeister Christian Schuchardt als Schirmherr formuliert: „Das stärkt den Teamgeist, trägt zur Fitness und Ausdauer bei und wirkt sich dadurch positiv auf das Arbeitsumfeld aus.“

Viele Bilder vom Firmenlauf ab Mittwochabend unter: www.mainpost.de/firmenlauf

Alexander Fricke, Organisator des Würzburger Firmenlaufes.
Alexander Fricke, Organisator des Würzburger Firmenlaufes. Foto: Andreas Jungbauer

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