Würzburg

Würzburger Pfadfinder reisten ins "Land der Bunker"

50 Jugendliche in Kleinbussen und vier Tage Fahrt: Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) haben Albanien erkundet. Eine Teilnehmerin berichtet.
Gemeinsam den Ausblick genießen: albanische und deutsche Pfadfinder in den Bergen bei Munaz, Albanien, während einer Wanderung.
Gemeinsam den Ausblick genießen: albanische und deutsche Pfadfinder in den Bergen bei Munaz, Albanien, während einer Wanderung. Foto: Regina Schottroff

Am 12. August machten sich 50 Pfadfinder der Roverstufe der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus der Diözese Würzburg im Zuge ihrer Auslandsreise nach Albanien auf. Dort prägten während der 1980er und 1990er Jahre vielerorts Bunker das Landschaftsbild, weshalb Albanien auch als "Land der Bunker" gilt. So entstand der Name der Reise: "Bock auf Bunker". Die Rover, so nennen sich die Pfadfinder im Alter von 15 bis 20 Jahren, erhielten viele Eindrücke von einer für sie unbekannten Kultur. Mit dabei war auch die 21-jährige Miriam Steinmüller. Im Gespräch berichtet sie über die anstrengende Anreise, Bunker und albanische Tänze.

Frage: Sie waren vier Tage in Kleinbussen nach Albanien unterwegs. Hat man da nicht schon einen Lagerkoller, bevor man ankommt?

Miriam Steinmüller: Manche Tage waren schon anstrengend. Wir waren meist etwa acht Stunden unterwegs, einmal sogar zehn. Da war ich am Ende schon froh, als wir an den Zwischenstopps angekommen sind. Aber Streitereien gab es eigentlich keine, bei uns im Bus war alles harmonisch.

Welche Erwartungen hatten Sie an die Fahrt? 

Steinmüller: Nur einer der Mitreisenden war bislang in Albanien. Deshalb wusste keiner so wirklich, was auf uns zukommt, und so war ich unvoreingenommen und wollte mich überraschen lassen. 

Wie lief der Austausch mit den albanischen Pfadfindern ab?

Steinmüller: Wir hatten im Vorfeld der Reise schon über WhatsApp-Gruppen Kontakt und haben uns über grundsätzliche Dinge ausgetauscht - beispielsweise, was Brot dort kostet. Das Programm haben wir mit ihnen zusammen organisiert, so dass wir vor Ort einige Tage mit ihnen verbringen konnten. Wir bleiben auch weiterhin in Verbindung und tauschen Bilder aus. Zum nächsten Zeltlager haben wir sie auch schon eingeladen. Wir werden uns auf jeden Fall wieder sehen.

Was war Ihr Höhepunkt der Reise?

Steinmüller: Das Beste war der Abschlussabend, an dem wir auf einer Hütte in den Bergen den ganzen Abend Musik gemacht haben. Uns wurden auch albanische Tänze beigebracht. Manche konnten damit wenig anfangen, die haben dann einfach Walzer getanzt (lacht).

Konnte der "Bock auf Bunker" gestillt werden?

Steinmüller: Im Gegenteil, ich habe Lust auf mehr! Nachdem wir die Grenze überquert hatten, haben wir direkt Ausschau gehalten und sind schnell fündig geworden. Dort stehen tatsächlich überall Bunker, am Straßenrand oder auch in Gärten. Viele sind zweckentfremdet und dienen zum Beispiel als Heulager. Wir haben verschiedene Bunker besucht, unter anderem das Bunkermuseum in Tirana, das selbst in einem Bunker ist. In fünf Tagen ist es aber schwierig, ein ganzes Land zu erkunden, deshalb möchte ich definitiv noch einmal hinreisen.

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