Würzburg

Würzburger Start-up "Patzo" will Hundeliebhaber zusammenbringen

Drei Würzburger Studenten haben eine App entwickelt. Mit "Patzo" wollen sie Hundepaten vermitteln - und Hundehalter vor Gefahren warnen.
Drei Würzburger Studenten haben wollen eine neue App für das Smartphone auf den Markt bringen, die Hundebesitzern das Leben erleichtern soll. Foto: Patzo

Würzburg hat ein neues Start-up – und das kümmert sich um den Hund. Drei Würzburger Studenten haben sich mit der Patzo GmbH selbstständig gemacht und wollen eine neue App für das Smartphone auf den Markt bringen, die Hundebesitzern das Leben erleichtern soll. Neben der Vermittlung von Hundepaten hat die App auch über einen Warndienst. Marcel Wittstadt von Patzo klärt über die Geschäftsidee auf.

Wie sind Sie auf den Hund gekommen?

Marcel Wittstadt: Wir hatten unser ganzes Leben lang Hunde um uns herum, aber konnten keinen eigenen Hund halten. Das mag an den Eltern, der Wohnsituation oder auch an fehlender Zeit gelegen haben. Wir haben uns überlegt, wie können wir gestresste Hunde-Besitzer mit Menschen wie uns zusammenbringen, so dass beide davon profitieren? Das App-Konzept ist also nicht ganz uneigennützig.

Es geht also um die Vermittlung von Hundepaten. Kann da jeder mitmachen und gibt es Qualitätskriterien für Paten?

Wittstadt: Erst mal kann da jeder mitmachen, der gerne Zeit mit Hunden verbringen möchte. Uns ist aber auch klar, dass Hundebesitzer verständlicherweise ihre Babys nicht an irgendwelche Fremden geben wollen. Deshalb werden wir Möglichkeiten anbieten, um Nutzer per Ausweis oder durch die Community zu verifizieren. Durch Bewertungen und die Bestätigung bestimmter Kenntnisse kann man sich dann ein klares Bild über die Menschen auf unserer Plattform machen und ob diese zum eigenen Hund passen.

So soll die neue App dann auf dem Handy aussehen. Foto: Patzo
Sie zeigen auch, wie hundefreundlich eine Stadt ist. Wie sieht das Ihrer Meinung nach in Würzburg aus?

Wittstadt: Würzburg bietet schon einige Möglichkeiten Zeit mit dem Hund zu verbringen. Wir haben bei unseren Recherchen tolle Hundewiesen gefunden, die wir vorher noch gar nicht kannten. Auch die Restaurants und Cafés sind recht offen gegenüber Hunden. Kein Wunder also, dass es hier so viele von den süßen Vierbeinern gibt. Unser Job ist es das ganze übersichtlicher zu gestalten und dir die Möglichkeit zu geben neue hundefreundliche Orte zu entdecken.

Eine Menge Hundebesitzer nehmen Würzburg eher als hundeunfreundlich wahr. Unter anderem, weil das Ordnungsamt recht strikt kontrolliert. Was sagen Sie dazu?

Wittstadt: Ich finde die Kontrollen sind teilweise wirklich unverhältnismäßig, aber das Ordnungsamt in Würzburg ist leider in fast allen Themen sehr streng. Es wäre natürlich schön, wenn wir den einen oder anderen Strafzettel vermeiden können. Eine aktive Community und markierte Orte mit Leinenpflicht und so weiter sollten da definitiv weiterhelfen.

Was bedeuten die "Warnungen in Echtzeit" in der App?

Wittstadt: Dabei geht es um alle möglichen Gefahren für den Hund. Beispielsweise Giftköder-Warnungen werden oft erst mit großer Verspätung gemeldet. Durch die App können sich die Hundehalter extrem schnell über mögliche Gefahren, verloren gegangene Hunde und vieles mehr austauschen. Diese Warnungen erscheinen dann direkt auf dem Handy und verhindern hoffentlich schlimmeres.

Hunde haben in der App ein Profil mit den wichtigsten Angaben. Foto: Patzo
Wird die App etwas kosten?

Wittstadt: Die App mit den aktuellen Funktionen ist kostenlos. Wir haben aber noch einiges geplant. Wir wollen uns vor allem auf den Community-Aspekt fokussieren. Wenn dann Funktionen wie zum Beispiele Notfallhilfe, Urlaubs- und Freizeitbetreuung oder Community-Versicherung hinzukommen, dann werden wir das zusätzlich per Abo anbieten.

Wie werden Sie als neues Start-up mit der Idee Geld verdienen können?

Wittstadt: Von Luft und Liebe leben funktioniert leider nicht auf Dauer. Wir haben das versucht. Wir wollen aber nicht direkt Investoren mit an Bord holen, damit die volle Entscheidungskraft bei uns bleibt. Mitte Januar starten wir eine Crowdfunding Kampagne auf Startnext. Damit wollen wir die weitere App-Entwicklung finanzieren und erste Hunde-Communites aufbauen. Wir wollen uns im besten Fall durch eigene Einnahmen weiterfinanzieren. Im Endeffekt wollen wir das Ganze dann durch die Abonnenten realisieren. Wir werden auch Werbung schalten, allerdings schauen wir sehr genau wer unserer Community etwas anbieten darf. Uns sind Werte wie Nachhaltigkeit, gute Inhaltsstoffe und Lokalität sehr wichtig!

Was wünscht ihr euch für den Start der App?

Wittstadt: Ganz viele Würzburger Hundeliebhaber!

Derzeit sucht das neue Start-up Beta-Tester. Auf www.patzo.org kann sich jeder kostenlos anmelden. Die Crowdfunding-Kampagne wird am 15. Januar 2020 starten.

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