WÜRZBURG

Würzburger stimmen für Erhalt der Mozartschule

Rettet das Moz
Demo von Moz-Aktivisten im Mai: Die vorwiegend jungen Leute wollten ein Fest in der Schule veranstalten, die Stadt stellt sich allerdings quer. Foto: Daniel Peter

Die denkmalgeschützte Mozartschule bleibt erhalten: In einem doppelten Bürgerentscheid haben die Würzburger Wähler den Plänen der Stadt für eine teilweisen oder kompletten Abriss des Gebäudes und der Neubebauung eine Absage erteilt. Das von der Bürgerinitiative „Rettet das Moz“ initiierte Bürgerbegehren setzte sich mit 59,65 Prozent an Ja-Stimmen gegenüber dem Ratsbegehren des Stadtrates mit 54,38 Prozent Zustimmung durch. Damit darf die Stadt nicht, wie 2007 beschlossen, das ehemalige Schulgebäude abreißen und das Gelände an einen Investor verkaufen.


Mit 10452 Stimmen schaffte das Bürgerbegehren knapp das nötige Zustimmungsquorum (10253), das Ratsbegehren scheiterte mit 9436 Stimmen an der Hürde. In einem Investorenwettbewerb war die Strabag Real Estate zuletzt als einziger Bieter verblieben und wollte an Stelle der Schule einen Neubau mit 140 Wohnungen, Gastronomie und Räumen für die Musikhochschule und die Sing- und Musikschule errichten. Auch der Kardinal-Faulhaber-Platz gegenüber dem Mainfranken Theater sollte verkauft und mit einem Geschäftshaus und zwei Hotels bebaut werden. Auch daraus wird nichts.

Stadtrat und Verwaltung müssen nun umlenken und ein Nutzungskonzept für Bildung und Kultur entwickeln, das den Schulbau am Mozartareal erhält. Die Zukunft des Faulhaber-Platzes, aktuell ein Parkplatz, ist offen. Der Ausgang des Bürgerentscheids ist auch eine Nieder lage für Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU), der für das Investorenkonzept geworben hatte.

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