WÜRZBURG

Wunderbare Anerkennung für die Arbeit

Sie wurden mit dem Großen Förderpreis der Aktion Zeichen setzen geehrt: die Aktiven der Ökumenischen Hospizgruppe für Gehörlose. Im Bild (von links) Doris Ehrenreich, Gerlinde Koch, Ulla Merz, Margrit Bielefeldt, Herbert Geisler, Hedda Benesch, Erna Kuberet. Außerdem im Bild: EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (zweiter von links) und Michael Reinhard, Chefredakteur der Main-Post (zweiter von rechts). Foto: Angie Wolf

Sie machen es nicht, um Preise zu bekommen oder um einmal im Rampenlicht zu stehen. Das, was sie tagtäglich tun, würden sie auch dann tun, wenn es keine Auszeichnung gäbe. Dass sie einmal öffentlich gewürdigt werden, macht sie allerdings unheimlich stolz und glücklich.

„Das ist eine wunderbare Anerkennung für unsere Arbeit“, sagte Doris Ehrenreich, Gründerin der unterfrankenweit einzigartigen Gruppe von ehrenamtlichen gehörlosen Hospizbegleitern, beim Ehrenabend der Aktion Zeichen setzen. Im Vogel Convention Center in Würzburg wurden die sieben Mitglieder der Gruppe mit dem Preis der Fürstlich Castellschen Bank ausgezeichnet.

Preisgeld soll in Flyer fließen

Das Preisgeld von 3000 Euro können die Ehrenamtlichen gut brauchen. „Wir möchten einen neuen Flyer gestalten“, verriet Ehrenreich. Das Faltblatt, das momentan noch verteilt wird, ist nicht mehr up to date: „Eine neu hinzugekommene Hospizbegleiterin fehlt darauf.“ Verteilt werden soll der neue Flyer deutschlandweit: „Denn wir möchten noch mehr Menschen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, dass gehörlose Menschen im Sterbeprozess von Gehörlosen begleitet werden.“ Noch immer sterben viele Betroffene, ohne dass sich jemand ihrer kompetent annimmt.

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"Zeichen Setzen" 2018 im VCC Würzburg

Für den Verein Hoffnung schenken aus Neustadt am Main hatte allein die Nominierung für Zeichen setzen schon viel bedeutet, unterstrich Vorstand Christian Reckentin; „Wir sind ja erst drei Jahre jung, deshalb waren wir darüber sehr überrascht.“ Dass die Initiative nun sogar mit dem Main-Post-Förderpreis ausgezeichnet wurde, macht die neun aktiven „Hoffnungsschenker“ stolz. „Es bestätigt uns, dass unser Konzept richtig ist“, so Reckentin.

Natürlich wird auch das Zeichen setzen-Preisgeld in ein Hilfsprojekt investiert: „Denn wir behalten nichts von dem, was uns gegeben wird.“

 

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„Zeichen setzen“ 2018

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Viel Wertschätzung von Gästen

Über mangelndes Lob kann sich das Team um René Pröstler aus Büchold nicht beklagen. „Wir bekommen von unseren Gästen viel Wertschätzung“, sagte das Mitglied der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Pröstler kümmert sich zusammen mit anderen jungen Leuten ehrenamtlich um das Landjugendhaus in Dipbach (Lkr. Würzburg). Dass die mit dem Förderpreis des Evangelisch-Lutherischen Dekanats ausgezeichnete Gruppe auch öffentliche Wertschätzung erhielt, freute Pröstler sehr. Das Preisgeld wird in das Tagungs- und Selbstversorgerhaus investiert: „Wir sind bemüht, die Zimmer regelmäßig zu erneuern.“

Für die freiwillig Engagierten vom Kinderhaus im Schweinfurter Ankerzentrum bedeutet es ein „großes Hoffnungszeichen“, den Preis des Lernwerks Volkersberg bekommen zu haben. „Es stärkt unsere Ehrenamtlichen“, sagte Barbara Finzel. Mit dem Geld sollen der Erzieherin zufolge Spielsachen für Flüchtlingskinder angeschafft werden. Die meisten Kinder, die im Ankerzentrum leben, besäßen fast kein Spielzeug.

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Interview mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm - Zeichen Setzen 2018

„Für uns ist dieser Preis ein ganz großer Ansporn“, erklärte Frank Förster, Leiter des Gospelchors Troubadour aus Rimpar. Seit 40 Jahren gibt es den Chor: „Nun sind wir motiviert für die nächsten 40 Jahre.“ Troubadour wurde mit dem Förderpreis der Bürgerstiftung der VR-Bank Würzburg und Umgebung ausgezeichnet. Ein Teil des Preisgelds soll in neue Boxen fließen: „Denn unsere alten sehen nicht mehr schön aus.“ Außerdem kann damit ein Teil der nächsten Chorreise in die Fränkische Schweiz finanziert werden.

 

Rückblick

  1. Preisträger Aktion Zeichen setzen: „Wertschätzung für unsere Arbeit“
  2. Aktion "Zeichen setzen": Applaus für die Rosa Hilfe
  3. Rosa Hilfe Würzburg: "Wir nehmen jedes Anliegen ernst"
  4. Fußballturnier für Kinder der Intensivstation
  5. 50 Jahre Seniorenkreis: Der Donnerstag als Höhepunkt der Woche
  6. Die Rettung altgedienter Haushaltshelfer
  7. Bad Königshöfer Promiband schunkelt für einen guten Zweck
  8. Ehrenamtliche helfen, damit der letzte Wunsch in Erfüllung geht
  9. Einkaufen und Kaffeetrinken im Dorfladen
  10. Der lange Atem der Auber Museumsmacher
  11. Hospizarbeit: Zeit schenken, zuhören und da sein
  12. Engagement für Herzensthemen
  13. Selbst aktiv werden für die Integration
  14. Erkennen, was Leben mit Behinderung heißt
  15. Ein wirklich vorbildliches Kirchturm-Denken
  16. Wunderbare Anerkennung für die Arbeit
  17. Landesbischof Bedford-Strohm begeistert die Ehrenamtlichen
  18. Viele Wege, anderen zu helfen
  19. „Wir wären nichts ohne das Ehrenamt“
  20. Gelebtes Miteinander im Café Diwan
  21. Betreuung mit Liebe und Zuwendung
  22. Ein „Buntes Netz“ der Hilfsbereitschaft
  23. Fränkische Passionsspiele: Eine Gemeinschaft von Freiwilligen
  24. Die helfenden Hände aus Mittelsinn
  25. Aus Liebe zum Leben: Ehrenamtliche begleiten gehörlose Sterbende
  26. Damit die Angst nicht siegt
  27. Wo man sich aussprechen kann
  28. Das Motto: Kümmern ums Landjugendhaus
  29. Zwei Frauen werden Freundinnen
  30. Ehrenamtliche stemmen ein ganzes Festival
  31. Gospelchor: Mehr als mitreißende Rhythmen
  32. Unterm Strich: Frittierte Sonnenstrahlen
  33. Aktion Zeichen setzen: Helfen, weil es Freu(n)de macht
  34. Aktion Zeichen setzen würdigt Ehrenamt
  35. Mutter Beimer: "Mir wurde geholfen, ich habe geholfen"
  36. Wozu wir den Wald brauchen
  37. Kreativwerkstatt für Selbermacher
  38. Ratgeber mit Erfahrung
  39. Waldbad Lengfurt: Ehrenamtlich zu Freibad-Experten werden
  40. Drei Seniorinnen kochen für alle
  41. Der Kampf gegen eine tückische Krankheit
  42. Ein Betrieb mit 150 freiwilligen Mitarbeitern
  43. Die Begeisterung verbindet
  44. Wildromantisches Paradies im Stadtgebiet
  45. Jeder geht seinen eigenen Jakobsweg
  46. Garten der Kulturen und der Begegnung
  47. Die „Lesehörnchen“ kommen ans Krankenbett
  48. Damit die fränkische Mundart bewahrt wird
  49. „Projekt Würzburg“: Spenden sammeln für soziale Aufgaben
  50. Aktion Zeichen setzen: Die Freude der Preisträger

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