Zell

„Zeller Böck Partei“ steht für Frohsinn und Heiterkeit

Unter dem Regiment der "Zeller Böck Partei" (ZBP) soll im Markt Zell mindestens in den nächsten 107 Tagen vieles besser werden im Ort. Der närrische Putsch auf das Rathaus war jedenfalls von Erfolg gekrönt. Foto: Herbert Ehehalt

In Verantwortung für den Markt Zell soll die dortige Bevölkerung unter der Regentschaft der "Zeller Böck Partei" (ZBP) in den kommenden 107 Tagen endlich etwas zu lachen haben. Auftakt hierzu war der Rathaussturm zum Start in die fünfte Jahreszeit am Tag vor dem offiziellen Auftakt in die närrische Saison 2019/2020. Freilich offenbarten auch die neuen Machthaber sogleich manche Tücke. Frauenquote schien für sie ein Fremdwort zu sein, wie das sensible Publikum unvermittelt erkannte.

Bereit für die närrische Session hatte der Elferrat der KG "Zeller Böck" den Sturm aufs Rathaus initiiert mit Unterstützung dreier Garden, musikalischer Animation durch die Musikkapelle "promusica" und zahlreicher Schaulustiger. In ungewöhnlicher Loyalität hatten sich die Ratsmitglieder an der Seite von Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU/Freier Zeller Bürger) im Rathaus verschanzt, um sich der närrischen Attacke zu erwehren. Doch auch der schnöde Ablenkungsversuch durch ins Volk geworfener Kamellen war zum Scheitern verurteilt. So gelang die Gefangennahme der kompletten Führungsriege. Die unverzüglich gehisste Narren-Flagge bestätigte deren Ergreifung.

Doch nicht nur dank der ebenfalls sichergestellten, prall gefüllten Geldschatulle hat die "Zeller Böck Partei" große Pläne für den Markt Zell, wie das Narrenvolk durch Sitzungspräsident Walter Amend und "Präsi"-Praktikant Maik Ulrich-Schildge erfuhr. Bei der noch immer diskutierten Änderung des Flächennutzungsplans sollte nach Auffassung der "ZBP" ein Garde-Leistungszentrum und ein "Palast der Zeller Böck" unbedingt Berücksichtigung finden. Trotz des nicht unbedingt uneigennützigen Wahlprogramms zeigten sich Sitzungspräsident und Praktikant überzeugt davon, dessen Einzelheiten bei "voller Hütte" an den geplanten Sitzungen am 8. Februar, 15. Februar und der Seniorensitzung am 16. Februar überzeugend präsentieren zu können.

Nach Machtergreifung und Verkündung der "großen Pläne für die nächsten 107 Tage und 12 Stunden" ordneten Sitzungspräsident Walter Amend und Gesellschaftspräsident Stefan Golla den "geordneten Rückzug" an zur Alten Turnhalle. Dahinten verschleppt wurden auch die außer Dienst gestellten Marktgemeinderäte und Bürgermeisterin Anita Feuerbach, um als Zeichen guten Willens mit ihnen den Start in die närrische Saison zu feiern.

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