Würzburg

Zeller Straße: Einbahnstraße für mehr Lebensqualität

Der gegenwärtige Politik-Stil sei nicht mehr zeitgemäß, meint die Grüne Jugend in Würzburg. Es geht um die Verkehrsbelastung in der Innenstadt. 
Am Fuß des Zeller Bergs kommen sich Rad- und Autofahrer nahe.   Foto: Patty Varasano

Die Anwohner der Zeller Straße wollen nicht länger unter Lärm und Gestank leiden und verlangen, dass der Verkehr in der Straße reduziert wird. Auf die Berichterstattung dieser Redaktion zu diesem Thema hat die Politik reagiert. So fordert die Grüne Jugend in Würzburg, dass das "verkehrspolitische Sorgenkind der Stadt" sofort zur "provisorischen Einbahnstraße"gemacht wird. Einen Antrag der ÖDP-Fraktion in diese Richtung hatte die Mehrheit der Stadträte im Februar abgelehnt. 

"Der Umgang von Stadt und Verwaltung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Zeller Straße beweist einmal mehr, dass der gegenwärtige Politik-Stil ausgedient hat: Stadtgestaltung, die sich allein am fließenden Durchgangsverkehr orientiert, ist nicht mehr zeitgemäß. Unsere Leitlinie muss die Rückgewinnung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt sein", sagt Konstantin Mack, Spitzenkandidat der Grünen Jugend zur Stadtratswahl. 

Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern

Die Jugendorganisation der Grünen schließt sich auch der Meinung der Anwohner an, dass die Schutzstreifen für Radfahrer nicht sinnvoll seien und es seit deren Einführung regelmäßig zu Konfliktsituationen zwischen Rad- und Autoverkehr kommt.

Das betont auch Stadtrat Wolfgang Baumann (Zukunft für Würzburg). "Die derzeitige Regelung hat sich als völlig ungeeignet erwiesen", sagt Baumann. Für Schulkinder und viele ältere Mitbürger sei das Radfahren unter diesen Umständen unzumutbar, weil zu riskant. Die Stickoxidbelastatung in der Straße sei aufgrund der Gesundheitsgefahren untragbar. Baumann fordert - wie bereits 2018 - dass die Zeller Straße stadteinwärts zu einer Einbahnstraße gemacht wird.      

Die Grüne Jugend sieht die Zeller Straße exemplarisch für viele andere problematische Stellen in Würzburg, an denen die Anwohnerinnen und Anwohner ebenfalls stark von Lärm und Gestank beeinträchtigt seien und nennt das gesamte Mainviertel, den Stadtring, die Ludwigstraße und die Versbacher Straße als Beispiele. Deshalb brauche es ein Gesamtkonzept mit attraktiveren ÖPNV und sicheren Geh- und Radwege, um Anreize für klimafreundliche Mobilität zu setzen. 

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