Frankfurt/Würzburg

Zentralrat der Juden: Würzburger Josef Schuster wiedergewählt

Josef Schuster bleibt Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Foto: Thomas Obermeier

Die Ratsversammlung der Juden in Deutschland hat Josef Schuster wiedergewählt. Der Internist aus Würzburg bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Zentralrats.  Der 64-Jährige hat das Amt seit 2014 inne. 

Er freue sich sehr über seine Wiederwahl, sagte Schuster am Sonntag in einer ersten Stellungnahme. Das Präsidium des Zentralrats habe ihn ohne Gegenstimme im Amt bestätigt. Die Debatten und Wahlen in der Ratsversammlung, zu der knapp hundert Delegierte als Vertreter der jüdischen Gemeinden in Deutschland in Frankfurt zusammengekommen waren, seien von einer Einmütigkeit geprägt gewesen, wie er sie "noch nie" erlebt habe, so der 64-Jährige. Für seine Amtsführung als Präsident habe er viel Zustimmung erfahren. Dies bestätige ihn, den bisherigen Kurs fortzusetzen.

Klare Kante gegen rechts

Schuster kündigte an, er wolle sich auch künftig, wenn es notwendig ist, in politische Debatten einmischen und einen Beitrag zu einem toleranten und weltoffenen Deutschland leisten. Dazu gehöre es, klare Kante gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu zeigen.  Der Zentralrat werde sich für eine sichere Zukunft der Juden in Deutschland einsetzen. Auch in Zeiten wachsenden Antisemitismus lasse man sich dabei nicht entmutigen, so Schuster.

Intern sei die wichtigste Aufgabe, die geplante Jüdische Akademie aufzubauen und als gesellschaftliches Diskussionsforum mit Leben zu erfüllen.  

Als Vizepräsidenten des Zentralrats bestätigte die Ratsversammlung Maik Danow (Offenbach) und Abraham Lehrer (Köln) in ihren Ämtern. 

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