GIEBELSTADT

Zobel-Schloss versteigert: Jetzt Hotel geplant

Für 430 000 Euro hat der Giebelstadter Walter Konrad die Schlossanlage der fränkischen Adelsfamilie von Zobel ersteigert. Die beachtliche Anlage aus dem 16. Jahrhundert soll nach den Vorstellungen ihres neuen Besitzers zu einem romantischen Schlosshotel mit mindestens vier Sternen umgebaut werden.

Schloss wird versteigert       -  Giebelstadt (rais)  Das mächtige Stammschloss der Freiherren von Zobel in Giebelstadt (Lkr. Würzburg) kommt unter den Hammer: Für nicht ganz 550 000 Euro ist die Anlage zu ersteigern. In der Vergangenheit sind neue Nutzungskonzepte in den alten Mauern immer wieder gescheitert wie hochwertige Mietwohnungen, Hotel, Museum oder Gesundheitszentrum.
Giebelstadt (rais) Das mächtige Stammschloss der Freiherren von Zobel in Giebelstadt (Lkr. Würzburg) kommt unter den Hammer: Für nicht ganz 550 000 Euro ist die Anlage zu ersteigern. In der Vergangenheit sind neue Nutzungskonzepte in den alten Mauern immer wieder gescheitert wie hochwertige Mietwohnungen, Hotel, Museum oder Gesundheitszentrum. Foto: FOTO g. meissner
Die vierflügelige Schlossanlage im Zentrum von Giebelstadt (Kreis Würzburg) wurde am Freitag in Würzburg auf Antrag der Raiffeisenbank Ochsenfurt zwangsversteigert. Schlossherr Rudolf Freiherr von Zobel steht bei der Bank mit etwa 2,4 Millionen Euro in der Kreide. Seine Gesamtschulden werden auf mehr als drei Millionen Euro geschätzt.

Der neue Schlossbesitzer Walter Konrad ist in Giebelstadt geboren und aufgewachsen. Im Jahr 1980 gründete er im US-Bundesstaat Texas ein Unternehmen für Jalousien mit einem Jahresumsatz von heute 15 Millionen Dollar.

Konrad ist nach eigenen Worten froh, dass das Schloss nicht an einen Fremden geht. Er will vor allem reiche Amerikaner nach Giebelstadt holen. „Mein Traum ist, dass die Gäste vom Flugplatz aus mit der Pferdekutsche ins Hotel gebracht werden“, sagt Konrad stolz.

Der Mann mit fränkischem Dialekt, der in Texas lebt, hatte das höchste Gebot abgegeben. Das teilte das Amtsgericht Würzburg mit. Mit seinem Gebot lag Konrad rund 70.000 Euro unter dem geschätzten Verkehrswert des Renaissance-Schlosses.

Bei der Versteigerung war erst zwei Minuten vor dem Ablauf der Bietzeit ein zweiter Interessent mit einem Gebot eingestiegen. Beide Männer hätten sich dann in 500-Euro-Schritten mehrfach überboten, hieß es. Wer der zweite Bieter war, ist unklar. Andere Interessenten an dem Haus habe es nicht gegeben.

Der Texaner muss sich allerdings noch ein wenig gedulden, bis ihm das Anwesen samt Schlossgraben, Park und Zufahrt gehört. Der bisherige Eigentümer,  Freiherr von Zobel, hatte zuvor gegen das vom Gericht festgesetzte Mindestgebot von etwa 21000 Euro Beschwerde eingelegt. Erst wenn darüber entschieden sei, erhalte der Mann endgültig den Zuschlag für das Objekt, sagte Amtsgerichtsdirektor Roland Stockmann.

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