Würzburg

Zwei Abstürze aus großer Höhe und eine Explosion

2019 sind 235 Arbeitsunfälle beim unterfränkischen Gewerbeaufsichtsamt in Würzburg gemeldet worden. Foto: SymbolAlexander Kaya

Im Jahr 2019 sind 235 Arbeitsunfälle beim unterfränkischen Gewerbeaufsichtsamt in Würzburg gemeldet worden. Darunter waren auch fünf Unfälle mit tödlichem Ausgang. 2018 waren es 245 Arbeitsunfälle, 2017 sogar 256. Das teilte die Regierung von Unterfranken mit.

Bei zwei der fünf tödlichen Unfälle handelte es sich um Stürze aus größerer Höhe. Ein Baustellenarbeiter ist durch eine bodentiefe Öffnung in der Mauer eines Rohbaus fast vier Meter tief gestürzt. Ein Sprengmeister überlebte den Absturz von einer 16 Meter hohen Abbruchkante in einem Steinbruch nicht.

Ursachen hängen meist mit unsicherer Arbeitsweise zusammen

Ein Mitarbeiter eines holzverarbeitenden Betriebs wurde zudem von einem 160  Kilogramm schweren Holzelement tödlich getroffen. Daneben wurde ein Unternehmer verschüttet und ein Mechaniker erlitt durch eine Explosion tödliche Verletzungen, als er den Dieseltank eines Linienbusses schweißen wollte.

Tödliche Unfälle werden laut Regierung häufig dadurch verursacht, dass sichere Arbeitsweisen nicht befolgt werden. Die vermeintliche Zeitersparnis fordere jedoch am Ende den Höchstpreis – ein Menschenleben.

Immer weniger tödliche Arbeitsunfälle

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Unterfranken liege seit über zehn Jahren im einstelligen Bereich und folge der deutschlandweiten Entwicklung. In den letzten 20 Jahren habe sich deren Zahl in einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt mit höheren Sicherheitsstandards mehr als halbiert.

Das Bewusstsein für Gefährdungen am Arbeitsplatz spielt laut Regierung eine maßgebliche Rolle in der Festlegung der Schutzmaßnahmen und des Verhaltens bei der Arbeit. Der Rückgang der tödlichen Verletzungen sei auch auf ein höheres Arbeitsschutzniveau zurückzuführen, welches auf verbesserten Arbeitsschutzgesetzen und einer erfolgreichen Präventionsarbeit basiert. Ferner spielten dabei auch  die qualitative Verbesserung der Rettungsmaßnahmen und der unfallmedizinischen Versorgung eine große Rolle.

Regierungspräsident Eugen Ehmann warnt jedoch davor, angesichts dieser Erfolge in den Bemühungen nachzulassen: „Dieser Rückgang der Unfallzahlen ist kein Selbstläufer. Er sollte vielmehr Ansporn sein, auch zukünftig wachsam zu sein und das Thema Arbeitsschutz im Betrieb und auf Baustellen nicht zu vernachlässigen.“

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