WÜRZBURG

Zwei Frauen und ein Kind retten sich vor den Flammen

Nach einem schweren Brand ist das Wachhaus im Steinbachtal unbewohnbar. Zwei Frauen und ein zweijähriges Kind konnten dem Brand durch einen Sprung vom Balkon unbeschadet entkommen. Foto: Berthold Diem Foto: Berthold Diem

Donnerstagabend im Steinbachtal: Das Wachhaus brennt. Auf dem Balkon im Obergeschoss stehen zwei Frauen und ein zweijähriges Kind. In ihrer Panik springen sie drei Meter in die Tiefe, um sich vor dem Feuer zu retten.

Als gegen 21.30 Uhr die Feuerwehr eintrifft, schlagen die Flammen bereits meterweit aus den Fenstern im Erdgeschoss und drohen auf das Obergeschoss überzugreifen, berichtet Florian Fastner, Pressesprecher der Würzburger Berufsfeuerwehr. Die beiden Frauen und das Kind sind in Sicherheit. Den Sprung aus drei Metern Höhe haben sie unbeschadet überstanden.

Haustiere sterben im Feuer

Mit im Haus sind auch zwei Männer. Auch sie können sich retten und überstehen den Brand unverletzt. Die Feuerwehrleute haben wegen der großen Hitze im Haus und herabstürzender Deckenteile immer wieder Probleme, voran zu kommen. Trotzdem bekommen sie den Brand schnell unter Kontrolle. Weil das Waldhaus nicht direkt an der Straße liegt, sondern etwas abgelegen, müssen 140 Meter Schlauchleitung verlegt werden.

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Brand im Steinbachtaler Wachhaus - Donnerstagabend im Steinbachtal: Das Wachhaus brennt. Auf dem Balkon im Obergeschoss stehen zwei Frauen und ein zweijähriges Kind. In ihrer Panik springen sie drei Meter in die Tiefe, um sich vor dem Feuer zu retten.

Im Haus finden die Feuerwehrleute einen Hund, den sie retten können. Weniger Glück haben zwei Hunde und zwei Katzen. Feuerwehrleute können die Haustiere nur noch tot bergen. Am nächsten Morgen, bei der Nachkontrollen, macht ein freilaufender Hund durch Bellen auf sich aufmerksam. Das verängstigte Tier ist wohl vor dem Feuer geflohen. Feuerwehrleute kümmern sich um den Hund und bringen ihn ein Tierheim.

Langwierige Löscharbeiten

Bis 2 Uhr nachts dauern die Löscharbeiten der Feuerwehr an. Im Einsatz waren die Freiwillige und die Berufsfeuerwehr Würzburg mit 40 Einsatzkräften, teilt Fastner mit. Die Hilfsdienste Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser waren mit zwölf Einsatzkräften vertreten.

Das alte Wachhaus im Steinbachtal nach dem Brand. Foto: Berthold Diem

Freitagfrüh machen sich Matthias Rothkegel und Michael Kraus ein Bild vom Geschehen. Die beiden Vorstände des Verschönerungsvereins Würzburg, dem das Wach- und Waldhaus im Steinbachtal gehört. „Alles ist schwarz. Das Haus ist unbewohnbar. Ein Glück, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagt Matthias Rothkegel. Wie es zu dem Brand kam, ist auch ihnen nicht klar. Die Ursache wird jetzt von Brandermittlern der Kriminalpolizei ermittelt. Die Wandgestaltung der Nordfassade sei aber noch erhalten geblieben.

Rechts und links der Eingangstüre sind jeweils ein bayerischer und ein preußischer Infanterist zu sehen. 1865 hat die Militärverwaltung das Wachhaus samt Pulvermagazin im Steinbachtal erbaut. 1908 hat der Verschönerungsverein den Komplex gekauft. Dazu gehört auch das Waldhaus im Steinbachtal. „Das Wachhaus sollte eigentlich demnächst saniert werden“, sagt Matthias Rothkegel.


 

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