Würzburg

Zwei Tage lang Erkenntnisse über ADHS

So sieht ein von ADHS betroffener Jugendlicher seine Situation: Die schwarzen Pfeile symbolisieren die Überflutung von außen, während die bunten Pfeile für seine Reaktion darauf stehen. Das Bild stammt aus der Therapiearbeit der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg.
So sieht ein von ADHS betroffener Jugendlicher seine Situation: Die schwarzen Pfeile symbolisieren die Überflutung von außen, während die bunten Pfeile für seine Reaktion darauf stehen. Das Bild stammt aus der Therapiearbeit der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg. Foto: Uniklinikum Würzburg

Am 25. und 26. April laden die Landesgruppe Bayern des ADHS Deutschland und die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg zu einem Symposium ein. Dort werden Betroffene, Pädagogen, Therapeuten sowie alle sonstigen Interessierten von Fachleuten über neue Entwicklungen zu diversen Aspekten der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) informiert, heißt es in einer Pressemitteilung.

An diesem Wochenende gibt es unter dem Titel "Gemeinsam ist besser" aktuelle Informationen rund um ADHS in den Hörsälen der Zentren für Operative und Innere Medizin des Klinikums. Mit allgemeinverständlichen Vorträgen wollen Referenten gleichermaßen Betroffene, Pädagogen, Therapeuten sowie alle sonstigen Interessierten erreichen.

Abwärtsspirale unterbrechen

„ADHS ist eine in den vergangenen Jahren medial kontrovers diskutierte Erkrankung. Die Betroffenen – darunter auch viele Erwachsene – fühlen sich häufig durch ihre Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Überaktivität im Alltag beeinträchtigt“, berichtet Silvia Stein, zweite Landesgruppenleiterin der Landesgruppe Bayern des ADHS-Deutschland und Co-Organisatorin des Symposiums.„Bei hoher Symptomausprägung können persönliche, schulische, berufliche wie private Ziele kaum erreicht werden, was langfristig zu einem erhöhten Risiko für weitere Erkrankungen wie Depressionen führen kann. Um diese Abwärtsspirale zu unterbrechen, ist es wichtig, frühzeitig zu informieren und Behandlungsangebote zu unterbreiten“, so Stein weiter.

Dazu deckt das Themenspektrum der Großveranstaltung, zu der über 500 Teilnehmer erwartet werden, den Verlauf von ADHS bei Kindern wie auch Erwachsenen, gesellschaftliche Aspekte sowie Behandlungsmöglichkeiten, wie Verhaltenstherapie, Medikation und weitere Ansätze ab.

Kinder- und Jugendprogramm

Neben den Fachvorträgen für Erwachsene bietet das Symposium auch ein Kinder- und Jugendprogramm an. Gegliedert in drei Altersgruppen gibt es zielgruppengerechte Angebote. Diese reichen von psychomotorisch und entspannend wirkendem Spielen und Basteln bis hin zu Workshops, in denen Antworten gegeben werden auf Fragen wie: Wie kann ich mich besser steuern? Brauche ich Medikamente? Und wenn ja: Wie wirkt mein Medikament?

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist als Fortbildung für Lehrer anerkannt und wird zudem durch die Bayerische Landesärztekammer und die Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zertifiziert.

Das Symposium findet am Samstag von 9 bis 16.30 Uhr statt, am Sonntag von 9.15 bis 12.30 Uhr. Details über das Programm, Kosten und Online-Anmeldung finden sich unter www.adhsdeutschland. de. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich.

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