Würzburg

Zwiebelkirchweih: Wie wieder mehr Besucher kommen sollen

Anneliese (links) und Margarete Schwarzmann mit den neuen Pächtern der Hotelgaststätte "Stadt Mainz" Sven Warmuth (links) und Carsten Rieder. Foto: Herbert Kriener

Die Zwiebelkirchweih ist ein Würzburger Traditionsfest des besonderen Art. Seit ewigen Zeiten wird damit in der Semmelstraße die Rückkehr der Kreuzberg-Wallfahrer gefeiert, die an diesem Samstag ankommen. Weil es in der Semmelstraße früher mehrere Bäckereien gegeben hatte und Mitte August die Zeit der Zwiebelreife ist, wurden die Wallfahrer und die versammelte Bürgerschar mit Zwiebelkuchen verköstigt.

Im letzten Jahr hatte die Zwiebelkirchweih einen deutlichen Einbruch erlebt, unter anderem deswegen, weil die Hotelgaststätte "Stadt Mainz" eine Auszeit genommen hatte. Ursache war, dass sich die beiden Inhaberinnen Anneliese und Margarete nach langen Jahren harter Arbeit zur Ruhe gesetzt hatten. Nun wollen die neuen Pächter Sven Warmuth und Carsten Rieder dazu beitragen, damit wieder mehr Besucher zur Zwiebelkirchweih kommen. 

Eröffnung in der Vorweihnachtszeit 

Die neuen Pächter wollen die "Stadt Mainz" so erhalten, wie die Hotelgaststätte seit 100 Jahren von der Familie  Hirschmann-Schwarzmann geführt wurde. Das Hotel ist vorerst weiter in Betrieb. Im nächsten Jahr kommt die Generalsanierung mit dem Einbau von Aufzug und  Klimaanlage. Die Gaststätte soll nach aufwändigem Umbau der Küche in der Vorweihnachtszeit wieder geöffnet werden.

Die beiden Pächter sind Würzburger. Sven Warmuth ist Koch und Sommelier. Zuletzt hat er für den Escherndorfer Winzer Horst Sauer gearbeitet und nebenbei eine eigene Weinlinie "Glaspelz" kreiert. Nun übernimmt er die Leitung des Restaurants. Warmuth will die fränkisch-traditionelle Küche pflegen, bereichert mit afrikanischen Rezepten. "Wir wollen Gastfreundschaft pflegen und eine Lokalität mit Herz, damit die Menschen wieder wissen, dass sie sich hier wohlfühlen," sagt Warmuth. Um das Hotel kümmert sich sein Geschäftspartner Carsten Rieder. Er ist Betriebswirt, der auch Erfahrung in der Gastronomie gesammelt hat.

Stadtrat hat Ausschankgebühren halbiert

Die beiden Pächter haben sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Semmelstraße wieder an Attraktivität gewinnen soll. Dazu wollen sie sich auch in der Gemeinschaft Semmelstraße engagieren, die derzeit im Dornröschenschlaf liegt.

Erster Auftritt für die beiden Pächter ist nun die Zwiebelkirchweih am Samstag. Um Zwiebelkuchen anbieten zu können, haben sie Albert Glöckner engagiert, der seit 36 Jahren als Bäckermeister und Fachberater für seinen Berufsstand arbeitet.

Mit dabei ist auch die CSU-Stadträtin Sabine Wolfinger. Sie hält bei der Zwiebelkirchweih ihren Bürgerstammtisch zum Thema "Zwiebelkirchweih". Auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt hat sein Kommen zugesagt. Damit sich wieder mehr Geschäftsleute in der Semmelstraße am Traditionsfest beteiligen, hatte Sabine Wolfinger einen Antrag im Stadtrat gestellt, die Außenbestuhlung kostenlos zu genehmigen und die Ausschankgebühren zu halbieren. Der Antrag wurde genehmigt.

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