REGION WÜRZBURG

Zwischenbilanz nach einem Jahr ILE Main-Wein-Garten

Die Köpfe der ILE Main-Wein-Garten, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden: (von links) Thomas Benkert (Erlabrunn), Markus Höfling (Thüngersheim), Anita Feuerbach (Zell), Dr. Wieland Gsell (Zellingen), ILE-Sprecher Uwe Klüpfel (Leinach), Waldemar Brohm (Margetshöchheim), Gundram Gehrsitz (Himmelstadt) und Karl Gerhard (Retzstadt). Foto: Herbert Ehehalt

Grenzenloser Optimismus im wahrsten Sinn des Wortes über die Landkreisgrenze Main-Spessart und Würzburg hinweg herrschte beim Auftakt zur ILE Main-Wein-Garten vor einem Jahr. Bei einer Zusammenkunft der beteiligten Gemeinden in der Mehrzweckhalle in Himmelstadt mit rund 80 Besuchern am Donnerstagabend wurden die Projekte und Ideen vorgestellt.

Mehr als 90 Projekte wurden innerhalb dieses ersten Jahres in fünf Handlungsfeldern unter Beteiligung von Arbeitsgruppen mit jeweils bis zu zwanzig Bürgern erarbeitet. „Futter“ für die Gemeinschaft der beteiligten Ingenieurbüros für die Erarbeitung eines Handlungskonzepts bis zum Juni dieses Jahres.

Zur interkommunalen Gemeinschaft gehören die Gemeinden Erlabrunn, Himmelstadt, Margetshöchheim, Retzstadt und Thüngersheim mit den Märkten Zell und Zellingen und den Ortsteilen Retzbach und Duttenbrunn. Zur Identifikation trägt das gemeinsame „Kind“ nicht nur den Namen „ILE Main-Wein-Garten – Die Acht vom Main“. Auch gibt es schon ein Logo, und vor allem schier unglaublich viele ambitionierte Ziele. Ziel der „Acht vom Main“ ist es, sich entsprechend ihrer Anzahl zur „PrACHT am Main“ zu entwickeln. Obwohl nicht an der ILE beteiligt, gilt Veitshöchheim als ein wichtiges Standbein.

Denn zu dem beabsichtigten Tourismusverein in Nachfolge der „Touristik GmbH im Würzburger Land“ (TWL) mit Sitz in den Mainfrankensälen haben schon weitestgehend auch die ILE-Mitgliedsgemeinden ihren Beitritt beschlossen. Allerdings reichten die Gedanken der Arbeitsgruppe „Sein“ beim Tourismus von Begrüßung bis Befürchtung. Ein weiterer Trumpf, den Veitshöchheim in die ILE-Waagschale werfen kann, ist die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG). Deren Präsident Dr. Hermann Kolesch hat Unterstützung für den künftigen Tourismusverein signalisiert.

Und auch für die ILE Main-Wein-Garten soll es Signale geben hinsichtlich einer Zusammenarbeit bei der Umsetzung eines Blühstreifenkonzeptes und Wiederbelebung des Streuobstanbaus, wie von der ILE-Arbeitsgruppe „Landschaft und Umwelt“ angeregt wurde.

Der Förderung und Vermarktung regionaler Produkte als ein weiteres erklärtes ILE-Ziel widmet sich schon jetzt die Main-Streuobst-Bienen eG, die Streuobst- und Bienenerzeugnisse aus den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart vermarktet. Hierbei ist die Gemeinde Margetshöchheim federführend, wie deren Bürgermeister Waldemar Brohm erklärte.

In den Ergebnissen der unabhängig voneinander agierenden fünf Arbeitsgruppen bestätigte sich der Streuobstanbau als prädestiniert für übergreifende Projektideen. Innerhalb der acht Kommunen mit fünf Verwaltungen sollten jedoch nach Vorschlag der Arbeitsgruppe „Vorsorge“ auch die allgemeinen Strukturen hinterfragt werden.

Die Ausdehnung von Leinachs Vorreiterrolle zur Übertragung von Aufgaben des Standesamtes an die Verwaltung in Margetshöchheim wurde als weiteres Beispiel künftiger Zusammenarbeit genannt.

In den Ergebnissen der Arbeitsgruppen zeigte sich, dass vieles bereits vor Ort in kleinen, und deshalb nicht wahrgenommenen Strukturen besteht.

„Deshalb sind wir angetreten, um für die Region anzupacken“, versicherte ILE-Sprecher und Leinachs Bürgermeister Uwe Klüpfel. Bis zum Juni soll die Gemeinschaft der Ingenieurbüros H&S (Freising), Faust (Karlstadt) sowie Architekturbüro Gruber-Hettiger-Haus (Marktheidenfeld) das Konzept mit Empfehlungen zu ersten Umsetzungen vorlegen – als Basis zur Beschlussfassung in den jeweiligen Gemeinden.

Die von der Bevölkerung in fünf Handlungsfeldern erarbeiteten Ideen zu mehr als 90 Projekten zur interkommunalen Zusammenarbeit wurden bei der Abschlussveranstaltung präsentiert. Foto: Herbert Ehehalt

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