Simmershofen

Abwasser-Pumpleitung: Zuschüsse in Gefahr?

Der Anbau rechts neben dem Rathaus Simmershofen muss weg.
Der Anbau rechts neben dem Rathaus Simmershofen muss weg. Foto: Alfred Gehring

Erneut war der Saal des dem Rathaus nahen Gasthauses Tagungsort für den Gemeinderat Simmershofen, da im kleineren Rathaussaal die aktuell geltenden Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Bürgermeister Florian Hirsch informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Dorferneuerung in Simmershofen. Laut dem aktuellen Zeitplan könnte demnach der Gemeinderat schon in der Julisitzung die Bauaufträge vergeben.

Hinsichtlich der Abrechnung der Baumaßnahme "Staatstraße" habe das Planungsbüro die Endabrechnung für die ausführende Baufirma geprüft und angepasst, so Hirsch. Die Firma hat allerdings dagegen Einspruch eingelegt, diesen bisher aber nicht begründet.

Bau der Pumpleitung geht langsamer voran

Die auf dem Lageplatz an der Adelhöfer Straße und am Ortsausgang Richtung Auernhofen noch vorhandene Abraumhaufen sollen bis zum Beginn der Bauarbeiten im Abschnitt zwei entsorgt werden. Dies habe Manfred Döller vom Planungsbüro "b-a-u" der Gemeinde zugesagt.

Nicht so schnell wie im Gemeinderat gewünscht geht es dagegen mit der Pumpleitung voran, mit der die Abwässer aus den Simmershöfer Ortsteilen in die Kläranlage nach Uffenheim gepumpt werden sollen. Die Planungen werden demnächst öffentlich ausgelegt zur Einsichtnahme, die Ausschreibung der Bauaufträge kann erst im Anschluss daran erfolgen.

Im Gemeinderat kamen Zweifel daran auf, ob dann noch der Fertigstellungstermin bis Jahresende 2021 eingehalten werden kann. Bis dorthin muss nach aktuellem Stand die Baumaßnahme abgeschlossen, die Rechnungen eingereicht werden, sollen die zugesagten Zuschüsse nicht in Frage gestellt werden.

Diese Probleme haben andere Gemeinden auch, erläuterte der Bürgermeister. Einig war man sich im Gemeinderat, sollten die Förderrichtlinien wirklich so eng ausgelegt werden, die Fristen nicht verlängert und dadurch Zuschüsse gefährdet sein, könnte sich manche Gemeinde den Zusammenschluss der Abwasserentsorgung wie geplant nicht mehr leisten.

Ortsverbindungsstraße ist sanierungsbedürftig

Hinsichtlich der Abwasserteiche der bisherigen Kläranlage in Equarhofen vermeldete Hirsch, zumindest einer der Teiche wird als "Himmelsteich", als Gewässer ohne Zufluss, erhalten bleiben.

Die Ortsverbindungsstraße zwischen dem Simmershöfer Ortsteil Equarhofen und Großharbach ist besonders auf Simmershöfer Seite sanierungsbedürftig. Hirsch berichtete von einem kürzlich stattgefundenen Ortstermin, der ergab, dass die Straße auf etwa 800 Metern zu renovieren sei. Dabei sollten die einzelnen Schadstellen repariert, die Straße mit einer Asphaltschicht neu bezogen werden.

Die Stadt Uffenheim wird ihren Anteil an der Straße in nächster Zeit wohl nicht renovieren, ließ Hirsch wissen. Die Baumaßnahme auf Simmershöfer Seite könnte aber auf Empfehlung des Bauamtes noch in diesem Herbst ausgeführt werden, wenn ein entsprechender Auftrag nach erfolgter Ausschreibung noch im August vergeben wird.

Dieser kurzfristige Zeitrahmen stieß bei einigen Ratsmitgliedern, insbesondere bei Rainer Kellermann, auf Unverständnis. Kellermann befürchtet überteuerte Preise, wenn der Zeitrahmen für den Bau der Straße so eng gesetzt wird. Hirsch widersprach dem: Nach seinen Informationen suchen einige Baufirmen gerade jetzt solche kleineren Aufträge als "Lückenfüller".

Das "alte Gefängnis" soll abgebaut werden

Sollte sich aus der Ausschreibung ergeben, dass die tatsächlich erheblich über den Kostenschätzungen liegen, könne die Ausschreibung wiederholt werden. Erforderlichenfalls müsste der Gemeinderat in einer Sondersitzung in der Sommerpause darüber entscheiden. Ansonsten erbat sich Hirsch die Vollmacht, den Bauauftrag in der Sommerpause auch ohne vorherige Zustimmung des Gemeinderats vergeben zu dürfen.

Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat schließlich, die Baumaßnahme auszuschreiben und erteilte dem Bürgermeister die gewünschte Vollmacht zur Vergabe, sollte das Ergebnis der Kostenschätzung entsprechen.

Für den Umbau des Rathauses in Simmershofen werden einige tatkräftige Helfer gesucht. Insbesondere der Anbau an das Rathaus, das "alte Gefängnis" sollte aus Kostengründen im Vorfeld schon in Eigenleistung erfolgen, erläuterte der Bürgermeister. Für diese Abrissarbeiten werden einige ehrenamtliche Helfer gesucht, dazu ist viel Handarbeit erforderlich. Hirsch bat die Ortssprecher, geeignete Personen für die Abbrucharbeiten zu gewinnen.

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