Würzburg

Allerheiligen: Vielerorts kein öffentliches Totengedenken möglich

Obwohl es von Seiten des Freistaats bislang kein Verbot gibt, finden auf vielen Friedhöfen keine Gottesdienste statt. Das Bistum Würzburg empfiehlt private Feiern zur Grabsegnung.
Das Bistum Würzburg empfiehlt an Allerheiligen nur private Feiern zur Grabsegnung. Gottesdienste im Freien könnten jedoch stattfinden. Vielerorts wurden öffentliche Totengedenken jedoch abgesagt.
Foto: Daniel Peter | Das Bistum Würzburg empfiehlt an Allerheiligen nur private Feiern zur Grabsegnung. Gottesdienste im Freien könnten jedoch stattfinden. Vielerorts wurden öffentliche Totengedenken jedoch abgesagt.

An Allerheiligen, Allerseelen und am Volkstrauertag sollten auf den Friedhöfen die öffentlichen Feierlichkeiten entfallen und durch private Friedhofsbesuche ersetzt werden. Das empfiehlt der Kreisverband Würzburg innerhalb des Bayerischen Gemeindetags. Der Entschluss sei in Rücksprache mit den örtlichen Seelsorgern und Priestern sowie mit allen 52 Mitgliedsgemeinden getroffen worden, sagte Andrea Rothenbucher, erste Bürgermeisterin von Hettstadt und Vorsitzende des Kreisverbands Würzburg.

Laut einer Pressemitteilung des Kreisverbands stehen die Friedhöfe in den Kommunen im Eigentum der Gemeinden – und damit in deren Verantwortung. Für dieses landkreisweite Vorgehen hoffe man auf Verständnis seitens der Diözese und der örtlichen Kirchenverantwortlichen. "Uns allen ist wichtig ein klares Signal zu senden, privates Gedenken auf jeden Fall abzuhalten, geplant in großem Rahmen jedoch nicht", so Konrad Schlier, Bergtheims Bürgermeister.

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"Wir wollen die Gläubigen schützen", sagt Pfarrer Andreas Krefft, Dekan des Dekanats Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld), auf Nachfrage. Deshalb gebe es dort an Allerheiligen aufgrund der hohen Infektionszahlen und Inzidenzwerte kein öffentliches Totengedenken auf den Friedhöfen. Auch die Segnung der Gräber müsse ohne die Teilnahme von Gläubigen und ohne eine bestimmte Zeitfestlegung stattfinden, teilte Dekan Krefft auf der Homepage des Dekanats mit. Eine generelle Absage der Gottesdienste von Seiten des Bistums gebe es jedoch nicht, so Krefft. Der Entschluss für das Dekanat Bad Neustadt sei vielmehr bei einer Videokonferenz mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern des Dekanats gefallen. Oft sei es auf den Friedhöfen sehr eng, etwa die Gänge bei den Urnengräbern, erläutert Krefft die Entscheidung. "Wir werden jedoch auf jedem Friedhof sein und für die Verstorbenen ein Gebet sprechen."

Auch andernorts wird Allerheiligen wegen der Corona-Pandemie anders sein: Etwa in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt. Dort wird am Nachmittag auf dem Friedhof nur eine kurze Meditation stattfinden. In der Pfarreiengemeinschaft "Marienhain" wurden die Gottesdienste abgesagt.

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Den bisherigen Angaben des Bistums zufolge gibt es für öffentliche Gottesdienste im Freien keine Höchstteilnehmerzahl mehr. Es verweist diesbezüglich auf Regelung für Kirchen in der jüngsten bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das Bistum empfiehlt private Feiern zur Grabsegnung im Kreis der Familie. Info im Internet: www.liturgie.bistum-wuerzburg.de

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