KÜRNACH

Altes Wasserhäuschen wird zum spirituellen Raum

Seit 30 Jahren befindet sich das alte Wasserhäuschen am Güßgraben in Kürnach im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde. Nun will man es im Rahmen des Bachrundweges in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Pfarrer Frank Hofmann-Kasang (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Thomas Eberth (rechts) sind mit dem Entwurf von Bildhauer Thomas Reuter (links) und Architekt Reinhard Singer (Zweiter von links) für die Umgestaltung des alten Wasserhäuschens am Güßgraben in Kürnach sehr zufrieden.
Foto: FOTOS (2) Nadja Hoffmann | Pfarrer Frank Hofmann-Kasang (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Thomas Eberth (rechts) sind mit dem Entwurf von Bildhauer Thomas Reuter (links) und Architekt Reinhard Singer (Zweiter von links) für die ...

Ohne professionelle Hilfe wollte man die Umgestaltung aber nicht angehen und so sollte ein Ideenwettbewerb für Anregungen sorgen.

Bildhauer Thomas Reuter und die Malerin Gerda Enk (beide Winterhausen) erarbeiteten gemeinsam mit dem Architekten Reinhard Singer (Aub) ein Grundkonzept, mit dem sie diesen Wettbewerb gewannen.

Gelungener Entwurf


Zu Recht, dachten sich wohl alle Versammelten, als das Projekt jetzt im Kürnacher Gemeindezentrum von Pfarrer Frank Hofmann-Kasang vorgestellt wurde.

Das Konzept ist nicht abgehoben und passt gut in den ländlichen Raum.

Das bestehende Gebäude wird genutzt und der freie Bereich davor mit einbezogen.

Werden die Pläne verwirklicht, bekommt das Haus den Charakter eines spirituellen Raumes. Dazu werden alle Fenster geschlossen und die Zwischendecke entfernt.

Der Besucher betritt den Raum und geht von der Dunkelheit ins Licht, das an der Rückseite des Gebäudes durch zwei große Lichtschlitze einfällt.

Ein Stein symbolisiert den Taufstein und verbindet durch den Blick durch Glas auf die unter dem Boden liegende Zisterne den Glauben wieder mit dem Wasser.

Texte zum Thema Wasser sollen zur Meditation einladen. Möglich seien in diesem Raum auch kleinere Veranstaltungen oder Konzerte, so Hofmann-Kasang. Platz für Stühle befände sich im kleinen Anbau.

Gewagt schien den Anwesenden das geplante blaue Dach des Hauses, das aber in Verbindung mit dem Thema Wasser durchaus seine Berechtigung hätte und auf ein Haus mit speziellen geistlichen Anliegen hinweisen würde.

Auf der Wiese davor sind auf einer wassergebundenen Fläche Sitzgelegenheiten geplant. Die vorhandenen Bäume sind in die Pläne mit einbezogen und bleiben erhalten.

Zwei weitere Steine – Informationsstein und Trinkstein – bilden eine Linie mit dem im Haus befindlichen Taufstein und führen so zum Wasserhaus hin.

Ein paar Bedenken


Die Beteiligten und die Anwesenden sahen in den Plänen eine gelungen Grundkonzeption. Trotzdem gab es einige Bedenken.

Die alten, antiken Eichenfenster sollten auf keinen Fall weggeworfen werden, sondern könnten in einem anderen Bau mit einbezogen werden.
 
Außerdem soll alles getan werden, dass die Wiese vor dem Wasserhaus nicht als Hundeklo missbraucht wird und bezüglich der Beleuchtung und sanitärer Anlagen sollen weitere Beratungen stattfinden.

Pfarrer Frank Hofmann-Kasang betonte, dass alle Kürnacher eingeladen sind sich in dem Projekt einzubringen, „sie werden alle gebraucht“.

Die Kosten

Die Kosten belaufen sich in etwa auf 100 000 Euro. 50 Prozent werden, wenn alles genehmigt wird, von der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Leader+ übernommen.

Den Rest müssen das Gemeindezentrum und das Dekanat übernehmen. Deshalb hofft Hofmann-Kasang auch noch auf die eine oder andere Spende.

Ein Modell des Wasserhauses, wie es nach dem Umbau aussehen soll: mit „Taufstein“ und Durchblick auf die Zisterne unter dem Boden.
| Ein Modell des Wasserhauses, wie es nach dem Umbau aussehen soll: mit „Taufstein“ und Durchblick auf die Zisterne unter dem Boden.
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