Würzburg

Anerkennung für das Pflegepersonal im Hans-Sponsel-Haus

Mitarbeiter des Hans-Sponsel-Hauses nach der Übergabe eines Dankeschöns der Pflegedank-Stiftung.
Mitarbeiter des Hans-Sponsel-Hauses nach der Übergabe eines Dankeschöns der Pflegedank-Stiftung. Foto: Alexandra Beer

Anfangs waren es keine guten Nachrichten, die aus dem Hans-Sponsel-Haus gemeldet wurden. Es war eines der ersten Häuser in Unterfranken, das vom Coronavirus betroffen war. Im Neubau des zweigeteilten Hauses waren mehrere Menschen infiziert. 19 Bewohner sind mittlerweile gestorben, die meisten von ihnen litten unter Vorerkrankungen. Über die Hälfte der rund 100 Bewohner hatte sich infiziert. Eine wachsende Zahl hat die Erkrankung nun überstanden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Man hatte im Haus nach Absprache mit dem Gesundheitsamt frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die betroffenen Bewohner wurden auf einzelne Stockwerke des Neubaus konzentriert. Nicht-Infizierte und mögliche Kontaktpersonen kamen auf andere Stockwerke. Das scheint gegriffen zu haben, auch wenn Einrichtungsleiter Jürgen Görgner noch nicht von einer Entwarnung sprechen möchte. 

Der letzte coronabedingte Todesfall wurde am 17. April verzeichnet. Bei der jüngsten Testreihe sind 17 der zuvor mit dem Virus infizierten Bewohner negativ getestet worden. Aktuell sind noch 14 Bewohner infiziert, alle ohne akute Krankheitssymptome. Görgner geht davon aus, dass der betroffene Neubau "in zwei bis drei Wochen als Corona-frei gelten" könne.

Ehrenamtliche und Besuche der Familien fehlen

"30 Mitarbeiter der Einrichtung wurden bislang positiv getestet", so Görgner. Dienstpläne mussten umgestellt werden, teilweise half Personal aus anderen Einrichtungen aus. Außerdem fehlen die Ehrenamtlichen, die sonst im Haus vorbeikommen, genauso die Besuche der Familien.

Die Situation ist auch für die Mitarbeiter sehr belastend. Quarantänemaßnahmen und Krankheitsstände sorgen beim verbleibenden Personal für überdurchschnittliche Arbeitsbelastungen. Hilfreich sind Kollegen aus anderen AWO-Einrichtungen, die kurzfristig einspringen und freiwillig aushelfen, wenn es eng wird. 

Eine der Freiwilligen, die im Hans-Sponsel-Haus aushalfen, war Alexandra Beer. Sie ist Quartiersmanagerin in Schwebheim. Doch die ausgebildete Gerontologin und Altenpflegerin zögerte keine Sekunde, als sie von Ulrike Hahn, Bereichsleiterin Senioren und Rehabilitation der AWO Unterfranken, angesprochen wurde, um einzuspringen. Derzeit ist Beer wieder in ihrem alten Arbeitsfeld angekommen. Doch wenn sie nochmal gebraucht werden würde, um weiter bei der Pflege von Patienten mit Covid-19 zu helfen, könnte sie sich vorstellen, sogar ihren Urlaub zu verschieben.

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