Architektur zeitgemäß, mutig und gut

Würzburg Mut machen soll der Antonio-Petrini-Preis, den die Stadt alle zwei Jahre verleiht. Mut machen soll er den Bauherren, auf architektonische Qualität zu setzen, erklärte Stadtbaurat Christian Baumgart, bevor er die Gewinner 2004 bekannt gab.
Bei der Preisübergabe vergangenen Samstag       -  Bei der Preisübergabe vergangenen Samstag im Wappensaal des
Rathauses: die Preisträger, Organisatoren und Sponsoren des
Antonio-Petrini-Preises 2004, (v. l.) Erwin Götz, Peter Krones, Christian Baumgart, Marion
Schäfer, Thomas Höchemer, Gunther Weber, Klaus Bähr, Jochen Bähr,
Norbert Geisel, Eugen Sauer und Volker Staab.
Foto: FOTO STEFAN POMPETZKI | Bei der Preisübergabe vergangenen Samstag im Wappensaal des Rathauses: die Preisträger, Organisatoren und Sponsoren des Antonio-Petrini-Preises 2004, (v. l.) Erwin Götz, Peter Krones, Christian Baumgart, Marion ...
Dies sei umso wichtiger, als es gute zeitgemäße Architektur in Würzburg nicht immer leicht habe. Baumgart und Bürgermeisterin Marion Schäfer betonten am Samstag die hohe Qualität aller eingereichten 21 Bauprojekte, von denen vier einen Preis und zwei eine Anerkennung erhielten.

Petrini-Preis für "büroforum"

Einstimmig ist die Entscheidung des Preisgerichtes auf das erst im Juni dieses Jahres bezogene Gebäude von "büroforum" in der Edith-Stein-Straße 3 im Gewerbegebiet am Heuchelhof gefallen, einem Entwurf von Gründel, Kurz und Partner. Der zweite Preis ging an die Sparkasse Mainfranken für die Sanierung und die Neugestaltung der Fassade des Bankgebäudes in der Hofstraße. Die Neubauten der Sportanlage am Hubland und des IHK-Medienzentrums in der Mainaustraße 3 wurden jeweils mit einem dritten Preis geehrt. Außerdem sprach das Preisgericht einstimmig zwei Anerkennungen aus: für den Neubau eines Bürogebäudes im Spitztannenweg 18 der Architekten Ruhl+Albert und für die Modernisierung des Pfarrheims St. Burkard.

Architektur prägt Lebenswelt

"Das Spezielle dieses Wettbewerbs ist, dass er sich um eine bestimmte Region kümmert", sagte Volker Staab, der Vorsitzende des neunköpfigen Preisgerichts aus Vertretern des Stadtrates, der Sponsoren Main-Post und Süd Zement sowie Fachleuten. Die Jury hat die Objekte unabhängig von Größe und finanziellem Aufwand beurteilt und nur an den architektonischen Ansprüchen und dem Wunsch nach einer besseren Stadtgestaltung gemessen.

Dass der Wettbewerb das gesamte Baugeschehen in der Stadt der letzten zwei Jahre umfasst, hält auch Baumgart für wichtig: "Was wir heute bauen, prägt unsere Umgebung auf Jahrzehnte, im Kleinen, Mittleren und Großen." Und so sei es Anliegen des seit 1996 verliehenen Architekturpreises der Stadt, positive Beispiele herauszuheben.

"Jede Bauaufgabe sollte etwas Beispielgebendes haben", unterstrich Staab. Der Berliner Architekt ist der Region seit dem Bau des von ihm geplanten Schweinfurter Museums Georg Schäfer verbunden. "Herausragende Beispiele zu würdigen, ist ein Beitrag zu höherer Bauqualität", erklärte Gunther Weber, Marketing-Gebietsleiter von Süd Zement das Engagement als Sponsor.

Design und Funktionalität

"Der Antonio-Petrini-Preis bedeutet mir persönlich sehr viel", bekannte Jochen Bähr, Geschäftsführer von "büroforum", "weil mein Vater Klaus Bähr der Architekt ist." Im Bau ergänzten sich Funktionalität und Designanspruch, was schließlich auch Anliegen von "büroforum" als Büro- und Objekteinrichter sei. Bürgermeisterin Marion Schäfer freute sich besonders, dass sie Bähr als Bauherren den Preis überreichen durfte: Sie war Bährs Klassleiterin an der Schiller-Hauptschule, als er 1985 dort seinen Abschluss gemacht hat.

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