WÜRZBURG

Asylbewerber müssen Zeltplatz in Würzburg räumen

Zehn protestierende iranische Asylbewerber in Würzburg müssen nach dem Ende ihres Hungerstreiks ihren Zeltplatz vor dem Rathaus räumen. An diesem Donnerstag sollen die Flüchtlinge mit ihrem Infostand zu einem anderen Platz in der Innenstadt umziehen.
Asyl       -  Iranische Asylbewerber in Würzburg beim Hungerstreik am Vierröhrenbrunnen vor dem Rathaus.
Foto: Beyss | Iranische Asylbewerber in Würzburg beim Hungerstreik am Vierröhrenbrunnen vor dem Rathaus.
Auch dort könnten sie täglich 24 Stunden lang ihr Anliegen vorbringen, aber nicht mehr im Zelt übernachten, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Christian Weiß, am Mittwoch. „Wir würden gerne einen Umzug haben, damit der Platz am Vierröhrenbrunnen auch für andere Veranstaltungen wieder zur Verfügung steht.“

Die zehn Iraner hatten im März einen Hungerstreik begonnen, um ihre Asylanträge durchzusetzen. Nachdem ihnen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vergangene Woche eine neuerliche Prüfung zugesagt hatte, brachen sie den Hungerstreik ab - wollten aber weiter am Vierröhrenbrunnen demonstrieren. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Simone Tolle forderte den SPD-Oberbürgermeister Georg Rosenthal auf, den Iranern weiter vor dem Rathaus oder an einem zentralen Ort in der Innenstadt einen Platz für ihren Infostand zur Verfügung zu stellen.
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