Würzburg

Bahnverkehr nach Lauda läuft stabiler

Seit Mitte Dezember 2019 gibt es ein neues Fahrplankonzept für die Schienenstrecke von Lauda nach Würzburg, mit deutlich mehr Zugverbindungen im Regionalbahn-Verkehr zwischen Würzburg, Lauda und Osterburken sowie modernen, leistungsfähigen Triebzügen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei einigen Fahrten im morgendlichen Berufsverkehr von Lauda nach Würzburg kam es jedoch in den ersten Monaten immer wieder zu Verspätungen, teilweise waren die Wagenkapazitäten unzureichend. In manchen Fällen fielen ganze Fahrten aus.

Im Mai hatte der zuständige Betreiber Go-Ahead Baden-Württemberg bei einem Krisengespräch in Würzburg ein umfangreiches Maßnahmenpaket angekündigt, um den Bahnverkehr zu stabilisieren. So wurde der kritische Schüler- und Pendlerzug RE 19052, der Würzburg Hauptbahnhof planmäßig um 7.21 Uhr erreicht, auf baden-württembergischer Seite früher gelegt. Damit bestehen im Zulauf auf Würzburg mehr Fahrzeitreserven für diesen Zug.

Nun trafen sich Landrat Thomas Eberth und Würzburgs Bürgermeister Martin Heilig noch einmal mit den beteiligten Verkehrsunternehmen, um den Erfolg der Maßnahmen gemeinsam zu überprüfen. Mit dabei waren außerdem Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), die seitens der Bundesländer für die Strecke Würzburg-Lauda zuständig sind, sowie Vertreter des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg (KU), sowie die Bürgermeister Björn Jungbauer (Kirchheim), Gunther Ehrhardt (Geroldshausen) und Stefan Hemmerich (Markt Reichenberg).

Keine Beschwerden mehr

Bürgermeister Heilig betonte zunächst die Bedeutung der Schienenanbindung für die Region. "Um die Stadt Würzburg verkehrstechnisch zu entlasten, benötigen wir eine zuverlässige Schienenanbindung auch Richtung Lauda," so Heilig. Aus Sicht von Landrat Thomas Eberth hat sich die Situation aktuell etwas entspannt. "Sowohl bei mir als auch beim Kommunalunternehmen kommen aktuell keine Beschwerden der Fahrgäste an", so Eberth. Dies bestätigten auch die Bürgermeister. Sie betonten aber, dass aufgrund der geringeren Schülerzahlen und Homeoffice-Nutzungen aktuell die Fahrgastzahlen auch deutlich niedriger sind als noch zu Beginn des Jahres.

Florian Liese und Nils Frase von der BEG belegten anhand verschiedener Kennzahlen, dass sich die Pünktlichkeit der kritischen Fahrten im morgendlichen Berufsverkehr tatsächlich deutlich verbessert hat. Lag die Pünktlichkeit im Februar bei 75 Prozent stieg sie bis Juni auf 94 Prozent. "Es gab seit unserem letzten Gespräch keinen einzigen Zugausfall," so Frase. "Teilweise kommen die Züge sogar etwas früher am Würzburger Hauptbahnhof an. Wir hoffen, dass diese positive Entwicklung auch nach der Corona-Krise bei wieder steigenden Reisendenzahlen anhält."

Max Kaiser, kaufmännischer Betriebsleiter des Betreibers Go-Ahead Baden-Württemberg, zeigte sich verhalten optimistisch. "Ich bin froh, dass aktuell unsere verschiedenen Maßnahmen greifen.", so Kaiser. "Dennoch werden wir auch weiterhin ein Auge auf die kritischen Züge haben." Dies gelte insbesondere für den Herbst, wenn auch wieder mehr Schüler in den Zügen unterwegs sein werden.

Entschädigungszahlungen

Ein weiteres Thema waren auch Entschädigungszahlungen an Fahrgäste. Über die Homepage der NVBW www.bwegt.de/ihr-nahverkehr/entschaedigung/ haben Pendler die Möglichkeit, sich entschädigen zu lassen, wenn sie von den Fahrtausfällen und Verspätungen besonders beeinträchtigt waren.

Landrat und Bürgermeister waren sich zudem einig, dass weiter investiert werden muss. Der Bahnhaltepunkt Heidingsfeld West und Ost sowie die Sanierung des Bahnhofs Geroldshausen stehen auf der Wunschliste.

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