Lindleinsmühle

Baustart für die Freizeitanlage in der Lindleinsmühle

Mit den Arbeiten an der Grün- und Freizeitanlage, eines der großen Bauprojekte in der Lindleinsmühle, wurde aktuell begonnen. Die Anfänge liegen laut Pressemitteilung der Stadt Würzburg schon fünf Jahre zurück, mit der Aufnahme des Stadtteils in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" im Juni 2015. Zu Beginn wurde ein Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept erarbeitet. Es dient als Grundlage für alle weiteren Planungen.

Im Bereich Neumühle geht es laut Presseschreiben darum, die Freizeit- und Erholungsqualität zu stärken. Daher wurde in diesem Bereich die Entwicklung einer Grün- und Freizeitanlage als wichtige Maßnahme definiert. Die Standortwahl fiel auf die bestehende Grünanlage, die, abgesehen von einem Bolzplatz, weitgehend ungenutzt war. Die neue Anlage umfasst nicht nur attraktive Spiel- und Aufenthaltsbereiche, sondern auch eine Parcoursanlage. Diesen Wunsch brachten Jugendliche im Rahmen des Projektes "Stadtteil-Checker" des Stadtjugendrings sowie der Bürgerwerkstätten ein. Da die neue Anlage eine hohe Attraktivität für die Würzburger Parcours-Akteure besitzen soll, wurden sie aktiv beteiligt und eng in den Planungsprozess eingebunden.

Kosten von 770 000 Euro

Zunächst als Maßnahme im Rahmen der "Sozialen Stadt" angedacht, wurde die Grün- und Freizeitanlage Neumühle 2017 in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Zukunft Stadtgrün" aufgenommen. Der Stadtrat beschloss im Oktober 2018 den durch ein Planungsbüro vorgelegten Entwurf für die Gesamtanlage. Auf dieser Grundlage wurden der Förderantrag sowie der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung gestellt. Im Mai 2019 stimmte schließlich die Regierung von Unterfranken dem Maßnahmenbeginn zu. Danach konnten die erforderlichen Ausschreibungen – eine davon mit vorgeschaltetem öffentlichen Teilnahmewettbewerb – vorbereitet und die Vergaben durchgeführt werden. Die Kosten für die geförderte Gesamtmaßnahme betragen rund 770 000 Euro.

So soll eines der Klettergerüste auf der neuen Grün- und Freizeitanlage in der Lindleinsmühle aussehen.
So soll eines der Klettergerüste auf der neuen Grün- und Freizeitanlage in der Lindleinsmühle aussehen. Foto: Christian Weiß

Der bestehende Zugang im Westen der Grün- und Freizeitanlage wird aufgegriffen und barrierefrei ausgestaltet. Grundgerüst der Anlage ist ein asphaltierter geschwungener Rundweg. Er verbindet die unterschiedlichen Bereiche und fasst sie räumlich. Gleichzeitig stellt er aber auch eine klare Zonierung zwischen der Parcoursanlage, den generationsübergreifenden Fitnessangeboten und der allgemeinen Grünanlage mit multifunktionaler Nutzung her. Im Eingangsbereich sind Abstellplätze für Fahr- und Lastenräder vorgesehen. Außerdem steht dort künftig von Frühjahr bis Herbst eine barrierefreie mobile Toilettenkabine.

Impuls des Arbeitskreises Senioren

Der Parcoursbereich erhält einen fugenlosen Fallschutzbelag, auf dem verschiedene Stangen- und Wandelemente aus Beton und Stahl angeordnet sind. In einer separaten Fläche befinden sich drei Fitnessgeräte, die von Personen unterschiedlicher Altersgruppen genutzt werden können. Den Impuls für dieses generationsübergreifende Angebot gab laut Mitteilung der in der Lindleinsmühle aktive Arbeitskreis Senioren. In unmittelbarer Nähe und angebunden an die geplanten Wege sind Betonquader mit Sitzauflagen vorgesehen. Sie ermöglichen es den Zuschauern, das sportliche Treiben zu beobachten. Gleichzeitig können sich hier die Akteure selbst ausruhen.

Auch weitere Spiel- und Sportgeräte werden angeboten. Geplant sind eine Spielkombination für Kinder mit verschiedenen Aufstiegs- und Unterschlupfmöglichkeiten sowie eine Rutsche. Außerdem werden eine Doppelschaukel mit Kleinkindersitz sowie Befestigungsmöglichkeiten für Slacklines installiert. Der bereits bestehende Bolzplatz bleibt erhalten. Bänke und Einzelsitze entlang des um die Grünfläche führenden Weges und zwei drehbare Liegen im Rasen laden zum Ausruhen und Entspannen ein.

Zwei Bäume fällen, sechs pflanzen

Der vorhandene Gehölzgürtel dient als grüne Pufferzone zur angrenzenden Wohnbebauung und wird bis auf zwei Bäume erhalten. Diese werden durch insgesamt sechs Neupflanzungen ersetzt, die mit den Bestandsbäumen lockere Gruppen bilden.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Maßnahme voraussichtlich Mitte Oktober 2020 abgeschlossen werden kann. "Das Projekt ist ein gutes Beispiel für die konstruktive Zusammenarbeit der Fachbereiche Stadtplanung, Jugend und Familie, des Gartenamtes, des Quartiersmanagements, des Stadtjugendrings sowie engagierter Bürger", freuen sich Bürgermeister Martin Heilig und Baureferent Benjamin Schneider.

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