Margetshöchheim

Bekommt Margetshöchheim ein Impfzentrum?

"Unter Umständen könnte die Magaretenhalle als lokale Impfstation ausgewählt werden", teilt Waldemar Brohm, Bürgermeister von Margetshöchheim dem Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung mit. Das hinge allerdings von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, fügt Brohm hinzu. Möglich wäre, dass im gesamten Landkreis Würzburg bis zu zehn dezentrale Impfzentren eingerichtet werden. "Ich habe die grundsätzliche Zustimmung für die Gemeinde dafür erteilt", sagt Brohm.

Zwei der bisherigen Zentren für den Landkreis Würzburg seien bereits fix, erklärt Brohm. Auf der Talavera in Würzburg und dem Flugplatz in Giebelstadt werden derzeit Impfzentren installiert.

Nikolaus-Fey-Weg soll umbenannt werden

Jüngste Ereignisse aus Würzburg wirken sich auch in anderen Bereichen auf die Gemeinde aus. Die vergangenen Diskussionen über die Umbenennung der Nikolaus-Fey-Straße in Würzburg stellt nun auch Margetshöchheim vor die Frage einer Umbenennung. "Auch wir haben einen Nikolaus-Fey-Weg und ich denke, dass wir uns hier Gedanken machen müssen", sagt Brohm. Der Schriftsteller war laut zuständiger Untersuchungskommission ein engagiertes Mitglied und offizieller Parteiredner der NSDAP.

Das Gremium sprach sich ebenfalls für die Umbenennung aus und sammelt nun Namenvorschläge. Aus der Diskussion ging hervor, dass der Gemeinderat die Suche auf regionale Schriftsteller eingrenzen möchte und gerne auch weibliche Namensvorschläge zur Auswahl stellen will. Konkrete Namensvorschläge wollten die Gemeinderäte allerdings noch nicht preisgeben.

Kindertagesstätte: Aufwand und Kosten sind zu hoch

Bewegung gab es auch in Sachen Kindertagestätte: Der Gemeinderat hat sich für den Planungsbeginn der Erweiterung seiner Tagestätte am bestehenden Standort Zeilweg ausgesprochen. Die Entscheidung stand noch aus, da einige Mitglieder eine Überprüfung des möglichen Standorts Ludwigstraße forderten. Das Fazit der Begehung war jedoch eindeutig: Aufwand und Kosten für den vorschriftsgemäßen Umbau zur Unterbringung der Notgruppen sind zu hoch.

Zwar wäre der Standort durchaus geeignet gewesen, doch die erforderlichen Umbaumaßnahmen seien mit geschätzten Kosten von etwa 200 000 Euro nicht unbedenklich, gab Bürgermeister Brohm zu verstehen.

Nun hat der Gemeinderat die Verwaltung damit beauftragt, wie die Erweiterung der Tagestätte am bestehenden Standort umgesetzt wird. Hierfür werden nun zwei Konzepte erarbeitet: Variante A sieht einen gemischten Gebäudekomplex vor, in welchem sowohl Krippengruppen als auch Kindergartengruppen untergebracht werden können. Variante B sieht ein Gebäude vor, in welchem ausschließlich Krippengruppen untergerbacht werden. "Klar ist, dass es bei beiden Varianten ein eigenstehendes Gebäude wird", sagt Bürgermeister Waldemar Brohm.

Finanzierung der Kinderkrippe ungewiss

Dafür spricht vor allem eins: Die Flexibilität. Durch einen eigenständigen Bau habe man die Möglichkeit, sich an die Kinderlage anpassen zu können. Man könne bei Bedarf erweitern - oder auch umnutzen, verdeutlicht Brohm.  

Was die Kinderkrippe angeht liefe es klar auf eine Sanierung des bisherigen Gebäudes hinaus, meint Brohm. Daher habe man das Architekturbüro darauf gebeten, die Sanierungsplanung voranzutreiben, damit im Mai 2021 mit der Sanierung begonnen werden könne. Spannend bleibt weiterhin die Beteiligung der Kirche an der Sanierung der Kinderkrippe. Diese hat in der Vergangenheit bereits angedeutet, sich nicht mehr an der Sanierung beteiligen zu wollen. Dies ließe sich allerdings erst eindeutig klären, wenn konkrete Zahlen auf dem Tisch liegen, veranschaulicht Brohm.

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