Bergtheim

Bergtheimer Haushalt wird auf Kante genäht

Die Ausdehnung der Radwege in und um Bergtheim steht auf der Wunschliste der Gemeinderäte. Ein Radweg zwischen den Gemeindeteilen Bergtheim und Dipbach soll realisiert werden.
Foto: Irene Konrad | Die Ausdehnung der Radwege in und um Bergtheim steht auf der Wunschliste der Gemeinderäte. Ein Radweg zwischen den Gemeindeteilen Bergtheim und Dipbach soll realisiert werden.

"Wichtige Haushaltsberatungen" standen laut Bürgermeister Konrad Schlier auf der Tagesordnung der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr. Dazu legte Kämmerin Sandra Pfeuffer "ein umfangreiches Zahlenwerk und einen nachvollziehbaren Rahmen" vor.

200 Seiten umfasst der Haushaltsentwurf der Gemeinde mit ihren drei Ortsteilen Bergtheim, Dipbach und Opferbaum. Im Jahr 2021 wird der Haushalt ähnlich hoch sein wie im vorherigen, noch nicht abgerechneten Jahr. Wieder wird er laut Bürgermeister Schlier "Spitz auf Knopf stehen und auf Kante genäht sein". Die Gemeinde hat Schulden und genug Pflichtaufgaben zu erfüllen.

Deshalb bestehen für besondere Wünsche und freiwillige Leistungen kaum Spielraum. Nicht alle Wünsche der drei Ortsteilfeuerwehren können 2021 erfüllt werden. Vorgesehen sind jedoch neue Schläuche und ein Rücklaufverhinderer für die Bergtheimer Wehr, die Ersatzbeschaffung neuer Helme in Opferbaum und neuer Schutzkleidung in Dipbach. Zudem werden ein spezieller Führerschein und Schulungen berücksichtigt.

Digitalisierung der Schule

Die Bergtheimer rechnen mit einer Erhöhung der Schulverbandsumlage für die Grundschüler. Die Stunden der Schulsozialarbeiterin wurden aufgestockt, und für die Digitalisierung sind etliche Leihgeräte für die Schüler angeschafft worden. Im Dipbacher Kindergarten stehen eine neue Küchenzeile sowie ein abschließbarer Schrank für das Personal, Regale und ein Sonnensegel auf dem Plan.

Bei der Verkehrsüberwachung ist ein höheres Defizit angefallen. Der Teppich in der Kegelbahn der Willi-Sauer-Halle muss ausgetauscht werden. Das Leichenhaus in Bergtheim wird saniert und bestimmte Grünflächen in den Dörfern sollen ansprechender gestaltet werden. Auch die Ortseinfahrt auf der B 19 aus Würzburg müsse aufgewertet werden und mit einem neuen Schild auf die Partnergemeinde in Frankreich hinweisen.

Geschwindigkeit besser überwachen

Die Bergtheimer wollen zwei bis drei weitere Geschwindigkeitsmesser anschaffen, den Eingangsbereich der Grundschule in der Schulstraße sanieren und die beschlossenen Baumgräber auf dem Friedhof realisieren. An der Bahnbrücke in Opferbaum "muss wieder etwas gemacht werden", und "im Bauhof macht das Isolieren einer weiteren Halle und die Anschaffung von zwei neuen Toren Sinn".

Diskutiert hat das Ratsgremium über den Wunsch des Bauhofs nach einem zusätzlichen Dienstauto und einem Radlader. Für die Sanierung der Ortsstraßen gebe es noch keine ausreichenden Rücklagen, und der sinnvolle Ausbau der Feldwege samt Bankette müsse noch diskutiert werden. Der Austausch eines Tores am ehemaligen Feuerwehrhaus im Ort und die Sanierung der Mauer des Rotkreuzgartens wurden auf nächstes Jahr verschoben.

"Wir haben immer noch 5,9 Millionen Euro Schulden."
Konrad Schlier,
Bürgermeister

"Wir haben immer noch 5,9 Millionen Euro Schulden", verwies Bürgermeister Schlier immer wieder auf die knappe Kasse und großen Aufgaben wie den Anschluss an das Fernwasser oder den Bau eines neuen Abwasserkanals aus Opferbaum. Zudem soll die ehemalige Schule ein Opferbaum zu einem Kindergarten umgebaut werden. Angepackt wird auch die Überplanung des Marktplatzes in Bergtheim. Dazu ist ein Architekturwettbewerb geplant.

Edgar Bauer möchte, dass die Gemeinde Grundstücke ankauft, um genügend Tausch- und Ausgleichsflächen zu haben. Klaus Endres ist der Ausbau der Feldwege ein Anliegen, und der dritte Bürgermeister Christoph Schäuble wünscht weitere Fahrradwege. Carsten Volkrodt verwies auf Funklöcher in Dipbach und Opferbaum, und Peter Wagner drängte erneut auf eine Ampelanlage auf der B 19 in Opferbaum.

Die sechs Anträge der Ortsgruppe Bündnis 90/Die Grünen zum Haushalt 2021 wurden besprochen und befriedigt. Dabei ging es um einen Radweg zwischen Bergtheim und Dipbach, um einen Internetanschluss mit WLAN im Gemeindehaus Dipbach, ein ortsübergreifendes Klimaschutzkonzept und die schon erfolgte Qualifizierung eines Bauhofmitarbeiters zum Baumkontrolleur.

5000-Euro-Budget für den Umweltbeirat

Der neue Umweltbeirat kann für seine Maßnahmen, Aktionen und Vorträge auf Antrag ein Budget von 5000 Euro abrufen, und für die Weiterentwicklung des früheren Minigolf-Geländes in Bergtheim hat Bürgermeister Schlier schon Gelder im Haushalt vorgesehen und Förderanträge gestellt.

Kämmerin Pfeuffer wird die Entscheidungen des Ratsgremiums in den neuen Haushalt einarbeiten. In der nächsten Sitzung am 8. Februar will der Gemeinderat den Haushalt 2021 verabschieden.

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