Würzburg

Bezirksjugendring Unterfranken: Vergesst in der Pandemie nicht die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen

Jennifer Wolpensinger gratuliert Sebastian Dietz zu seinem neuen Amt als stellvertretender Vorsitzender des BezJR
Foto: BezJR Unterfranken | Jennifer Wolpensinger gratuliert Sebastian Dietz zu seinem neuen Amt als stellvertretender Vorsitzender des BezJR

Auf die außerschulische, ganzheitliche Bildung junger Menschen setzt die Vorsitzende des Bezirksjugendring, Jennifer Wolpensinger, aufgrund der aktuellen Coronasituation den Fokus . Dies teilt der Bezirksjugendring (BezJR) in seiner Pressemitteilung über die Herbst-Bollversammlung mit. Die Versammlung fand laut Pressemitteilung coronabedingt als hybride Veranstaltung im Tagungsraum der Jugendbildungsstätte Unterfranken in Würzburg statt. Das heißt, ein Teil war vor Ort, ein Teil beteiligte sich übers Internet.

Die Vorsitzende Wolpensinger fordert demnach die Politik auf, die Jugendarbeit mit höchster Priorität einzustufen und dies bei den geplanten Vorgaben zu berücksichtigen. „Es muss klar sein, dass die Bedarfe von Kindern- und Jugendlichen im aktuellen Corona-Diskurs, nicht mehr wie zu Beginn der Pandemie vergessen werden dürfen“, so Wolpensinger.

Sebastian Dietz zum zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Die Delegierten der Vollversammlung wählten Sebastian Dietz vom Bund der Deutschen Katholischen  Jugend (BDKJ) einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden, nachdem sein Vorgänger, Thomas Grimmer (Jugendfeuerwehr), von seinem Amt zurückgetreten war. Zudem verstärken André Fischer vom Stadtjugendring Würzburg, sowie Tobias Wüst vom Stadtjugendring Aschaffenburg, das Vorstandsteam als neue Beisitzer.

Schwerpunktthema 2022 „Inklusion“

Das Gremium legt den inhaltlichen Fokus des nächsten Jahres auf die Themen „Inklusion“ und „Diversität." Damit werden zwei, im gesellschaftspolitischen Diskurs aktuelle Themen auf die Agenda der Jugendarbeit gesetzt.

Die Delegierten sprechen sich für die Förderung einer inklusiven und diversitätssensiblen Jugendarbeit aus, um allen unterfränkischen Kindern- und Jugendlichen, die barrierearme Teilhabe an Angeboten der Jugendarbeit zu ermöglichen. Die Umsetzung inklusiver, barrierefreier und digitaler Bildungsmaßnahmen wird zukünftig finanziell bezuschusst. Der Bezirksjugendring stellt der unterfränkischen Jugendarbeit zudem die innovative E-Learning Plattform, „JAm-Jugendarbeit medial inklusiv“, gefördert durch die Aktion Mensch, zur Verfügung.

Austausch über Aspekte von "Vielfalt"

In Online-Arbeitsgruppen wurden die verschiedenen Facetten des Diversitätsbegriffes beleuchtet. Was bedeutet Lookismus oder Klassismus und wie setzt man dieses vielschichtige Thema in der Jugendarbeit vor Ort, richtig und bewusst um? Als Leitlinie, wurde der Antrag „Jugendarbeit diversitätssensibel gestalten“, beschlossen. Dieser spricht sich für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft aus, in der sich junge Menschen, ungeachtet ihrer Lebensweise oder Lebensform, frei entwickeln und selbst verwirklichen können.

Beschluss zur Einführung eines „Bayernweiten Jugendtickets bis 2023“ zugestimmt

Der Freistaat wird durch die Delegierten der BezJR Vollversammlung in die Pflicht genommen, bis spätestens zur Landtagswahl 2023, ein Jugendticket für den ÖPNV in ganz Bayern einzuführen. Langfristig wird ein kostenloses Jugendticket angestrebt, kurzfristig die flächendeckende Einführung eines 365-Tickets das heißt ein Fahrschein für Jugendliche für nur einen Euro pro Tag.

Unterfränkische Landespolitikerinnen und Politiker unter den Gästen

Die anwesenden Politikerinnen und Politiker aus Bund, Land und Bezirk dankten in ihren Grußworten den Akteurinnen und Akteuren der unterfränkischen Jugendarbeit für ihre jugendpolitische Lobbyarbeit und sicherten ihre weitere Unterstützung zur Umsetzung, der von der Vollversammlung festgelegten Inhalte, zu.

Als höchstes beschlussfassendes Gremium der Jugendarbeit in Unterfranken, tagten die Delegierten der Vollversammlung aufgrund der hohen Inzidenzen zweite Mal in diesem Jahr heuer online. Sie bestimmten – wie auch sonst üblich – die Schwerpunkte, zukünftigen Ziele und Aufgaben des Bezirksjugendrings, der laut eigenen Angaben mit seinen Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Unterfranken erreicht.

Der Vorstand des Bezirksjugendrings (v.l.): Mirjam Schneider (BDK-Jugend), Anna-Katrin Guck (DGB-Jugend), Sebastian Dietz (BDKJ), Jennifer Wolpensinger (Vorsitzende), Tina Muck (Geschäftsführerin) tagt online im hybriden Tagungsraum der Jugendbildungsstätte Unterfranken
Foto: BezJR Unterfranken | Der Vorstand des Bezirksjugendrings (v.l.): Mirjam Schneider (BDK-Jugend), Anna-Katrin Guck (DGB-Jugend), Sebastian Dietz (BDKJ), Jennifer Wolpensinger (Vorsitzende), Tina Muck (Geschäftsführerin) tagt online im ...
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