Würzburg

Caritas-Stiftung unterstützt Wärmehalle mit 10 000 Euro

Domkapitular Clemens Bieber (rechts) übergibt eine Spende der Caritasstiftung über 10 000 Euro an das Team der Würzburger Wärmehalle (von links): Projektleiterin Johanna Anken, Michael Lindner-Jung (Leiter der Bahnhofsmission), Simone Bernhard-Schwarz (Mitarbeiterin des BRK in der Wärmehalle) und Barbara Scheidl (ehrenamtliche Mitarbeiterin).
Foto: Kilian Martin | Caritas | Domkapitular Clemens Bieber (rechts) übergibt eine Spende der Caritasstiftung über 10 000 Euro an das Team der Würzburger Wärmehalle (von links): Projektleiterin Johanna Anken, Michael Lindner-Jung (Leiter der ...

Die Würzburger Caritasstiftung unterstützt die Wärmehalle am Würzburger Hauptbahnhof mit einer Spende über 10 000 Euro. Der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbands als Vertreter des Stiftungsvorstands, Domkapitular Clemens Bieber, übergab einen symbolischen Spendenscheck an die Verantwortlichen des Projekts. In Räumen der Posthalle ist seit Anfang Januar ein Aufenthaltsort für Menschen eingerichtet, die angesichts umfassender Schließungen sonst keine Anlaufstelle haben. Die Wärmehalle wird getragen von der ökumenischen Christophorus Gesellschaft und der Stadt Würzburg, heißt es in einer Pressemitteilung der Caritas.

„Ohne die Unterstützung der Caritasstiftung hätten wir dieses Projekt so nicht auf die Beine stellen können“, erklärte Michael Lindner-Jung, Leiter der Würzburger Bahnhofsmission, die Bedeutung der Spende. Die Idee, in den Räumen der Posthalle für den Winter ein Angebot für Hilfesuchende einzurichten, sei bereits im vergangenen Sommer im Arbeitskreis "Menschen ohne Wohnung" aufgekommen und wurde ab Herbst von der Bahnhofsmission weiterverfolgt, so Lindner-Jung.

Die Caritasstiftung unterstütze gerne dieses Projekt, das christliche Nächstenliebe vorbildhaft sicht- und spürbar werden lasse, so Domkapitular Bieber. Mit der Spende überbringe er daher auch Worte des Dankes der Verantwortlichen in der Stiftung. Ihrerseits mit Dankbarkeit nahm Projektleiterin Johanna Anken, die seit 2016 für die Bahnhofsmission tätig ist, die Grüße entgegen. Anlässlich der Spendenübergabe führte sie Bieber bei einem Rundgang durch die Wärmehalle.

Eine zentrale Rolle im Angebot spiele die täglich angebotene warme Mahlzeit – eine heiße Suppe –, die als Spende aus der Kantine des Bahnhofs gebracht wird, erklärte Anken. „Die Wärme der Suppe gibt unglaublich viel für die Menschen.“ Vielen fehle schlichtweg ein warmer Ort, an dem sie sich aufhalten können. Andere Anlaufstellen wie die Bahnhofsmission oder die Wärmestube in der Innenstadt mussten in den zurückliegenden Monaten ihre Kapazitäten deutlich einschränken und können somit nur noch einen kleinen Teil der früheren Besucherzahl betreuen.

Servietten und Blumen

Etwa 35 bis 50 Personen würde die Wärmehalle an ihren Öffnungstagen eine Anlaufstelle bieten, erklärte Anken. Viele der Gäste seien dabei täglich vor Ort. In den eigentlich schmucklosen Hallen finden sie eine minimalistische, aber warmherzige Einrichtung: Hinter dem großen Tresen zur Lebensmittelausgabe stehen Einzeltische bereit, jeder gedeckt mit Servietten und frischen Schnittblumen. Neben der finanziellen Sicherheit, die zum Beispiel die Spende der Caritasstiftung gegeben habe, sei es vor allem das persönliche Engagement vieler Ehrenamtlicher beeindruckend. Besonders unter jungen Menschen habe es eine große Bereitschaft gegeben, sich in der Wärmehalle nützlich zu machen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wie wichtig ein bürgerschaftliches Miteinander für das Gelingen des Projekts Wärmehalle sei, verdeutlichten zwei weitere Mitarbeiterinnen, die zur Spendenübergabe ebenfalls gekommen waren. So steht Barbara Scheidl für viele Ehrenamtliche, die mit großem persönlichen Einsatz – in ihrem Fall seit 24 Jahren in der Wärmstube der Christophorus-Gesellschaft – mitanpacken. Und als Vertreterin des Bayerischen Roten Kreuzes tut Simone Bernhard-Schwarz nahezu täglich Dienst vor Ort und ist für viele Besucher wie für das Team der Wärmehalle eine wichtige Bezugsperson. 

Leuchtturmfunktion

Ein abschließendes Dankeswort sprach Domkapitular Bieber Anken und ihren Mitstreiterinnen zum  Ende des Rundgangs für ihre Vorbildfunktion aus. Die Wärmehalle helfe nicht nur direkt den Menschen, sondern erfülle darüber hinaus eine Art Leuchtturmfunktion.

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