Unterfranken

Corona: Die Lage in Unterfranken am Montag

4934 (+6) Corona-Fälle und 192 Todesopfer (Stand Montag) wurden seit Beginn der Krise für Unterfranken bestätigt. Wie sich die Zahlen in den vergangenen Tagen entwickelt haben und was Sie wissen müssen.
Auch im Herbst gelten weiterhin die Corona-Regeln der Stadt Würzburg.
Auch im Herbst gelten weiterhin die Corona-Regeln der Stadt Würzburg. Foto: Fabian Gebert

Die Inzidenzzahlen in Würzburg liegen laut aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit wieder bei einem relativ niedrigen Wert von 25,02. Der Landkreis steht bei 13,59. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht: Allein übers Wochenende haben sich in Stadt und Landkreis laut Gesundheitsamt 29 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. 

Erneut müssen Schüler des Würzburger Röntgen-Gymnasiums an diesem Montag und am Dienstag zuhause bleiben. Nach einem Test wurde bei einem Lehrer das Coronavirus nachgewiesen. Wie es in einer Elterninformation des Gymnasiums heißt, habe sich die Lehrkraft nachweislich außerhalb der Schule angesteckt. Wer davon betroffen ist und wie es für die Schule jetzt weitergeht:

Unter welchen Corona-Auflagen die Ufra in Schweinfurt stattfindet

Vom 26. September bis 4. Oktober ist auf dem Volksfestplatz in Schweinfurt wieder die Unterfrankenmesse. Laut Katherina Köhler, Geschäftsführerin des Veranstalters Sandner GmbH, bei weitem keine "Ufra light, sondern eine Messe, wie man sie gewohnt ist." Wie ist Hygienekonzept aussieht und wie viele Besucher kommen dürfen:

Sechs neue Corona-Fälle im Haßbergkreis

Zuletzt hatte im Haßbergkreis eine private Feier in Oberschwappach für Aufsehen gesorgt. Zwar wurden die Teilnehmer der Feier nun allesamt negativ getestet. Nichtsdestotrotz hat das Gesundheitsamt nun sechs Neuinfektionen gemeldet. Weil zwei Kindergartenkinder aus dem Landkreis positiv auf Corona getestet wurden, bleiben die Kindergärten in Ermershausen und Stettfeld vorübergehend geschlossen. Wie sich die Situation in den Haßbergen derzeit darstellt:

Zahlen in Unterfranken: Die höchste Inzidenz jetzt in Rhön-Grabfeld

Der kritische Inzidenzwert (Zahl der Fälle pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) liegt bundesweit bei 50. Ist er erreicht, müssen die Behörden vor Ort Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen. Vorgeschaltet gilt in Bayern eine Inzidenz von 35 als Warnwert: Bei Überschreitung sollen das Infektionsgeschehen vor Ort analysiert und Schutzvorkehrungen eingeleitet werden. So sehen die Inzidenzwerte laut LGL in Mainfranken aktuell (Stand Montag) aus:

  • Würzburg Stadt: 25,02
  • Würzburg Landkreis: 13,59
  • Schweinfurt Stadt: 18,51
  • Schweinfurt Landkreis: 16,51
  • Aschaffenburg Stadt: 14,18
  • Aschaffenburg Landkreis: 7,46
  • Lkr. Main-Spessart: 9,5
  • Lkr. Kitzingen: 7,7
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 38,9
  • Lkr. Miltenberg: 16,31
  • Lkr. Bad Kissingen: 3,88
  • Lkr. Haßberge: 27,19
  • Main-Tauber-Kreis: 6,0 (RKI-Wert)

Zu beachten ist: Bei den oben genannten Inzidenzwerten (Ausnahme Main-Tauber) richten wir uns aus Gründen der Aktualität nach den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Diese Zahlen unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten von den Zahlen der Gesundheitsämter und des Robert-Koch-Instituts (RKI). Noch ein Hinweis: An den Wochenenden werden Neuinfektionszahlen meist mit Verzögerung gemeldet.

Die aktuelle Deutschland-Übersicht des Robert-Koch-Instituts (Meldedaten zeitlich verzögert)

Die meisten Infizierten gibt es in Würzburg

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Unterfranken laut Zahlen des LGL vom Montag 4934 Menschen (+6) mit dem Virus infiziert. Die meisten Infizierten in der Region wurden seither aus der Stadt Würzburg (789) gemeldet, gefolgt vom Landkreis Aschaffenburg (696). 191 Menschen sind laut LGL in Unterfranken bislang im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Alle Zahlen im Überblick:

  • Würzburg Stadt: 789 (+2) Infizierte / 52 sind an oder mit dem Virus gestorben
  • Würzburg Landkreis: 645 (+1) / 7
  • Schweinfurt Stadt: 233 (+1) / 17
  • Schweinfurt Landkreis: 653 (+1) / 25
  • Aschaffenburg Stadt: 180 (+0) / 1
  • Aschaffenburg Landkreis: 696 (+0) / 42
  • Lkr. Main-Spessart: 232 (+1) / 6
  • Lkr. Kitzingen: 287 (+0) / 4
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 274 (+0) / 8
  • Lkr. Miltenberg: 434 (+0) / 6
  • Lkr. Bad Kissingen: 288 (+0) / 18
  • Lkr. Haßberge: 223 (+2) / 6
  • Main-Tauber-Kreis: 547 (+2) / 11 

Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

Rhön-Grabfeld nicht mehr Corona-Hotspot - Beschränkungen bleiben aber vorerst

Am Samstag gehörte der Landkreis Rhön-Grabfeld mit einem Schlag zu den vier Hotspots in Deutschland, nachdem dort der kritische Inzidenz-Wert von 50 um vier Punkte überschritten worden war. Das Landratsamt erließ schon am Nachmittag strengere Beschränkungen. Die bleiben für eine Woche bestehen, auch wenn der Inzidenzwert schon am Sonntagmorgen laut Robert-Koch-Institut für Rhön-Grabfeld wieder unter den kritischen Schwellenwert von 50 auf knapp 39 gesunken war:

Kissinger Wirt bricht praktisch alle Corona-Regeln

Richtig Ärger eingehandelt hat sich ein Wirt in Bad Kissingen. Laut Polizei verstieß er gegen nahezu jede Auflage. Bei einer Kontrolle am Freitagabend wurde festgestellt, dass in der Wirtschaft kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde und dass im Thekenbereich Getränke ausgeschenkt wurden. Des Weiteren habe der Wirt seine Gaststätte ähnlich einer Diskothek mit lauter Musik und tanzenden Gästen betrieben. Den Wirt erwartet eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz "mit einer nicht unerheblichen Geldbuße", wie die Polizeiinspektion Bad Kissingen mitteilt:

Lebt es sich in den Haßbergen wirklich sicherer als in Würzburg?

Bis vor kurzem hieß es noch, dass in den Haßbergen keine Corona-Hotspots auszumachen seien. Und tatsächlich lagen die Inzidenz-Werte bislang deutlich unter denen der meisten anderen Landkreise. Nun muss das Gesundheitsamt aufgrund einer Fete im Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach wohl hunderte potentielle Infektionsketten nachverfolgen. Das Gesundheitsamt Haßberge sprach am Donnerstag von einer "größeren privaten Feier", bei der einzelne Gäste im Nachhinein positiv getestet worden seien. Wie sich die Situation in der Region derzeit darstellt:

Was sagt der Inzidenzwert tatsächlich aus? Kann man Städte und Landkreise überhaupt vergleichen, wenn unterschiedlich intensiv getestet wird? Nein, findet Autor Andreas Jungbauer in einem kritischen Kommentar, und appelliert an Vernunft und Augenmaß: 

In Bayern zählte das RKI bis Montag 67 356 (+44) Infizierte, darunter befinden sich rund 59 200 Genesene und 2659 (+0) Todesfälle. Für Deutschland wurden 284 140 (+1192) Corona-Fälle und 9457 (+0) Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen an das RKI gemeldet. Mittlerweile gelten bundesweit rund 250 800 Menschen als genesen.

Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch! – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/8003-5100): Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr
  • Schweinfurt (09721/55-745): Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr
  • Main-Spessart (09353/793-1490): Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Miltenberg (09371/501-700): Montag bis Donnerstag von 6 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Die Bürgertelefone für die Landkreise Kitzingen, Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld wurden wegen mangelnder Nachfrage eingestellt.

Das müssen Sie zu Corona wissen:

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