Ochsenfurt

Corona: Die Ochsenfurter Tafel darf wieder öffnen

Rechtzeitig zu Pfingsten öffnet die Tafel - auch wenn dies die Mitarbeiter vor Herausforderungen stellt. Dafür gibt es Ausnahmen, die sonst nur an Weihnachten erlaubt sind.
Die Ochsenfurter Tafel im Alten Krankenhaus kann wieder öffnen.
Foto: Thomas Fritz | Die Ochsenfurter Tafel im Alten Krankenhaus kann wieder öffnen.

Endlich wird die Ochsenfurter Tafel eröffnet, und zwar genau rechtzeitig zu Pfingsten. Nicht nur die Mitarbeiter, sondern vor allem die Kunden freuen sich darauf.  Denn die Einrichtung war aufgrund der Coronapandemie seit dem 14. März geschlossen.

Der Lions-Club sowie die Stadt hatten großzügig für die Kunden der Tafel gespendet. So konnte die Vorsitzende, Traudl Baier, Gutscheine an die Kunden verschicken, damit diese weiter einkaufen konnten. 

Große Herausforderung für die Mitarbeiter

Die Wiedereröffnung ist für die Mitarbeiter eine große Herausforderung. Zum einen wissen sie noch nicht genau, welche Waren von den Geschäften geliefert werden, zum anderen müssen die Hygienevorschriften und die Abstandsregelungen eingehalten werden.

Dies ist in den engen Räumlichkeiten im Alten Krankenhaus sehr schwierig. Traudl Baier erklärt, dass jeweils nur zwei Kunden in die Räume dürfen. Die anderen Kunden müssen draußen im Hof warten. Erleichtert wird die Einhaltung der Hygienevorschriften durch eine Firmenspende von 1000 Masken. Auch für genügend Desinfektionsmittel wurde gesorgt.

Sie freuen sich schon darauf, dass die Tafel wiedereröffnen kann, auch wenn es schwierig werden wird, alle Vorschriften einzuhalten: Traudl Baier, Vorsitzende der Ochsenfurter Tafel, und Helmut Schroll, Mitglied des Vorstandes.
Foto: Uschi Merten | Sie freuen sich schon darauf, dass die Tafel wiedereröffnen kann, auch wenn es schwierig werden wird, alle Vorschriften einzuhalten: Traudl Baier, Vorsitzende der Ochsenfurter Tafel, und Helmut Schroll, Mitglied des ...

Die Anzahl der Kunden hat sich nicht vergrößert, da Ochsenfurt einen festen Kundenstamm hat, und sich die Kurzarbeit wohl nicht darauf auswirke. Normalerweise dürfen die Tafeln keine Lebensmittel dazu kaufen. Da es im Moment eine besondere Situation ist, wird eine Ausnahme gemacht. Dies ist durch eine Spende der VR-Bank über 1000 Euro möglich. Die Mitarbeiter können daher ausnahmsweise Käse, Wurst und Butter einkaufen - dies ist sonst nur an Weihnachten erlaubt.

Viele Spenden und motivierte Mitarbeiter

Traudl Baier und ihr Tafelteam sind begeistert über die großzügigen, aber auch die kleineren Spenden, die von vielen Menschen gemacht werden. Glücklicherweise verfügt die Ochsenfurter Tafel über rund 80 motivierte Mitarbeiter, so Baier, die immer bereit sind einzuspringen, wenn Not am Mann ist.

Im Vergleich zu anderen Tafeln in anderen Städten sind die Ochsenfurter sehr zufrieden so Baier. Besonders geholfen haben die zwei großen Spenden, die in Form von Gutscheinen verteilt wurden. Damit kamen viele Tafelkunden über die Runden. Jetzt freuen sich jedoch alle, dass die Einrichtung am Pfingstsamstag wiedereröffnet werden kann.

"Eigentlich sind wir trotz der Schließung zufrieden, wieviel Unterstützung wir leisten konnten", erklärt Traudl Baier. Und hat auch einen Wunsch für die Zukunft, wie sie hinzufügt: "Es wäre schön, wenn wir den Menschen weiterhin helfen könnten. Doch unser größter Wunsch ist die Vergrößerung der Tafelräume."

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