Rimpar

Corona-Krise stellt Gemeindeverwaltung vor Herausforderungen

Zutritt ins Rathaus gibt es nur, wenn man klingelt.
Zutritt ins Rathaus gibt es nur, wenn man klingelt. Foto: Christian Ammon

Für die Verwaltung der Gemeinde bedeutet die Corona-Epidemie eine Zeit der Herausforderungen. Dies wurde beim Bericht des neuen Rimparer Bürgermeisters Bernhard Weidner, der inmitten der Krise sein Amt antreten musste, deutlich. "Die Sicherung der Funktionsfähigkeit der Verwaltung und der bestmögliche Gesundheitsschutz sind unsere obersten Ziele", sagte er. Oft kurzfristige Vorgaben des Freistaats hätten das Handeln jedoch erschwert. Derweil hofft die Gemeinde darauf, dass sich die Ankündigungen der Landes- und Bundespolitik.

Sollte dem so sein, könnte die klamme Marktgemeinde mit einem blauen Auge davonkommen. "Wir haben bisher jedoch keinerlei Informationen, womit wir hier rechnen könnten", beschrieb der Bürgermeister die derzeit unklare Situation. Gleichzeitig zeichnen sich immer mehr Lockerungen ab.

In den Kindergärten ist die Notbetreuung inzwischen beendet. Es gelten jedoch weiterhin Corona-Regeln. Nicht allen Eltern seien diese einsichtig, berichtete der Bürgermeister. Es gebe sogar "Mundschutz-Verweigerer", die des Geländes verweisen würden. "Es geht hier um Fremdgefährdung, für das mir jedes Verständnis fehlt."

Längere Betreuungszeiten wären sinnvoll

Auch hat sich gezeigt, dass längere Öffnungszeiten bei den Betreuungseinrichtungen sinnvoll wären. Auch um flexibler reagieren zu können: Eine frühere Öffnung des Schülerhorts hat sich jedoch zerschlagen. Es fehlt am nötigen Personal, das weder im Hort noch in der Mittagsbetreuung zur Verfügung steht. Immerhin müssen die Eltern nicht für die Gebühren der entfallenen Monate aufkommen.

Für die Verwaltung bedeutet dies, dass sie eigens hierfür die Anmeldelisten durchgehen müssen. Anders als in der Industrie, wo Kurzarbeit angesagt ist, herrscht in der Verwaltung Hochbetrieb und die Mitarbeiter leisten mehr Überstunden als normal.

Auch die Unterstützung der Vereine ist mit Aufwand verbunden. Die Sporthallen öffnen wieder. Die einzelnen Vereine haben so weit in der jeweiligen Sportart möglich Hygienekonzepte vorgelegt. Oft folgen sie dabei denen ihrer Dachverbände oder haben wie die Radballer ein eigenes ausgearbeitet.

Im Rathaus gelten weiter die Einschränkungen

Die Marktgemeinde hat entsprechende Vereinbarungen mit den Vereinen getroffen, die bis mindestens zur Sommerpause gelten sollen. Auch sind Absprachen zwischen den Vereinen nötig. So darf in der Dreifachsporthalle immer nur ein Verein trainieren.

Für das Rathaus gelten dagegen bis auf weiteres die Einschränkungen. Der Zugang ist weiterhin nur nach Voranmeldung per Klingeln möglich. Der Publikumsverkehr beschränkt sich auf den Rittersaal. Dafür sind die Zeiten, in denen die Mitarbeiter telefonisch erreichbar sind, ausgeweitet. Die Mitarbeiter sind größtenteils weiterhin in ihren Büros. Heimarbeit hat sich als schwer umsetzbar erwiesen. Auch beim Bauhof bleibt es vorerst beim Zweischichtbetrieb. Für den Bürgerbus bleibt es dabei, dass er nicht fährt.

Die Marktgemeinde hat sich auf eine mögliche zweite Corona-Welle vorbereitet. Sie hat eigene Lagerbestände an Hygieneartikeln aufgebaut. Die direkten Kosten etwa für Masken, Vlies oder Desinfektionsmittel liegen unter 20 000 Euro. Auch arbeiten die Rathaus-Mitarbeiter daran, die ohnehin geplante Digitalisierung voranzutreiben.

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