UNTERFRANKEN

Verstöße in ganz Unterfranken: Viele Corona-Partys am Wochenende

Die Mellrichstädter Polizei musste wegen Verstößen gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen alleine in den vergangenen Tagen einige Anzeigen erstatten (Symbolfoto).
Foto: Nicolas Armer/dpa | Die Mellrichstädter Polizei musste wegen Verstößen gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen alleine in den vergangenen Tagen einige Anzeigen erstatten (Symbolfoto).

Im Laufe des vergangenen Wochenendes registrierte die unterfränkische Polizei im Rahmen der Streife und auch nach Hinweisen aus der Bevölkerung eine größere Anzahl an Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen. Bei allem Verständnis für das nachvollziehbare Bedürfnis, sich zu treffen, bittet die Polizei zur Gesunderhaltung aller um Beachtung der Vorgaben. Die festgestellten Verstöße haben jetzt laut Polizeibericht Anzeigen zur Folge.

Polizei in Unterfranken zieht Bilanz

Im Laufe des vergangenen Wochenendes gab es für die unterfränkische Polizei insgesamt 26 Einsätze aufgrund von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen.

Im Rahmen der Streife oder aufgrund von Mitteilungen wurden insgesamt 168 Personen kontrolliert. Gegen diese wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, die jetzt den örtlich zuständigen Landratsämtern zur Entscheidung über ein Bußgeld vorgelegt werden. In der Mehrzahl der Fälle handelte es sich um private Treffen im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel in:

  • Sulzbach am Main (Lkr. Miltenberg). Nach einer Mitteilung über eine Feier am Grillplatz in der Theodor-Heuss-Straße mit 20 Beteiligten konnten vor Ort noch drei Personen angetroffen werden. Für diese hat das Treffen eine Anzeige zur Folge.
  • Großheubach (Lkr. Miltenberg). An einem Lagerfeuer in der Friedhofstraße hielten sich laut Polizei insgesamt sieben Heranwachsende auf. Diese trugen allesamt keine Maske und waren alkoholisiert. Für diese hat das Treffen eine entsprechende Anzeige zur Folge.
  • Höchberg (Lkr. Würzburg). Am Sonntag gegen 14.30 Uhr ging bei der Polizei die Mitteilung eines Zeugen ein, nachdem auf dem Sportplatz am Herrnweg ein Fußballspiel mit 14 Teilnehmern und auch Zuschauern stattfinden soll. Mehrere Streifen überprüften den Sachverhalt vor Ort. Letztlich wurden insgesamt 14 Personen angetroffen, davon wurden gegen 8 im Alter von 14 bis 45 Jahren Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Einsätze auch wegen Ruhestörungen

Es waren aber auch Einsätze dabei, bei denen die Polizei wegen Ruhestörungen von Zeugen verständigt worden war und im Zuge dessen vor Ort mehrere Haushalte angetroffen wurden:

  • Schweinfurt. Im Studentenwohnheim am „Schelmsrasen“ wurde in der Waschküche eine Feier mit 15 Beteiligten veranstaltet. Diese wurde aufgelöst, die Teilnehmer erwartet allesamt eine Anzeige.
  • Würzburg. In einer Wohngemeinschaft in der Haugerpfarrgasse konnten bei einer Feier elf Personen aus verschiedenen Haushalten festgestellt werden. Diese erhielten neben einer Anzeige allesamt einen Platzverweis. Zudem konnten nach Polizeiinformationen geringe Mengen Haschisch sowie auch Ecstasy aufgefunden und sichergestellt werden. Entsprechende Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz wurden aufgenommen. Die Betroffenen zeigten sich äußerst uneinsichtig bezüglich der polizeilichen Maßnahmen und kamen einem Platzverweis erst nach Hinzuziehen weiterer Streifen nach.

Dringende Bitte der unterfränkischen Polizei

Die Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes anlässlich der Corona-Pandemie ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Polizei bittet die Bürger darum, sich an die geltenden Kontaktbeschränkungen zu halten und auch mit ihren Kindern über die aktuellen Bestimmungen und deren Hintergründe zu sprechen. Im Rahmen der Streife oder beim Vorliegen von Hinweisen muss die Polizei derartige Treffen im öffentlichen Raum unterbinden und Verstöße auch konsequent zur Anzeige bringen.

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In Wohnungen führt die unterfränkische Polizei eigeninitiativ keine Kontrollen im Hinblick auf die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung durch. Anlassbezogen, zum Beispiel wegen einer Mitteilung über Verstöße oder bei Einsätzen aufgrund einer gemeldeten Ruhestörung, schreitet die Polizei im Rahmen ihrer Befugnisse ein.

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