Würzburg

Corona: So ist die Lage in Unterfranken am Sonntag

Bayerns Krankenhaus-Ampel steht weiter auf Grün. Die Sieben-Tage-Inzidenzen in Unterfranken gehen in den meisten Fällen nach oben. Alles, was Sie aktuell wissen müssen.
Seit dieser Woche sind Corona-Schnelltests kostenpflichtig. Im Bild ist die Teststation am Friedrich-Bergius-Ring in Würzburg.
Foto: Silvia Gralla | Seit dieser Woche sind Corona-Schnelltests kostenpflichtig. Im Bild ist die Teststation am Friedrich-Bergius-Ring in Würzburg.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8682 Corona-Neuinfektionen (Stand Sonntag). Vor einer Woche hatte der Wert bei etwa 11600 Ansteckungen gelegen.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz gibt es wenig Veränderung. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche für Deutschland leicht steigend  mit 72,7 an (Vortag: 70,8). In Bayern allerdings liegt der Wert bei 109,0.

In Unterfranken steigen die Ansteckungen in den meisten Städten und Landkreisen. Die Stadt Schweinfurt hat am Sonntag den höchsten Wert in Unterfranken (108,8), gefolgt vom Landkreis Rhön-Grabfeld (103,1). Nur diese Kreise überschreiten in Unterfranken die 100er-Grenze. Den niedrigsten Wert in Unterfranken melden am Sonntag der Kreis Schweinfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 51,0 und der Kreis Würzburg mit 59,0. Alle Daten für die Region finden Sie weiter unten.

Krankenhaus-Ampel in Bayern steht auf Grün

Die bayerische Krankenhaus-Ampel, die seit 2. September für eine mögliche Verschärfung von Anti-Corona-Maßnahmen (z.B. Kontaktbeschränkungen, FFP2-Masken oder PCR-Tests als Standard) entscheidend ist, steht derzeit auf Grün (Stand 16. Oktober).

  • Auf Gelb würde sie springen, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dieser Wert liegt laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aktuell bei 290 (277).
  • Auf Rot würde die Ampel schalten – und damit zusätzliche Maßnahmen zur Gelb-Stufe auslösen –, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen; das sind im Moment 257 (260). 

Das LGL gibt die Krankenhauszahlen täglich am Nachmittag bekannt.

Neue Regeln im Osten von Mainfranken

Die 7-Tage-Inzidenz hat im Kreis Haßberge drei Tage hintereinander den Schwellenwert 35 überschritten. Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt, muss sich testen lassen.

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3G-plus-Regel: Bald wieder volles Stadion bei den Kickers

Die Würzburger Kickers führen zu ihrem nächsten Drittliga-Heimspiel am 23. Oktober gegen Türkgücü München die 3G-plus-Regel ein. Dann dürfen neben Geimpften und Genesenen nur noch negativ PCR-Getestete ins Stadion. Dafür entfallen Maskenpflicht und Zuschauerbegrenzung – und noch mehr:

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2G in Geschäften: Wie finden Würzburger Einzelhändler das Modell?

In Hessen dürfen Einzelhändler künftig selbst entscheiden, ob sie auf 2G oder Maskenpflicht setzen. Das bedeutet, dass Hessens Händler beschließen können, dass sie in ihre Geschäfte künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen –  aber keine ungeimpften Personen mit Test. In Bayern gibt es diese Regelung nicht. Finden Würzburger Einzelhändler die Regelung gut? 

Noch zwei Monate kostenlose Tests für stillende Mütter

Noch bis 17.Dezember haben stillende Mütter einen Anspruch auf kostenlose Corona-Tests. Wie aber das Stillen nachweisen? Akzeptiert wird dafür der Mutterpass, es gibt aber noch eine andere Möglichkeit:

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Was Johnson & Johnson-Geimpfte beachten sollen 

Ein kleiner Pieks und ab in den Urlaub – mit vollständigem Impfschutz. Bisher hatte der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson einen Vorteil: Er musste nur einmal gegeben werden. In einer am 7. Oktober veröffentlichen Pressemitteilung stufte die Ständige Impfkommission (Stiko) den Impfstoff nun als "unzureichend" ein. Was können Betroffene jetzt tun?

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Corona: Warum es Probleme in Restaurants gibt

In der Innengastronomie gilt in Bayern die 3G-Regelung. Zutritt haben geimpfte, genesene oder aktuell negativ getestete Personen. Wenn sie nicht am Tisch sitzen, müssen Gäste eine Maske tragen. Diese Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind inzwischen hinlänglich bekannt. Doch nicht alle Besucherinnen und Besucher von Restaurants akzeptieren sie auch. Mancher Gast verliert die Beherrschung und beschimpft das Personal, wenn er den Impfpass vorzeigen soll.

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Keine Kontaktdaten-Erfassung der Besucher mehr notwendig

Die Kontaktdaten-Erfassung habe etwa in der Gastronomie aufgrund der relativ hohen Impfquote "keinen Mehrwert mehr für die Gesundheitsbehörden", erklärte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Deshalb entfällt die Pflicht zum Formulare-Ausfüllen:

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Wer sich weiter kostenlos testen kann

Seit Montag, 11. Oktober, gibt es für die meisten Bürger keinen Anspruch mehr auf kostenlose Coronatests. Nachdem grundsätzlich allen ein Impfangebot gemacht werden konnte, sieht der Bund keine Veranlassung mehr, die Testkosten weiterhin zu übernehmen. Kostenpflichtig werden die Tests aber nicht für alle. Stadt und Landratsamt Schweinfurt teilten nun mit, wer weiterhin einen kostenlosen Test erhalten kann.

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Sieben-Tage-Inzidenz: Werte in Unterfranken (Stand: Sonntag, Quelle: RKI)

  • Würzburg Stadt: 70,1
  • Würzburg Landkreis: 59,0
  • Schweinfurt Stadt: 108,8
  • Schweinfurt Landkreis: 51,0
  • Aschaffenburg Stadt: 67,7
  • Aschaffenburg Landkreis: 70,4
  • Lkr. Main-Spessart: 60,3
  • Lkr. Kitzingen: 86,2
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 103,1
  • Lkr. Miltenberg: 90,1
  • Lkr. Bad Kissingen: 82,4
  • Lkr. Haßberge: 77,1
  • Main-Tauber-Kreis: 46,0

Neuinfizierte in unterfränkischen Städten und Landkreisen

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Unterfranken bisher 62 549 (+208 gegenüber Vortag) mit dem Virus infiziert. Insgesamt 1516  Menschen sind im Regierungsbezirk bislang im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Alle RKI-Zahlen für Unterfranken (Stand: Sonntag, Quelle: RKI):

  • Würzburg, Stadt: 5637 Fälle insgesamt (+12 im Vergleich zum Vortag) / 129 Tote (0)
  • Würzburg, Landkreis: 5315 (+14) / 83 (0)
  • Schweinfurt, Stadt: 3832 (+0) / 97 (0)
  • Schweinfurt, Landkreis: 5923 (+0) / 148 (0)   
  • Aschaffenburg, Stadt: 4189 (+6) / 118 (0)
  • Aschaffenburg, Landkreis: 9119 (+27) / 216 (0)
  • Lkr. Main-Spessart: 5254 (+7) / 217 (0)
  • Lkr. Kitzingen: 3810 (+16) / 87 (0)
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 4049 (+3) / 90 (0)
  • Lkr. Miltenberg: 6902  (+22) / 135 (0)
  • Lkr. Bad Kissingen: 4105 (+12) / 107 (+0)
  • Lkr. Haßberge: 4547 (+15) / 89 (0)
  • Main-Tauber-Kreis: 6096 (+6) / 93 (+0)
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Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/8003-5100): Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Schweinfurt (09721/55-745): Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr
  • Miltenberg (09371/501-716): Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Kitzingen (09321/928-1111): vorübergehend eingestellt; wird erst bei Bedarf wieder aktiviert
  • Main-Spessart (09353/793-1490): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Bad Kissingen (0971/801-1000): Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Haßberge (09521/27-600): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr
  • Rhön-Grabfeld (09771-94800): Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr

Weitere Informationen:

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