Würzburg

Corona: So ist die Lage in Unterfranken am Donnerstag

Die Inzidenzwerte in der Region sinken in der Tendenz. Die Stadt Würzburg sowie mehrere Landkreise liegen unter der 100er Marke. Was Sie aktuell wissen müssen.
Im Landkreis Würzburg ist seit Montag die Außengastronomie wieder geöffnet. Das Foto zeigt das Weinrestaurant Spielberg in Randersacker.
Foto: Johannes Kiefer | Im Landkreis Würzburg ist seit Montag die Außengastronomie wieder geöffnet. Das Foto zeigt das Weinrestaurant Spielberg in Randersacker.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17 419 (Vortag: 14 909) Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor. Zudem wurden 278 (268) neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt bundesweit auf 103,6 (107,8). 

Viel Bewegung bei den regionalen Einstufungen

Auch in Unterfranken gehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen allmählich zurück – doch nicht überall gleichmäßig. Und die Unterschiede bei den Inzidenzwerten sind groß. Weil man schon länger als fünf Tage unter 100 liegt, hat in der Stadt Würzburg und in den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart die Außengastronomie wieder geöffnet. Hinzu kommen Erleichterungen für Sport und Kultur.

Schweinfurt bundesweit mit einem der höchsten Werte

Dagegen macht die Stadt Schweinfurt an diesem Donnerstag erneut Negativ-Schlagzeilen mit einem der höchsten Inzidenzwerte bundesweit. Damit bleibt es bei besondere strengen Regeln, unter anderem mit einer Ausgangssperre bereits ab 21 Uhr. In die Kategorie unter 150 fallen die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad KissingenHaßberge und ab Donnerstag auch die Stadt Aschaffenburg. Dort ist dann wieder Terminshopping (mit negativem Test) möglich. Alle Inzidenzwerte für die Region finden Sie weiter unten.

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Hausärzte in Bayern dürfen ohne Priorisierung impfen

Für ganz Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch weitere Lockerungen bekannt gegeben. So dürfen ab dem 21.Mai Freibäder öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Und auch in Bayern soll nun die Testpflicht für geimpfte Seniorenheim-Besucher fallen. In den Hausarztpraxen wird ab kommender Woche die Impfpriorisierung aufgehoben:

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Fitnessstudios bleiben geschlossen - trotz niedriger Inzidenz

Die Lockerungen der Corona-Bestimmungen in der Stadt Würzburg betreffen auch den Sport. Im Innenbereich ist seitdem kontaktfreier Sport wieder erlaubt, wenn auch unter Auflagen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Wie die Stadt jetzt klarstellt, gilt diese Lockerung für Fitnessstudios nicht. Warum das so ist:

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Nach Kreuzimpfung: Wird der Impfschutz als vollständig anerkannt?

Wer unter 60 ist und die Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten hat, sollte nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission für die Zweitimpfung auf einen mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna umsteigen - eine so genannte Kreuzimpfung. Aber gilt der oder die Betroffene dann auch als vollständig geimpft im formalen Sinn?

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Alte Mainbrücke in Würzburg: Maskenpflicht trotz niedriger Inzidenz

Die Inzidenz seit Tagen unter 100, die Außengastronomie geöffnet – und trotzdem noch eine Maskenpflicht auf der Alten Mainbrücke? Sie ist im Freien der einzige Ort in Würzburg, wo noch eine Mund-Nasen-Bedeckung gefordert wird. Warum das so ist, erklärt der Ordnungsreferent:

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Würzburger Sportwissenschaftler: "Schafft Bewegungsräume für Kinder!"

Kinder brauchen Bewegung für ihre gesunde Entwicklung. Dass in der Pandemie kaum mehr Schul- und Vereinssport möglich war, bleibt nicht folgenlos. Deshalb müsse alles getan werden, damit Kinder und Jugendliche möglichst bald wieder in den Sport zurückkehren können – fordert Sportwissenschaftler Harald Lange von der Uni Würzburg im Interview:

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Viele offene Fragen durch Corona-Lockerungen

Auch eine Woche nach der Ankündigung neuer Corona-Öffnungen in Bayern sind wichtige Details offen. Mehr Klarheit gibt es immerhin zum Urlaub im Freistaat ab Pfingsten. 

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Die Corona-Krise verunsichert Menschen, ruft Ängste hervor – und kann Depressionen auslösen oder verstärken. Um Fragen und Hilfestellungen dazu geht es in der nächsten Abendsprechstunde von Main-Post-Akademie und Uniklinik Würzburg. Was die stellvertretende Psychiatrie-Direktorin rät:

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Warum Corona auch für Krebspatienten ein Problem ist

Die Studie ist alarmierend: Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Krebserkrankungen unentdeckt und unbehandelt. Zu dem Befund kommt Mediziner Armin Wiegering von der Würzburger Uniklinik in einer Erhebung für die Barmer Krankenkasse. Die Zahl der Krebstoten könnte in den nächsten Jahren steigen:

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Welche Regeln in Bayern gelten

"Eine Mischung aus Vorsicht und Optimismus" nennt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die neueste Fassung der Corona-Regeln in Bayern, die nun zunächst bis 2. Juni gelten sollen. Im Kern handelt es sich dabei um eine Fortschreibung der bereits seit 5. März gültigen Corona-Verordnung. Die Einzelheiten:

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Sieben-Tage-Inzidenz: Werte in Unterfranken (Stand: Mittwoch, Quelle: RKI)

  • Würzburg Stadt: 70,3
  • Würzburg Landkreis: 51,8
  • Schweinfurt Stadt:  234,0
  • Schweinfurt Landkreis: 138,6
  • Aschaffenburg Stadt: 80,3
  • Aschaffenburg Landkreis: 87,3
  • Lkr. Main-Spessart: 66,6
  • Lkr. Kitzingen: 90,0
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 140,6
  • Lkr. Miltenberg: 108,7
  • Lkr. Bad Kissingen: 94,0
  • Lkr. Haßberge: 98,4
  • Main-Tauber-Kreis: 43,1

Neuinfizierte in unterfränkischen Städten und Landkreisen

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Unterfranken laut RKI bisher 51 349 Menschen (+223) mit dem Virus infiziert. Die meisten Infizierten in Unterfranken seit Beginn der Krise wurden bislang aus dem Landkreis Aschaffenburg gemeldet. Insgesamt 1389 (+8) Menschen sind im Regierungsbezirk bislang im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die meisten Toten in Folge von Corona melden die Kreise Main-Spessart und Aschaffenburg.

Alle RKI-Zahlen für Unterfranken (Stand Donnerstag, Quelle RKI):

  • Würzburg, Stadt: 4273 Fälle insgesamt (+13 im Vergleich zum Vortag) / 117 Tote (+4)
  • Würzburg, Landkreis: 4255 (+13) / 71 (+1)
  • Schweinfurt, Stadt: 2858 (+14) / 80 (0)
  • Schweinfurt, Landkreis: 4843 (+24) / 126 (0)
  • Aschaffenburg, Stadt: 3240 (+29) / 106 (0)
  • Aschaffenburg, Landkreis: 7790 (+30) / 201 (+1)
  • Lkr. Main-Spessart: 4536 (+13) / 209 (+1)
  • Lkr. Kitzingen: 3060 (+6) / 83 (0)
  • Lkr. Rhön-Grabfeld: 3411 (+32) / 86 (0)
  • Lkr. Miltenberg: 5683 (+25) / 125 (0)
  • Lkr. Bad Kissingen: 3479 (+12) / 99 (+1)
  • Lkr. Haßberge: 3921 (+18) / 86 (0)
  • Main-Tauber-Kreis: 4854 (+14) / 87 (0)

Aktueller Stand der Impfungen in den Bundesländern

Klicken Sie für weitere Angaben in der Deutschland-Karte auf ein Bundesland

Inzidenzwerte: Damit Sie den Überblick behalten

Seit Monaten werden die Corona-Maßnahmen mal verschärft, mal gelockert und dann wieder verschärft. Basis dafür ist meist die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt, also die Anzahl an Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Diese Zahlen liefern neben den Gesundheitsämtern vor Ort das bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL) in Erlangen sowie das RKI in Berlin – und zwar täglich, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Folge: Die Zahlen der Ämter, des LGL und des RKI unterscheiden sich voneinander.

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Regelmäßig stellen wir uns in der Redaktion die Frage, wie wir die Lage in der Region für unsere Leserinnen und Leser am besten abbilden können. So auch in diesen Tagen: Seit 8. März gelten dort gelockerte Corona-Regeln, wo über einen gewissen Zeitraum die Inzidenzwerte einen bestimmten Wert unterschreiten. Außerdem können Maßnahmen verschärft werden, wenn ein Wert überschritten wird. Laut der aktuellsten bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind dafür ausschließlich die Zahlen des RKI maßgeblich. Aus diesem Grund hat sich die Redaktion entschlossen,  nur das RKI als Quelle für die Inzidenzwerte zu nutzen.

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Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

Bürgertelefone: 

  • Würzburg (0931/8003-5100): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr
  • Schweinfurt (09721/55-745): Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 14 Uhr
  • Miltenberg (09371/501-716): Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Wochenende von 9 bis 14 Uhr
  • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
  • Kitzingen (09321/928-1111): Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr
  • Main-Spessart (09353/793-1490): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr
  • Bad Kissingen (0971/71650): Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
  • Haßberge (09521/27-600): Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr
  • Rhön-Grabfeld (09771-94800): Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr

Weitere Informationen:

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