Rimpar

"... dann soll er unser König sein!"

Rudolf Baumeister (links) und der erste Schützenmeister der SGR Rainer Fischer bei der Verleihung der Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft.
Rudolf Baumeister (links) und der erste Schützenmeister der SGR Rainer Fischer bei der Verleihung der Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft. Foto: Lukas Kütt

Einiges bleibt gleich, anderes ändert sich von Zeit zu Zeit. Der mittlerweile 66. Rimparer Schüt-zenball zählt dabei zu den Dingen, die sich nicht ändern, obwohl es beim Ablauf und der inhaltlichen Gestaltung des Balls in diesem Jahr ein paar Neuerungen zu vermelden gab, heißt es in einer Pressemitteilung.

Begrüßt wurden die Gäste an diesem Abend erstmals seit über elf Jahren nicht mehr von Rudolf Baumeister, sondern von Rainer Fischer, der im Mai das Amt des ersten Schützenmeisters der Schützengilde Rimpar von 1950 (SGR) übernommen hat. Für seine Verdienste um das Wohl der SGR wurde Baumeister kürzlich zum Ehrenmitglied ernannt. Neu an diesem Abend war auch, dass keine Proklamation des Gauschützenkönigs vorgenommen wurde.

Zur bestehenden Tradition gehört es jedoch, dass der am Dreikönigstag durch einen einzigen Schuss ermittelte Rimparer Schützenkönig mit seinem Gefolge der Öffentlichkeit vorgestellt wird. In diesem Jahr gab Paul Fleder den besten Schuss ab. Ihm zur Seite stehen die Ritter Stefan Rind und Matthias Späth sowie der Schützenprinz Leon Lenhart, der damit seinen Bruder Calvin ablöst.

Zum zweiten Mal in Folge wurde Joachim Priesnitz Bogenkönig der SGR. Bogenprinz 2019 ist Joris Englert. Paul Fleder feiert mit dem Erlangen der Königswürde gewissermaßen ein Jubiläum, denn bereits vor zwanzig Jahren war er König der SGR. Mit einem Glas Sekt in der Hand wurde Fleder bis spät in die Nacht und mit dem Rimparer Schützenlied gefeiert: "Es lebt der Schütze froh und frei! Er schießt die Ringe eins, zwei, drei! Und trifft er mal ins Schwarze rein, dann soll er unser König sein!" 

Ein voll besetztes Schützenheim war am Dreikönigstag zuvor der Austragungsort für das wohl populärste jährliche Schießen der SGR. 48 Teilnehmer am Preis- und Königsschießen bestätigte die Sportleitung der SGR.

In seiner Rede bedankte sich Rainer Fischer für die tadellose Organisation des Abends und des vergangenen Wettkampfjahres. Besonders die Leistung der Trainer würdigte er als wichtigen Beitrag zum sportlichen Erfolg des Vereins. Ein Beispiel für die gute Jugendarbeit trug auch 2018 mit Tobias Meyer Früchte, der sich bei den Paralympics in Belgrad den 18. Platz sicherte.

Bei der Feier zum Dreikönigstag wurde der ehemalige erste Schützenmeister der Schützengilde Rimpar von 1950 Rudolf Baumeister zum Ehrenmitglied ernannt. Elf Jahre übernahm Baumeister das Amt des ersten Schützenmeisters. Vor der Tätigkeit als erster Schützenmeister war er in der Jugend- und Sportleitung tätig und prägte in dieser Zeit das Vereinsgeschehen in der SGR. Steigende Mitgliederzahlen, eine öffentliche Wahrnehmung des Vereins, eine erfolgsversprechende Jugendabteilung, ein nachhaltiger Umgang mit den Vereinsfinanzen und die Verlängerung der Pachtverträge für die Sportstätten des Vereins sind nicht zuletzt seinem langjährigen Engagement  geschuldet, heißt es weiter in der Mitteilung.

Unter der Führung von Baumeister wurden zudem zahlreiche wichtige und zukunftsweisende Projekte verwirklicht, darunter der Umstieg auf elektronische Schießstände, der Anbau der Schützenhütte sowie die Gestaltung des Festplatzes am Schützenheim. Seit Dezember 2018 führt Baumeister die Geschäfte des Schatzmeisters der SGR.

Die Gewinner des Königsschießens 2019 (von links): Bogenkönig Joachim Priesnitz, Bogenprinz Joris Englert, erster Ritter Stefan Rind, Schützenkönig Paul Fleder, zweiter Ritter Matthias Späth und Schützenprinz Leon Lenhart.
Die Gewinner des Königsschießens 2019 (von links): Bogenkönig Joachim Priesnitz, Bogenprinz Joris Englert, erster Ritter Stefan Rind, Schützenkönig Paul Fleder, zweiter Ritter Matthias Späth und Schützenprinz Leon Lenhart. Foto: Lukas Kütt

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