Rottendorf

Darum bleibt der Gehweg an einer Stelle ungepflastert

Zufrieden mit dem Fortschritten der Bauarbeiten in der Hauptstraße (von links) Doris Tegtmeier und Christine Konrad vom Bauamt und Bürgermeister Roland Schmitt.
Foto: Christian Ammon | Zufrieden mit dem Fortschritten der Bauarbeiten in der Hauptstraße (von links) Doris Tegtmeier und Christine Konrad vom Bauamt und Bürgermeister Roland Schmitt.

Der größte Teil der Arbeit ist geschafft: Die seit Juni vorigen Jahres komplett gesperrte Hauptstraße kann voraussichtlich im Spätsommer wieder für den Verkehr geöffnet werden. Bis dahin müssen sich die Anlieger in der Hofstraße und Am Bremig also noch gedulden. Mit dem Ausfall der Hauptstraße als Haupterschließungsstraße für die Wohngebiete im Norden müssen die beiden Straßen einen Großteil des Verkehrs aufnehmen.

Der Vollausbau der Straße war jedoch unumgänglich, erklärt Bürgermeister Roland Schmitt. Vermehrt auftretende Wasserrohrbrüche und deutliche Dellen im Kopfsteinpflaster hatten gezeigt, dass im Untergrund der Straße einiges im Argen lag. Die Sanierung der Straße kostet der Gemeinde voraussichtlich etwa 1,4 Millionen Euro, die sie in ganzer Höhe aufbringen muss. Für Ortsstraßen gibt es keine Zuschüsse. Auch dürfen die Anwohner seit einigen Jahren nicht mehr für einen Ausbau herangezogen werden.

Gehweg läuft auf einer Seite durch

Dafür bekommt die Gemeinde eine auch im Untergrund nach heutigem Stand ausgebaute Straße auf einer Länge von 230 Metern. Erstmals gibt es einen einseitig durchlaufenden Gehweg. Die Fahrbahn erhält eine Asphaltschicht, der Gehweg ein davon optisch abgesetztes Pflaster. Die Bordsteine sind aus Naturstein.

Die Hauptstraße erhält zudem neue Laternenmasten, die wieder mit LED-Leuchten bestückt werden. Dabei haben die Planer das bereits eingeführte Farbkonzept aufgegriffen: Nur die Würzburger und die Kitzinger Straße haben als zentrale Achsen blaue Masten, in allen anderen Straßen auch der Hauptstraße sind sie grün. Im Untergrund wurden die noch aus den 1930er Jahren stammenden Wasserleitungen ausgetauscht. Die neuen Rohre bestehen aus mit Kohlenstoff versetztem Gusseisen, die damit eine stahlähnliche Eigenschaft besitzen.

Abwasserkanal hat keine größeren Mängel

Außerdem wurden Leerrohre für ein Glasfasernetz eingebracht und ein Datenkabel verlegt, das das Rathaus direkt mit dem Bauhof verbindet. So ist es möglich, ein getrenntes und damit sicheres Datennetz aufzubauen. Nur der Abwasserkanal ist geblieben. Etwa 30 Jahre alt hat er bei einer Prüfung ohne größere Mängel abgeschnitten.

Eine wichtige Maßnahme war der Abriss einen maroden Gemeindehauses zwischen Rathaus und Kulturstall. Dabei war es möglich, eine unübersichtliche Engstelle zu entfernen. Hier mussten die Fußgänger bisher in einer Kurve auf die Fahrbahn ausweichen. Auch hier gibt es nun einen sicheren Gehweg.

Möglichkeit einer Neuordnung des Quartiers offen gehalten

Einem aufmerksamem Spaziergänger wird auffallen, dass an dieser Stelle auf ein Pflastern des Gehwegs verzichtet wurde. Auch hat die Straße an der Einmündung zum Parkplatz für das Wasserschloss im Untergrund nur einen eher provisorischen Teilausbau erhalten. Damit habe sich die Gemeinde bewusst die Möglichkeit einer Neuordnung des Quartiers offen gehalten, erklärt der Bürgermeister. Seit längerem gibt es Pläne, das alte Rathaus durch einen Neubau zu ersetzen. In einem städtebaulichen Wettbewerb wurde schon 2012 ein konkreter Entwurf erarbeitet.

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