HUBLAND

Der Professor für Kartoffeln

Am Wegesrand des ehemaligen Kasernengeländes steht unter einem milchig angelaufenen Glaskasten ein Denkmal. Schaut man etwas genauer hin, entdeckt man eine Pieta. Sie stammt aus der Werkstatt des Bildhauers Jakob van der Auvera aus dem Jahr 1736/37.
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Angesichts der Madonnenfigur mit dem Leichnam Jesu mutet es schon ziemlich seltsam an, dass das steinerne Ensemble unter dem Namen „Kartoffeldenkmal“ bekannt ist. Das hat mit dem Würzburger Jura-Professor Philipp Adam Ullrich (1692 bis 1748) zu tun, dessen eigentliches Interesse jedoch der Landwirtschaft galt. Er hatte unter anderem Ackerland am Galgenberg und experimentierte mit allerlei Feldfrüchten. So wurde er zu einem der Pioniere des Kartoffelanbaus in Mainfranken.

Erst 1819 wurde das Denkmal von Franz Oberthür, dem Biographen Ullrichs, auf diesen bezogen. Das wurde auch druch eine weitere Inschrift verdeutlicht, die da lautet: „Zu Ehren des um die Landwirtschaft und insbesondere um den Kartoffelbau in Franken hochverdienten Professors Philipp Adam Ullrich wurde dieses Denkmal errichtet“.

In ein paar Jahren wird das eigenartige „Kartoffeldenkmal“ wohl im neuen Stadtteil auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein.

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