Estenfeld

Doppelt so viel Geld für die Vereine

Die Gemeinde unterstützt seit Jahren die örtlichen Vereine freiwillig mit finanziellen Zuwendungen. Als Grundlage wurde 2003 eine Richtlinie beschlossen. Diese ist "ein bisschen irreführend, wir wollen sie überarbeiten und die Zuschüsse erhöhen", sagte Bürgermeisterin Rosi Schraud (CSU). Die Vereine hatten doppeltes Pech. Einerseits sind im letzten Jahr die Veranstaltungen ausgefallen, andererseits konnten keine neuen Mitglieder gewonnen werden, was bei den Vereinen zu weniger Einnahmen führte.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig neue Richtlinien, die zu mehr Transparenz führen sollen. Diese werden im Gemeindeblatt veröffentlicht. Zahlte die Gemeinde im Jahr 2020 rund 16 345 Euro an die Vereine, so wird sich der Betrag 2021 vermutlich auf circa 31 389 Euro nahezu verdoppeln.

Gleichstellungsbeauftragte für alle Landkreisbürger da

Seit August 2018 ist Carmen Schiller die kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt. Sie stellte sich und ihre Arbeit vor. Ihre fünf Hauptthemen sind Gewalt, Frauen in der Politik, Chancengleichheit, Öffentlichkeitsarbeit und Beratung. Sie berichtete von ihrem Einsatz für ein neues Frauenhaus, da jährlich 230 Frauen wegen Vollbelegung abgewiesen werden; aber auch von Männern, die Opfer von Gewalt werden und ihre Hilfe aufsuchen. In der Politik seien Frauen weiter unterrepräsentiert, was sich auch in Estenfeld zeige, wo mit der Bürgermeisterin nur vier der 21 Gemeinderäte weiblich sind.

Unter Chancengleichheit falle etwa die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem gebe es auch viel Unterstützung und Programme für Minderjährige. Die Öffentlichkeitsarbeit sei ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. Schiller freue sich über jede Anfrage, eine Veranstaltung durchzuführen. Zum Thema Beratung unterstrich sie, dass sie für alle Landkreisbürger da ist. "Viele denken immer, ich bin nur für die Mitarbeiter des Landratsamtes zuständig, was jedoch nicht der Fall ist", sagte sie. Sie bat die Gemeinderäte darum, diese Botschaft nach außen zu tragen.

Beratung über zukünftige Form der Sitzung

"Ich wünsche allen ein gutes, erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr", sagte Schraud zu Beginn der Sitzung. Man könne mit Zuversicht in das neue Jahr starten, "die Herausforderung und die Masken werden uns aber noch einige Zeit begleiten". Schraud teilte vor Beginn FFP2-Masken aus und bat darum, diese während der Sitzung aufzulassen.

Eigentlich hätte turnusgemäß die Bürgerfragerunde stattgefunden, aufgrund der hohen Infektionswerte hat sich die Verwaltung jedoch entschieden, davon Abstand zu nehmen und diese zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Sitzungen sind jedoch laut der Bayerischen Staatsregierung weiterhin explizit erlaubt, auch die Öffentlichkeit ist zugelassen. Dennoch besprach der Gemeinderat am Ende der Sitzung, wie die Sitzungen zukünftig stattfinden sollen.

"Wollen wir weiterhin in diesem Kreis tagen? Oder soll der Notausschuss die Sitzungen übernehmen?", fragte Schraud. Die große Halle lasse genügend Abstand zu und sei gut belüftet. "Es stehen allerlei wichtige Themen an, die sollte das Gremium in Gänze beschließen", sagte Jochen Jörg (EinS). Auch die anderen Fraktionen stimmten zu, dass sich weiterhin der gesamte Gemeinderat trifft. Der Beginn der Sitzung soll jedoch um eine Stunde vorverlegt werden. "Und wer aufgrund von Corona lieber nicht kommen möchte, der darf sich entschuldigen", so Schraud.

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