Kirchheim

Drei Fragen an Björn Jungbauer

Bei der Kommunalwahl im März stand in 47 der 52 Gemeinden des Landkreises Würzburg auch die Entscheidung über die Bürgermeisterposten an. In einer Serie interviewt diese Redaktion neugewählte, wiedergewählte oder demnächst ehemalige Bürgermeister. Heute: Björn Jungbauer (CSU/FB). Er wurde bei der Kommunalwahl mit 83 Prozent der Stimmen klar wieder zum Bürgermeister von Kirchheim gewählt.

Frage: Wenn Sie auf die vergangenen sechs Jahre zurückblicken: Was ist Ihnen gelungen und was nicht?

Björn Jungbauer: Wir konnten die vergangenen sechs Jahre viele wichtige Infrastruktur-Einrichtungen in der Gemeinde Kirchheim ausbauen oder sichern und so das Lebensumfeld der Menschen deutlich verbessern. Ich denke dabei an den Bau des Lebensmittelmarktes, den Anbau am Bürgerheim oder den Radweg entlang der Staatsstraße. Oft vergehen zwischen Beschlüssen im Gemeinderat und der Umsetzung viel Zeit, da die Gemeindeverwaltung "am Anschlag" arbeitet und gesetzliche und vergaberechtliche Vorgaben immer komplexer werden. Dabei sind kleine Projekte wie die Urnenwände im Friedhof Gaubüttelbrunn manchmal leider auf der Strecke geblieben.

Björn Jungbauer
Björn Jungbauer Foto: Fotostudio Menth
Reicht Ihnen in der Gemeindepolitik ein "Weiter so" oder was muss sich ändern?

Jungbauer: Aus dem Ergebnis der Kommunalwahl schließe ich, dass die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Arbeit in den vergangenen sechs Jahren sehr zufrieden waren. Das ist für mich Ansporn und Vertrauensvorschuss zugleich. Ändern muss sich in meinen Augen die leider oft gestiegene Anspruchshaltung Einzelner an die "Gemeinde", verbunden mit einer "All-inclusive-Kultur". Oft könnten diese selbst ein Teil der Lösung sein. Die Kommune kann und soll nicht alles lösen.

Was ist die größte Herausforderung für die nächsten sechs Jahre?

Jungbauer: Sehr wichtige und zukunftsweisende Projekte für die Gemeinde sind etwa der Ausbau der Kinderbetreuung, die Einführung der offenen Ganztagesschule an der Grundschule oder die Sanierung der Ortsverbindungsstraße Gaubüttelbrunn-Kirchheim. Dies in wirtschaftlich unsicheren Zeiten anzugehen und umzusetzen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Der Muschelkalk-Abbau in der Gemeinde erzeugt ein Spannungsfeld zwischen Heimat, Lebensqualität, Naherholung, Arbeitsplätzen, Gewerbebetrieben, Steuereinnahmen und Landwirtschaft. Hier gilt es gründlich und besonnen abzuwägen.

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