Kirchheim

Egenburgstraße bleibt Vorfahrtstraße

Die Umleitung für die Mergentheimer Straße, eine Staatsstraße, führt durch die Egenburgstraße. Hier sind jedoch auch viele Fußgänger unterwegs, um den Bahnhaltepunkt oder das Ortszentrum zu erreichen.
Die Umleitung für die Mergentheimer Straße, eine Staatsstraße, führt durch die Egenburgstraße. Hier sind jedoch auch viele Fußgänger unterwegs, um den Bahnhaltepunkt oder das Ortszentrum zu erreichen. Foto: Ammon

In der Kirchheimer Egenburgstraße bleibt es bei einer zulässigen Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde. Auch behält sie ihren Status als Vorfahrtstraße. Mit einer Unterschriftenliste wollten die Anwohner eine Begrenzung von Tempo 20 oder Schrittgeschwindigkeit erreichen. Außerdem verwiesen sie darauf, dass die Kreuzung mit der Kleinrinderfelder Straße nahe des Bahnhaltepunkts nur schwer zu überqueren ist. Der Kirchheimer Gemeinderat hat jedoch mit großer Mehrheit dagegen gestimmt.

Die Anwohner hatten ihren Vorstoß damit begründet, dass die Egenburgstraße vor allem für Kinder baulich nicht als Durchgangsstraße erkennbar sei. Auch habe die Nutzung der Straße durch schwere Lkw und Radlader in den letzten Jahren "massiv" zugenommen. Die Egenburgstraße dient einem Natursteinbetrieb als Zufahrt. Nach einer Begehung der Straße unter Beteiligung des Landratsamts und der Polizei hatten die Fachbehörden zumindest die Einführung einer 30er Zone befürwortet.

Für die Gemeinderäte waren jedoch die übergeordnete Bedeutung der Egenburgstraße und die Sicherstellung eines nicht von einer Rechts-vor-Links-Regelung abgebremsten Verkehrsflusses entscheidend. Sie führt über den Hof Egenburg bis nach Schönfeld. Auch wäre es ohnehin der Gemeinde nicht möglich gewesen, die dort gefahrene Geschwindigkeit zu überwachen. Sie verfügt über bewegliche Geschwindigkeitsmessanlagen, nicht aber über Blitzgeräte.

Für Diskussionen hat auch die Umleitung des Straßenverkehrs der gesperrten Mergentheimer Straße über die Sportplatzbrücke und ein Teilstück der Egenburgstraße gesorgt. Ein Anwohner hatte kritisiert, dass die zum Teil schmalen Straßen auch von schweren Lkw genutzt würden, obwohl die Umleitung nur für Pkw zugelassen sei. In seinem Haus seien bereits Setzrisse entstanden, schreibt er in einer Mitteilung an diese Redaktion. Auf Nachfrage erklärt Bürgermeister Björn Jungbauer, dass Zulieferverkehr zulässig sei und dass es bereits Polizeikontrollen gegeben habe. Außerdem verweist er darauf, dass sich die Anwohner bei einem Verstoß gegen diese Regelung an die Polizei wenden könnten.

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