Würzburg

Ein digitales Buchhaltungssystem: Bezahlbare Nahrungsmittel

„Flamingoo Foods“(von links): Laurent Bwire Jaraba, Mitarbeiter Andreas Schlüter, Manager Leonard Lusaganya und Wakuru Martha Changwe.
Foto: Lukas Dürrbeck | „Flamingoo Foods“(von links): Laurent Bwire Jaraba, Mitarbeiter Andreas Schlüter, Manager Leonard Lusaganya und Wakuru Martha Changwe.

Lukas Dürrbeck, Masterabsolvent der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS), hat im Zuge seiner Masterarbeit, die sich kritisch mit den Umständen der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt, ein digitales Buchhaltungssystem in Tansania entwickelt. Das schreibt die FHWS in einer Pressemitteilung.

In dem ostafrikanischen Land nutzen die Menschen das Smartphone als Informations- und Kommunikationstechnologie – in der Entwicklungszusammenarbeit hat Dürrbeck noch Ausbau-Möglichkeiten gefunden: Mit seiner Masterarbeit, die von der Fakultät Gestaltung an der FHWS ausgezeichnet wurde mit dem „Bergkristall“-Preis, habe er sich zum Ziel gesetzt, eine Lücke zu schließen.

„Dafür habe ich mit der Organisation 'Flamingoo Foods' zusammengearbeitet, die sich zur Aufgabe gemacht hat, durch Transporte von Reis, Mais und Bohnen von Überschuss- in Krisengebiete ein robustes Netzwerk aufzubauen. Auf meiner dreiwöchigen Reise nach Tansania habe ich im September 2016 zusammen mit den Angestellten vor Ort deren Herausforderungen analysiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchhaltung als sehr aufwendig empfunden wurde,“ so Dürrbeck. Diese sei größtenteils auf losem Papier mit Excel-Listen an verschiedenen Orten ausgeführt worden.

Zusammen mit den Angestellten und Mitstudent Andreas Schlüter habe er ein zentrales, flexibles Online-Buchhaltungssystem für kleine und mittelständische Unternehmen in Ostafrika entwickelt. Ziel sei es gewesen, die Buchhaltung einfach wie effizient zu gestalten. Die neu entwickelte Software wird seit Februar 2017 bei „Flamingoo Foods“ genutzt. Das Unternehmen, das seit Juli 2014 nationale und seit März 2015 internationale Nahrungsmitteltransporte bewegt, bietet in seinen Läden Mais, Bohnen und Reis an. Der Plan von „Flamingoo Foods“ sei es, als Social Business-Unternehmen auf soliden Beinen zu stehen und stetig zu wachsen, um mehr Bauern Gebiet den Absatz ihrer Ernte zu ermöglichen und um mehr Konsumenten in Hochpreisgebieten bezahlbare Nahrungsmittel anzubieten. Dies werde dazu beitragen, Grundnahrungsmittel kostengünstiger anbieten zu können.

Kontakt: lukasduerrbeck.de

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