Würzburg

Ein Flashmob für Frauenrechte am Valentinstag

Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
Foto: Thomas Obermeier | Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.

Vor fünf Jahren war es das erste Mal so weit: Hunderte Menschen tanzten weltweit in den Straßen, um ein Zeichen zu setzen, dass sie Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht weiter hinnehmen werden. Seitdem gehen jedes Jahr unter dem Motto „One Billion rising“ Menschen am Valentinstag auf die Straße.

Einer Milliarde Frauen wird Gewalt angetan

„One billion rising“ ist eine internationale Bewegung, die sich im September 2012 die New Yorker Künstlerin Eve Ensler ausgedacht hat. Eine Milliarde Menschen, so die Idee, erheben sich am Valentinstag und bekennen sich gegen Gewalt. Eine Milliarde, das ist auch die Zahl der Frauen, die einer Statistik zufolge im Laufe ihres Lebens Gewalt erfahren. Etwa jeder dritten Frau auf der Welt wird Gewalt angetan.

Auch in Würzburg gingen am Valentinstag rund 50 Frauen und Mädchen – und auch einige Männer – wieder auf die Straße, um zu tanzen und auf die Situation aufmerksam zu machen. In Pink und Rot gekleidet starteten sie um 16 Uhr vor dem Vierröhrenbrunnen. Während der Großteil der Frauen zu Beginn am Boden lag, stiegen einzelne tänzerisch über die Frauen hinweg und hielten dabei leuchtend rote Schilder mit der Aufschrift „Aufstehen gegen Gewalt an Frauen“ hoch.

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„Es ist an der Zeit hinzuschauen“

Und das taten die Teilnehmerinnen, als sie zu dem Lied „Break the chains“ umringt von zahlreichen Zuschauern mit ihrer Choreografie begannen. Lisa Küttner vom Würzburger Tanzraum hatte die Aktion mitangestoßen. „Es ist an der Zeit hinzuschauen“, so die Tänzerin, die die Proben für den Flashmob angeboten hatte. „Ich bin mir sicher, dass die Aktion auf der Straße mehr Menschen erreicht als im Theater.“

Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
Foto: Thomas Obermeier | Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.

Auch Heike Richartz, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauenverbände (AWF), war bei der Aktion mit dabei. Ihr lag vor allem ein Aspekt am Herzen. „Konflikte müssen gewaltfrei gelöst werden. Frauen sollen keine Angst mehr haben, frei ihre Meinung zu sagen.“

Die Frauen zogen mit ihren Schildern und selbst gebastelten Vulvas weiter zum oberen Markt, wo sie ein weiteres Mal die Musik andrehten und auf künstlerische Art an die Rechte der Frauen weltweit erinnerten.

Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
Foto: Thomas Obermeier | Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
Foto: Thomas Obermeier | Bei der Aktion „One Billion Rising“ trafen sich am Valentinstag rund 50 Frauen, Mädchen und Männer zu einem Tanzflashmob, um auf die Rechte der Frauen aufmerksam zu machen.
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