Würzburg

Ein Jahr Regionalmanagement: Nahversorgung bis Landesgartenschau

Mit fünf Schwerpunkten als Handlungsfelder startete vor einem Jahr das Regionalmanagement für den Landkreis Würzburg: Der demografische Wandel, die Wettbewerbsfähigkeit der Region, die Siedlungsentwicklung, das Thema Regionale Identität und der Bereich Klimawandel und Energie sollten mit verschiedenen Projekten im Landkreis vorangebracht werden. Die Lenkungsgruppe Regionalmanagement Landkreis Würzburg traf sich nun im Landratsamt, um die Ergebnisse zu überprüfen und in die Zukunft zu blicken.

„Die Entscheidung für das Regionalmanagement war gerade im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen, wirtschaftlichen Herausforderungen und die Arbeit in den interkommunalen Allianzen eine wichtige und richtige Entscheidung“, betonte Landrat Eberhard Nuß. „Die derzeit gute wirtschaftliche Situation in den Unternehmen und in den Gemeinden sowie die niedrige Arbeitslosenquote muss genutzt werden, um angesichts zahlreicher kommender Aufgabenstellungen gemeinsam mit allen Gemeinden den Landkreis fortzuentwickeln“, so der Landrat weiter.

Dabei sei die enge Zusammenarbeit mit den Landkreisgemeinden, Allianzen, Kammern, Unternehmen und Verbänden die Grundlage für künftige Erfolge. Hierfür sei das Regionalmanagement das richtige Instrument. Im Landkreis Würzburg sind inzwischen fünf Interkommunale Allianzen etabliert, in denen die große Mehrheit der 52 Landkreis-Kommunen zusammengeschlossen ist.

Michael Dröse, Leiter des Stabsstellenfachbereichs Kreisentwicklung – Regionalmanagement, stellte die Ergebnisse der einzelnen Handlungsfelder vor.

Zum Thema „Neue Nahversorgungsstrukturen“ erarbeitete die Kreisentwicklung ein Konzept für den Landkreis. Bei der „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ waren erhebliche Anstrengungen notwendig, um ein Pilotprojekt „RückenFit“ mit Unternehmen aus dem Gebiet der Allianz Waldsassengau zu realisieren. Eine Fortführung und Ausweitung auf weitere Allianzgebiete soll aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Pilotveranstaltung zeitnah erfolgen.

Wenig Interesse der Firmen

Im Handlungsfeld „Wettbewerbsfähigkeit“ sollte eine Fachkräfte- und Nachwuchsoffensive mit regionalen Ausbildungsmessen angestoßen werden. Das Interesse der Unternehmen war jedoch aufgrund vieler anderer Angebote so gering, dass nun stattdessen eine Sammlung von Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in den jeweiligen Allianzregionen Bewerber und Anbieter von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zusammenbringen soll.

Landkreisweite Immobilienbörse

Mit dem Projekt „Interkommunales Gewerbeflächenmanagement als Grundlage einer Innenentwicklungsstrategie“ wird anhand der Immobilienbörse des Landkreises ein Prozess bei den Gemeinden angeregt, der zu einer Bewusstseinsbildung und möglichen Neuorientierung im Hinblick auf Baulücken und Leerständen führen soll. Das Gewerbeflächenmanagement mit der Stadt Würzburg sei eine Herausforderung, eine enge Abstimmung mit der Stadt Würzburg sei jedoch gewährleistet, heißt es in der Pressemitteilung.

Landesgartenschau 2018

Das neue Projekt „Landesgartenschau 2018“ (LGS) stieß bei den Mitgliedern der Lenkungsgruppe auf uneingeschränkte Zustimmung. Es handelt sich um ein weiteres Kooperationsprojekt mit der Stadt Würzburg und soll die gemeinsame Präsentation von Stadt und Landkreis als eine Region in einem gemeinsamen Pavillon verwirklichen.

Insbesondere werden der gemeinsame Wissenschafts-, Gründer- und Wirtschaftsstandort Region Würzburg und die gemeinsamen Strategien des Regionalmanagements des Landkreises Würzburg und der interkommunalen Allianzen präsentiert. Zahlreiche Beiträge von Verbänden, Vereinen und Ehrenamtlichen aus der Region werden Beispiele für das Leben in der Region geben.

Mit Ausstellungs- und Präsentationsbeiträgen außerhalb des LGS-Geländes sollen Besucher gezielt zu besonderen Orten in die Region geführt werden, aber auch die Bürger zur Neu-/Wiederentdeckung ihrer Region motivieren.

Im Handlungsfeld „Regionale Identität“ konnten laut Mitteilung aus dem Landratsamt inzwischen Museums- und Theaternetzwerke aufgebaut werden, die den meist ehrenamtlichen Akteuren Hilfestellungen, Erfahrungsaustausch und zielgruppengerechte Fortbildungen bieten sollen. Ziel sei ein Kulturnetzwerk für den gesamten Landkreis.

E-Ladestationen

Auch das Feld „Klimawandel und Energie“ ist in Arbeit. Es gibt inzwischen sechs neue Ladestationen für E-Autos in fünf Landkreisgemeinden, weitere sollen folgen. Auch eine Energieberatung, die quer durch den Landkreis kostenlose Beratungstermine für Landkreisbürger anbietet, startet im März.

Klima-Aktions-Tage bringen das Thema Energiesparen Kindern und Jugendlichen in KiTas und Schulen nahe; bislang konnten damit rund 800 Kinder erreicht werden. Auch das Thema Park & Ride ist in Arbeit. Die Teilnahme am Klima-Markt in Würzburg ist auch für dieses Jahr vorgesehen.

Positives Fazit

Die Lenkungsgruppe, die aus Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, der Regierung von Unterfranken, den fünf Allianzen im Landkreis Würzburg, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken besteht, zog ein positives Fazit aus dem Rückblick auf ein Jahr Regionalmanagement im Landkreis Würzburg. Für die bisherigen Arbeitsergebnisse, die Fortführung der Projekte und geplanten Maßnahmen gab es keinerlei Einwände von den Mitgliedern der Lenkungsgruppe, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch die Sprecher der Allianzen lobten die „reibungslose, zielführende und angenehme Zusammenarbeit“, heißt es abschließend.

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