Röttingen

Endabrechung für Kernweg in Strüth

Mehr als dreißig Prozent höher als ursprünglich errechnet sind die Gesamtkosten für die Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Röttinger Ortsteil Strüth und Schäftersheim.
Foto: Markhard Brunecker | Mehr als dreißig Prozent höher als ursprünglich errechnet sind die Gesamtkosten für die Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Röttinger Ortsteil Strüth und Schäftersheim.

Am 7. Mai 2018 beschloss der Röttinger Stadtrat, sich an den Kosten des Ausbaus des dringend sanierungsbedürftigen Kernweges vom Röttinger Ortsteil Strüth zum Weikersheimer Ortsteil Schäftersheim mit 121 370 Euro zu beteiligen. Die damals ermittelten Kosten betrugen rund 496 000 Euro.

Da es sich bei dem knapp zwei Kilometer langen Kernweg mit einer Breite von drei Metern –jetzt 3,50 Meter mit befahrbarem Bankett – um eine sogenannte Gemeindeverbindungstraße handelt, muss sich die Stadt Röttingen grundsätzlich mit zehn Prozent beteiligen. 81 Prozent wurden vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) übernommen. Ein weiterer Teilbetrag wurde von der Jagdgenossenschaft Strüth zugesagt.

Mehrkosten entstanden

Aufgrund der allgemeinen Preissituation im Bereich Tiefbau hat die Ausschreibung dann deutlich höhere Kosten ergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Fertigstellung gemäß Kostenzusammenstellung vom Februar 2020 nun auf 708 000 Euro, jedoch immer noch ohne Vermessungskosten. Die Mehrung der Kosten für die Stadt Röttingen erhöht sich nun um mindestens 35 000 Euro.

Auch die Jagdgenossenschaft muss dadurch tiefer in die Tasche greifen. Dank der hohen Bezuschussung durch das ALE sei der Ausbau immer noch günstig gewesen, betonte Bürgermeister Hermann Gabel. Nach Angaben des Weikersheimer Bürgermeisters Klaus Kornberger ist der von Röttingen erhoffte Ausbau von Schäftersheim bis zur Landesgrenze derzeit kein Thema.

Ohne Gegenstimme erfolgte der Jahresantrag 2021 für die Städtebauförderung bei der Regierung von Unterfranken bei einer Bedarfsermittlung in Höhe von 1,646 Millionen Euro. Dieser Antrag beinhaltet 150 000 Euro für die Freiflächengestaltung Taubergasse 4 und 475 000 Euro für die Neugestaltung der Untergasse/Neubronner Straße. Ebenso wie für den geplanten Generationenpark am Tauberufer wurden keine neuen Projekte vorgesehen. Für private Modernisierungsmaßnahmen hingegen wurden wie in den Vorjahren vorsorglich 950 000 Euro eingestellt.

Neues Gärrestlager

Um der Novellierung der Düngeverordnung gerecht zu werden, benötigt der Betreiber der Biogasanlage am Gammertshof ein neues Gärrestlager. Einwände gab es bei der bereits in der letzten Stadtratssitzung monierten zusätzlichen Belastung des Wegenetzes. Der seit rund einem Jahr tätige neue Betreiber erklärte in einem persönlichen Gespräch mit Gabel, dass es keine zusätzliche Belastung geben werde. Vielmehr sei es bis jetzt so gewesen, dass aufgrund geringer Lagerkapazität Gärrest von der Anlage zu einem Zwischenlager weggefahren und später wieder zurückgefahren werden musste. Die Durchsatzkapazität wird um einen Anteil von 730 Tonnen Zuckerrüben jährlich erhöht. Das entspricht auf die Gesamtkapazität einer Erhöhung von circa 8,7 Prozent.

Für eine Optimierung im Betriebsablauf sei diese Beimengung der Zuckerrüben erforderlich. Der Strüther Stadtrat Albrecht Haag sieht mit der Vorgehensweise eine scheibchenweise Erhöhung der Anlage, was den Ortsteil Strüth deutlich beeinträchtigen wird. Mit elf zu einer Stimme wurde der Antrag mit der Auflage genehmigt, dass der neue Gärrestebehälter nur für die Biogasanlage verwendet werden darf.

Florian Weinberger regte an, für die beiden vorhandenen Bürgerbusse ein neues attraktives Konzept zu erstellen, damit diese von Vereinen und Sponsoren besser genutzt werden können. Rathauschef Gabel sagte eine Überarbeitung zu. Seit Mai 2016 stehen im Paracelsus-Gärtchen fünf Skulpturen aus Cortenstahl des Künstlers Herbert Mehler, die den Garten hinter der Burg Brattenstein bereichern und verschönern. In einem Gespräch mit ihm soll über die Zukunft der Exponate gesprochen werden.

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