Endres droht mit Garagen-Streik

WÜRZBURG Vorsitzender Heribert Endres protestiert im Namen des Vereins "Stadtmarketing Würzburg macht Spaß" gegen die seit kurzem erhöhten Parkgebühren. Er droht sogar mit einem Boykott der städtischen Garagenhäuser.
Heribert Endres war die Klarstellung der Position des Vereins an diesem Donnerstag sehr wichtig: "Wir gehören nicht zu denen, die uns einbilden, das macht unseren Kunden nichts." Besonders jungen Leuten und Familien schlagen die Erhöhungen auf den Geldbeutel.

Von überall her werden schlechte Erfahrungen mit den Parkgebühren an den Vorstand von "Würzburg macht Spaß" herangetragen. Endres versteht die Bevölkerung: "Es ist eine Unverschämtheit, was sich die Stadt hier leistet." Er habe der Oberbürgermeisterin Pia Beckmann einen Brief geschrieben, um seinem Unverständnis über diese Erhöhung Ausdruck zu geben. Als Verein der Kaufleute sei "Würzburg macht Spaß" darauf bedacht, für die Stadt ein gutes Image aufzubauen und diese positiv darzustellen. "Aber so macht Würzburg keinen Spaß mehr. Der Stadtrat erlaubt sich zurzeit Dinge, die gehen auf keine Kuhhaut", regt sich Heribert Endres auf.

Ein Kunde fand es ein starkes Stück, dass die Stadt einen City-Manager zur Belebung der Innenstadt bezuschussen will, sich das Geld aber über die Parkgebühren zurückholt, erzählt Endres.

Endres stellte schon Überlegungen an, mit welcher Gangart der Verein gegen die Erhöhungen vorgehen kann. Möglicherweise kommen noch Ideen beim Unternehmerstammtisch nächsten Mittwoch um 1930 Uhr im Ratskeller zusammen, zu welchem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

"Die erhöhten Parkgebühren sind ein tolles Weihnachtsgeschenk."

Heribert Endres, Vorsitzender "Würzburg macht Spaß"

Auf jeden Fall wird der Verein "Würzburg macht Spaß" mit Protest reagieren. Endres: "Ich kann mir auch vorstellen, die Würzburger Bevölkerung zu einem Warnstreik aufzurufen, dass sie an einem bestimmten Tag ihre Autos zu Hause lässt."

Die Erhöhungen der Parkgebühren treffen die Kaufleute in einem empfindlichen Moment: Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür. Manch einer aus dem Umland wird sich aufgrund der Parkgebühren wohl überlegen, ob er nicht besser nach Aschaffenburg fährt oder die Weihnachtseinkäufe nicht gleich übers Internet macht. Die neuen Parkgebühren empfindet Heribert Endres, wie wenn ein Unternehmer zum Fest seine Mitarbeiter entläßt: "Ein tolles Weihnachtsgeschenk!"

Wie berichtet verteuerte die Stadtverkehrs-GmbH zum 1. Oktober die Parktarife in den Parkhäusern zu den Kernzeiten um 33 Prozent. Dafür wurde dann der Halbstunden-Tarif für "nur" einen Euro eingeführt. FDP-Fraktionschef Joachim Spatz beantragte die Rücknahme der Verteuerung und unterlag im Stadtrat ganz knapp.

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