Glosse

Erfahrungsaustausch: Stammtisch für Ochsenfurter Putzroboter

Im Kollegenkreis macht sich Unsicherheit breit: Zwei elektrische Putzhilfen nehmen demnächst die Arbeit auf. Ob das gut geht?
Staubsaugen? Nein danke. Kann doch auch ein Roboter machen.
Foto: Tobias Hase, dpa | Staubsaugen? Nein danke. Kann doch auch ein Roboter machen.

Wir Ochsenfurter Redakteure haben jüngst einen Stammtisch zum Erfahrungsaustausch gegründet. Rein prophylaktisch, denn die erwarteten Probleme sind noch gar nicht aufgetreten. Aber man will ja vorbereitet sein. Zum Hintergrund: Zwei von uns haben sich jüngst einen Saug- beziehungsweise Wischroboter zugelegt. Der neue Putzassistent des Kollegen trägt, ob seiner Herkunft, den Namen "der Chinese".  Vielleicht bekommt er ja später noch einen richtigen Namen. Chang soll ziemlich beliebt sein in China. Nennen wir den Chinesen hier der Einfachheit halber also Chang. Und meiner heißt Heinz. Beide befinden sich noch auf dem Weg zu uns.

Während Chang seine Hauptaufgabe im Staubsaugen sieht und das Feuchtwischen lediglich im Nebenerwerb betreibt, konzentriert sich Heinz vollständig auf das Putzen von Böden. Heinz will jedes Mal persönlich in seine Aufgaben eingewiesen werden, der technisch topmoderne Chang hingegen nimmt Aufträge auch über Wlan-übermittelten Smartphone-Befehl entgegen. Beide reinigen angeblich zuverlässig und gründlich.

Ein Stammtisch für alle

So weit die Theorie. Wie aber werden sich Heinz und Chang in der Praxis schlagen? Egal. Welche Tiefschläge die beiden Putzhilfen auch austeilen mögen: Unser Stammtisch ist auf alles gefasst. Ob nun Chang mit den Katzenhaaren auch gleich die ganze Katze einsaugt oder Heinz den Inhalt seines Wassertanks die Treppe hinunterlaufen lässt: Bei uns gibt es Leidensgenossen, mit denen man über alles reden kann.

Was wir nicht wissen, ist, ob nicht auch die Putzroboter bereits einen eigenen Stammtisch gegründet haben. Themen gibt's bei denen ganz bestimmt auch: "Mein Chef sperrt mich in der Arbeit immer gleich in ein stockfinsteres Kabuff." "Oh, das ist hart. Meiner hetzt die Katze hinter mir her." "Und ich muss sonntags arbeiten. Manchmal sogar nachts." "Ich, ich darf nur an die Ladestation, wenn ich mich kaum noch auf den Rädern halten kann."

Vielleicht sollten Heinz und ich am Anfang gemeinsam putzen. Damit jeder vom anderen lernen kann. "Guck mal, Heinz, den Teppich musst du nicht einweichen", würde ich ihm sagen. Und Heinz würde mir vielleicht mitteilen, dass er sich leichter tun würde, wenn ich den Teppich vor seinem Einsatz zusammenrollen könnte. Vieles löst sich in Wohlgefallen auf, wenn man einfach miteinander redet. Ich denke, wir sollten unsere jeweiligen Stammtische gleich wieder auflösen und statt dessen einen gemeinsamen für alle gründen: "Ochsenfurter Putzroboter und ihre Arbeitgeber." Chang, Heinz, mein Kollege und ich zusammen im Wirtshaus: Das wird lustig.

Erfahrungsaustausch: Stammtisch für Ochsenfurter Putzroboter
Foto: Käuzle
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