Kirchheim

Erneuter Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung hatte Erfolg

Die steile Rampe führt vom Kapellenweg in die Egenburg Straße: Für Mütter mit Kinderwägen ist sie unter großer Anstrengung zu bewältigen, Senioren mit Rollatoren haben ihr keine Chance
Die steile Rampe führt vom Kapellenweg in die Egenburg Straße: Für Mütter mit Kinderwägen ist sie unter großer Anstrengung zu bewältigen, Senioren mit Rollatoren haben ihr keine Chance Foto: Ammon

Einen Antrag von Anwohnern, die Egenburg Straße in Kirchheim verkehrsberuhigt zu gestalten, hatte der Gemeinderat vor kurzem abgelehnt. Im zweiten Anlauf hatten sie nun jedoch Erfolg: Die vergleichsweise breit ausgebaute, aber nur einseitig mit einem Gehweg ausgestattete Straße behält zwar ihre Vorfahrt, die erlaubte Geschwindigkeit wird jedoch auf 30 verringert. Die Egenburg Straße verbindet Kirchheim mit Schönfeld, dient einem Naturstein-Betrieb als Zufahrt und durchschneidet eine Siedlung in einem weitgespannten Bogen.

Die Geschwindigkeit in der Egenburg Straße wird auf 30 Stundenkilometer beschränkt.
Die Geschwindigkeit in der Egenburg Straße wird auf 30 Stundenkilometer beschränkt. Foto: Ammon

In einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung hatten die Anwohner darauf verwiesen, dass sie die Entscheidung in der vergangenen Sitzung "mit großer Verwunderung" wahrgenommen hätten. Die Begründung, dass eine geringere Geschwindigkeit und eine geänderte Vorfahrt den Verkehr zu sehr abbremse, sei nicht nachvollziehbar. Die Anwohner, darunter viele junge Familien, sorgen sich um ihre Kinder und die Wohnqualität in dem Viertel. Schon in den frühen Morgenstunden seien schwere Lkws, Baumaschinen und Autos zum Bahnhof oder der Schule unterwegs, berichten sie. Sie wollten nicht, dass es ihnen ergeht wie dem Hund einer Familie, der im Dezember 2019 einen fünffachen Beckenbruch erlitten hatte, als er von einem Traktor erfasst worden war.

Besonders schwierig sei es, die Straße zu überqueren. "Es ist ein Unding", schreibt eine Mutter, die hier häufig mit dem neun Monate alten Sohn im Kinderwagen unterwegs ist. Die Straße ist mit hohen, scharfkantigen Bordsteinen ausgestattet. Besonders erwähnt sie die Kreuzung mit dem Kapellenweg, wo Fußgänger nur über eine steile Rampe in die Egenburg Straße gelangen könnten. "Ich frage mich, wie ältere Menschen mit Rollator diese Rampe nutzen sollen", schreibt sie: "Es ist unverantwortlich." Auch Nachfrage erklärt der Bürgermeister, dass die schwierige Situation bekannt oder kaum zu ändern sei.

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