Euthanasie in Würzburg: Stolpersteine für Nazi-Opfer

Zeitzeugin: Die 96-jährige Rita Baumeister erinnert sich gut an den Mann, dessen Name auf dem Stolperstein steht: August Friedrich Dambach war ihr Cousin. Der Hagener Künstler Gunter Demnig (rechts) setzt ihn in Rottenbauer in die Rebenstraße ein, vor die Hausnummer 2.
Foto: Thomas Obermeier | Zeitzeugin: Die 96-jährige Rita Baumeister erinnert sich gut an den Mann, dessen Name auf dem Stolperstein steht: August Friedrich Dambach war ihr Cousin. Der Hagener Künstler Gunter Demnig (rechts) setzt ihn in Rottenbauer in die Rebenstraße ein, vor die Hausnummer 2.

In den Straßen der Stadt liegen 15 neue Stolpersteine. Jeder erinnert an einen Würzburger, den die Nationalsozialisten ermordeten, weil er behindert war. Im September 1939 entscheidet Adolf Hitler, „namentlich zu bestimmende Ärzte“ sollen „unheilbar Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krankheitszustandes den Gnadentod“ gewähren. Die Nationalsozialisten reden von „Rassehygiene“, „lebensunwertem Leben“ und hohen Kosten für Medizin und Pflege. In Berlin, in der Tiergartenstraße 4, organisieren sie das systematische Auslöschen Behinderter, angeleitet vom ...

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